Frieden

„Herr, gib uns deinen Frieden!“

Schön wird die Welt durch den Glauben, nicht durch das Wissen.

(Martin Walser)

DER ALTE BAUM
In einem Dorf stand einmal ein alter, starker Baum. Eines Tages wurden alle Dorfbewohner eingeladen, ihre Sorgen, Probleme und Nöte gut verpackt an diesen Baum zu hängen. Die Bedingung bestand allerdings darin, dafür ein anderes Paket mitzunehmen. Zu Hause wurden die fremden Pakete geöffnet. Doch es machte sich Bestürzung breit, denn die Sorgen und Probleme der anderen schienen deutlich größer als die eigenen. Und so liefen alle wieder zurück zu dem alten Baum und nahmen statt der fremden rasch die eigenen Pakete an sich und gingen zufrieden nach Hause. (Geschichte aus Indien)

Wo kämen wir hin
Wo kämen wir hin, wenn alle sagten,
„wo kämen wir hin …“ und niemand ginge,
um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge.
(Kurt Marti)

Mit Geduld und Mühe geht viel.
Denn Geduld ist immer mit Mühe verbunden.

(Maria-Theresia Radloff)

In Ruhe die Pflicht tun
Der Herr wird denen entgegenkommen, die verstehen, in den Tag hinein zu leben,
die immer ihre Pflicht tun, mit Ruhe, Würde und Geduld,
ohne sich den Kopf heiß zu machen wegen der Dinge,
die morgen oder in Zukunft geschehen können.
(Papst Johannes XXIII.)

Wenn der Mensch Gott sucht,
wird er sich selber finden.
(Papst Johannes Paul II.)

Zwischen jedem Einatmen und Ausatmen gibt es eine Verschnaufpause.
Auch die Musik kommt ohne kurze Pausen nicht aus.
Um die Melodie deines Lebens zu hören, brauchst du Ruhepausen.
(Petrus Celeen)

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Es segne und beschütze uns alle der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Trost für Trauernde

Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, 
die wir hinterlassen, wenn wir weggehen.

(Albert Schweitzer)

..…was sagt Jesus zum Thema „Trost für Trauernde“
Jesus sagt: „Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.“ (Matthäus 5,4)
Jesus macht deutlich: Wer traurig ist und einen Menschen verloren hat, ist nicht allein. Gott sieht den Schmerz und schenkt Trost und Hoffnung. Jesus möchte, dass wir füreinander da sind, einander zuhören und in schweren Zeiten Liebe zeigen.

..…eine Geschichte
Einfach füreinander da sein

Jonas hatte vor ein paar Wochen seinen Opa verloren. Seitdem war er oft traurig und hatte auf nichts richtig Lust. In der Schule tat er so, als wäre alles okay, aber innerlich ging es ihm schlecht. Eines Tages merkte sein Freund Ben, dass etwas nicht stimmte. Er fragte: „Ey, was ist los mit dir?“ Jonas erzählte ihm von seinem Opa. Ben wusste nicht genau, was er sagen sollte. Also hörte er einfach zu und sagte: „Das tut mir echt leid. Wenn du reden willst, bin ich da.“ Jonas war froh, dass Ben ihn ernst nahm. Er war zwar immer noch traurig, aber er fühlte sich nicht mehr so allein.

Jesus sagt, dass Menschen, die traurig sind, Trost finden werden. Das bedeutet: Trauer ist okay. Man muss nicht immer stark sein. Oft hilft es schon, wenn jemand zuhört, Zeit hat und zeigt: „Du bist nicht allein.“

….. ein Gebet
Lieber Gott,

wenn wir traurig sind, wünschen wir uns Trost und Menschen, die für uns da sind. Hilf uns, mit unserer Trauer umzugehen und anderen zuzuhören, wenn sie uns brauchen. Gib uns Kraft und Hoffnung in schweren Zeiten.
Amen.

Es segne und begleite uns der dreieinige Gott,
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen

Amen eine kleine Erklärung

Oft sagen wir das Wort „Amen“ – eine kleine Erklärung:

„Amen“ am Ende eines Gebets bedeutet so viel wie „So sei es“, „Wahrlich“ oder „Das ist gewiss“. Es stammt aus dem Hebräischen und geht auf ein Wort zurück, das mit Treue, Verlässlichkeit und Festigkeit verbunden ist.
Wenn Menschen am Ende eines Gebets „Amen“ sagen, drücken sie damit mehrere Dinge aus:
Zustimmung: „Ich stimme diesem Gebet zu.“
Vertrauen: „Ich vertraue darauf, dass Gott mich hört.“
Hoffnung: „Möge das, worum ich gebeten habe, geschehen.“
Bekräftigung: „Diese Worte meine ich ernst.“

Warum sagt man „Amen“? In der christlichen Tradition ist „Amen“ eine Art Abschluss und Bestätigung des Gebets. Es bedeutet nicht einfach nur, dass das Gebet vorbei ist, sondern dass man hinter den gesprochenen Worten steht.
Auch in der Bibel wird „Amen“ verwendet, um die Wahrheit oder Verlässlichkeit einer Aussage zu unterstreichen. Das Wort kommt außerdem im Judentum und im Islam vor.

Ein einfaches Beispiel:
Wenn jemand betet: „Gott, schenke uns Frieden und beschütze unsere Familie“, und anschließend „Amen“ sagt, bedeutet das sinngemäß:
„Das wünsche ich mir von Herzen. Ich vertraue auf Gott und hoffe, dass es so sein möge.“
Im Kern ist „Amen“ also ein kleines Wort mit einer tiefen Bedeutung: „Ich meine es ernst, ich stimme zu und vertraue darauf.“

„Schmunzeliges“
Was ist schlimmer als ein Wurm in einem angebissenen Apfel? Ein halber Wurm in einem angebissenen Apfel.

Schneckenhaus
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Lieber Gott,
wenn wir „Amen“ sagen, drücken wir unser Vertrauen in dich aus.
Hilf uns, mit offenem Herzen zu glauben und darauf zu vertrauen, dass du uns begleitest.
Amen – ja, so sei es.