…… vorhin habe ich einige Blüten vom Löwenzahn entdeckt.
Freuen wir uns über die gelbe Blütenpracht der kommenden Wochen und über die unzähligen „Pusteblumen“.
Lieb Grüße, Aloys
Der Löwenzahn
Auf einer großen Wiese blühte Löwenzahn. Die Kinder, die hier gerne herumtollten, schrien: „Seht nur diese Hunde- blumen!“ und trampelten absichtlich darauf herum. Nur einem kleinen Kind tat der Löwenzahn leid, denn es fand die gelben Blüten wunderschön und p ückte seiner Mutter einen Strauß davon. Die Mutter freute sich sehr darüber und stellte die Blumen in eine Vase. Einige Wochen später kam das Kind wieder zu der Wiese. Da wurde es sehr traurig, weil der Löwenzahn nun ganz graue Köpfe hatte. „Wahrscheinlich ist er unglücklich, weil die anderen Kinder ihn immer beschimpft haben, und deshalb ist er grau geworden“, dachte es. Es wollte seiner Mutter trotzdem wieder einen Strauß p ücken, aber da sah es, wie der Wind die zarten haarigen Flugschirme hinwegblies. „Was der Wind kann, vermag ich auch“, dachte das Kind und begann zu pusten. Das bereitete ihm so viel Vergnügen, dass es immer mehr Löwenzahn abriss. Es pustete und pustete und sah den grausilbernen Flugschirmen hinter- her, wie sie im Wind leicht davonschwebten. Und was soll ich sagen? Im kommenden Jahr war die ganze Wiese übersät von leuchtend gelben Blüten.
„Schmunzeliges“
Ein stockbesoffener Mann kommt aus der Kneipe und torkelt zu seinem Auto - was ein Polizist beobachtet. Polizist: "Sie wollen doch nicht in ihrem Zustand die Hände ans Lenkrad legen?" Besoffener: "Also freihändig fahr ich besoffen noch schlechter."
Welt verzaubern
Es gibt Menschen, die die Welt verzaubern, einfach weil sie da sind.
(Irisches Sprichwort)
Kleine Ursache – große Wirkung.
Einmal war ein König, der für seinen beispielhaften Gerechtigkeitssinn bekannt war, mit einem kleinen Gefolge ausgeritten. Zur Essenszeit lagerten sie im Schatten und Diener bereiteten ihrem König ein Stück Wildbret. Goldbraun briet das Fleisch am Spieß, als einer der Köche bemerkte, dass sie auch nicht ein Körnchen Salz zum Würzen des Fleisches mitgebracht hatten. Doch der König wusste Rat. Er befahl einem jungen Mann aus seinem Gefolge, zu dem einsam gelegenen Dorf zu reiten, um dort um etwas Salz zu bitten. „Denn wo gekocht wird, ist meistens Salz vorhanden“, sagte er. Schon schwang sich der Reiter aufs Pferd, als der König ihm nachrief: „Und vergiss ja nicht, für das Salz auch zu bezahlen! Denn falls du nicht bezahlen solltest, könnte dein Beispiel Schule machen und um die Zukunft des Dorfes wäre es dann schlecht bestellt.“ Einer von den Gefolgsleuten fragte: „Was ist denn so schwerwiegend, dass du ihn so sehr ermahnst? Es geht doch nur um ein paar Krümel Salz.“ „Das ist nicht so schwer zu verstehen, wenn man bedenkt, dass kleine Ursachen oft eine große Wirkung zur Folge haben können. Alles entsteht aus Kleinem: Der mächtige Baum aus einem winzigen Samen, Kriege aus einem falschen Wort. Darum seid darauf bedacht, dass das Unrecht der Welt durch euch nicht vermehrt werde. Versteht ihr nun, warum ich darauf bestand, dass er das Salz nicht einfach nehme, sondern dafür bezahle?“
Freude ist immer Gemeingut,
und je mehr wir an der Gemeinschaft des Lebens teilnehmen,
umso größer wird unsere Freude.
(David Steindl-Rast)
„Schmunzeliges“
Der dicke Alfred muss eine strenge Abmagerungskur machen. Nach einer Woche fragt ihn der Arzt: „Bemerken Sie schon einen Verlust?“ – „Ja, meine gute Laune ist futsch!“
Tagesevangelium
Tagesevangelium vom 23. März 2026
Evangelium Joh 8, 1–11
In jener Zeit ging Jesus zum Ölberg. Am frühen Morgen begab er sich wieder in den Tempel.
Alles Volk kam zu ihm. Er setzte sich und lehrte es.
Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war.
Sie stellten sie in die Mitte und sagten zu ihm: Meister,
diese Frau wurde beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt.
Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben, solche Frauen zu steinigen.
Was sagst du? Mit diesen Worten wollten sie ihn auf die Probe stellen, um einen Grund zu haben, ihn anzuklagen.
Jesus aber bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde.
Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete er sich auf
und sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie.
Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Als sie das gehört hatten, ging einer nach dem anderen fort, zuerst die Ältesten.
Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand.
Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben?
Hat dich keiner verurteilt? Sie antwortete: Keiner, Herr.
Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht.
Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!
…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Diesen Bericht von der Ehebrecherin würden wir nach Stil und Aussage eher bei Lukas als im Johannesevangelium suchen. Auch ist der Anklang an Dan 13 (Susanna) deutlich. Jesus ist mehr als Daniel: Er verteidigt nicht nur die Schuldlose, er vergibt der Sünderin. So ist Gott. Für ihn ist nicht mehr der äußere Gehorsam gegen das Gesetz entscheidend, sondern die Antwort des Herzens auf die Gabe und den Anspruch der Liebe.
Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.
(Roger Schulz)

