Ungerechtigkeit Gerechtigkeit

„Ungerechtigkeit an irgendeinem Ort 
bedroht die Gerechtigkeit an jedem anderen.“

(Martin Luther King Jr.)

Die drei Söhne
Drei Frauen kommen an einen Brunnen, um Wasser zu schöpfen. Sie erzählen von ihren drei Söhnen. „Meinen Sohn solltet ihr singen hören“, sagte die erste, „das tönt so schön, als wenn eine Nachtigall singen würde.“ Die zweite sagte: „Mein Sohn ist stark und schnell. Er schleudert einen Stein fast bis zu den Wolken und fängt ihn wieder auf.“ Die dritte schweigt. Da fragten die anderen: “Und dein Sohn?“ „Was soll ich erzählen“, sagt sie, „mein Sohn ist ein junger Bursche wie andere auch.“ Nun machten sich die drei Frauen auf den Heimweg. Die Sonne brennt, der Wassereimer wird schwer. Da kommen den drei Frauen deren drei Söhne entgegen. Der erste singt so schön wie eine Nachtigall, der zweite schleudert Steine in die Luft und fängt sie wieder. Der dritte aber läuft zu seiner Mutter und nimmt ihr den Eimer ab. Ein alter Mann neben dem Brunnen hat alles mit angesehen. Eine der drei Frauen fragt ihn: „Nun, was sagst du zu unseren drei Söhnen?“ „Drei Söhne?“, fragte der Alte, „Ich sehe nur einen!“
(Leo. N. Tolstoi)

„Schmunzeliges“
Der Fahrer eines klapprigen Autos. „Bitte volltanken!“ Darauf der Tankwart. „Sind sie sicher, dass sie noch so viel in den Wagen investieren wollen?“

Bitten

Wir sind immer eingeladen vertrauensvoll zu bitten.
„Bittet und es wird euch gegeben“, sagt Jesus (Mt 7,7)


Zu Gott, unserem himmlischen Vater, kommen wir mit kindlichem Vertrauen:
1. Mögen Verständnis, Mitgefühl und Versöhnung wachsen, und mögen Konflikte ein Ende finden.
Guter Gott, wir bitten dich – erhöre uns.
2. Vater unser im Himmel: Lass alle Menschen erfahren, dass dein Himmel die Erde berührt.
Guter Gott, wir bitten dich – erhöre uns.
3. Hilf der Kirche, in rechter Weise Gottesdienst zu feiern und dich in ihrer Mitte spürbar zu erleben.
Guter Gott, wir bitten dich – erhöre uns.
4. Hilf den Armen, ehrliche Helfer zu finden und aus dem Teufelskreis der Armut ausbrechen zu können.
Guter Gott, wir bitten dich – erhöre uns.
5. Geheiligt werde dein Name: Hilf den Konfessionen, im Anrufen deines Namens Spaltungen zu überwinden.
Guter Gott, wir bitten dich – erhöre uns.
6. Bitten wir um Frieden – in unseren Herzen, zwischen den Menschen und in der Welt.
Guter Gott, wir bitten dich – erhöre uns.
7. Dein Reich komme: Beende die Kriege zwischen den irdischen Reichen und schenke der Welt deinen Frieden.
Guter Gott, wir bitten dich – erhöre uns.
8. Dein Wille geschehe: Heil für die Kranken und Leben für die Verstorbenen mögen dein Wille sein.
Guter Gott, wir bitten dich – erhöre uns.
9. Wir bitten für die Mächtigen der Erde, für alle, die Verantwortung in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft tragen.
Guter Gott, wir bitten dich – erhöre uns.
10. Hilf den Sterbenden, loslassen zu können und darauf zu vertrauen, dass du sie hältst.
Guter Gott, wir bitten dich – erhöre uns.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Beten wir wie Jesus:

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.


Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit. Amen

Herr wir bitten komm und segne uns,
lege auf uns deinen Frieden.
Segnend halte Hände über uns.
Rühr uns an mit deiner Kraft.

Es segne und beschütze uns alle der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.



nicht hungern müssen

Tischgebet

Gott, du, unser Vater.
Wir danken dir für das täglich Brot.
Tag für Tag setzen wir uns an den gedeckten Tisch.
Wir freuen uns, dass wir zu essen haben
und nicht hungern müssen.
Gleichzeitig bitten wir dich.
Lass uns nie so satt werden,
dass wir die Not anderer übersehen.
Lass uns mit denen teilen,
die nicht das nötige Brot haben.
(Reinhard Abeln)

Der Mensch ist wie ein Samen,
der zum Blühen gebracht werden muss.

(Lisz Hirn)

Herr, auf dich vertraue ich,
in deine Hände lege ich mein Leben.

Dankbar, Aloys