..... für Kinder - aus der Bibel liebevoll erzählt
Jakob war allein auf dem Feld. Er machte sich große Sorgen, weil er seinen Bruder Esau wiedersehen sollte. Deshalb bat er Gott um Hilfe. Da kam plötzlich ein Mann und kämpfte mit ihm. Dieser Mann war Gott. Er wollte Jakob zeigen, dass er auf dem richtigen Weg war. Gott segnete Jakob und gab ihm einen neuen Namen: Israel. Als Jakob Esau und seine Männer kommen sah, geschah etwas ganz anderes, als er befürchtet hatte: Esau lief seinem Bruder entgegen, umarmte ihn und freute sich, ihn wiederzusehen. Der alte Streit war vergessen. Jakob war sehr glücklich und sagte: „Als ich dein freundliches Gesicht sah, war es, als würde ich Gott sehen.“ Viele Jahre später wurden Jakobs Kinder, Enkel und ihre Nachkommen das Volk Israel genannt. So erfüllte Gott sein Versprechen.
Lieber Gott,
manchmal habe ich Angst und mache mir Sorgen.
Dann möchte ich dich bitten: Sei bei mir und schenke mir Mut und Vertrauen.
Hilf mir, anderen zu verzeihen und Streit wieder gutzumachen.
Schenke mir ein offenes Herz, damit ich auf andere zugehen und mich mit ihnen vertragen kann.
Danke, dass du mich begleitest, mich segnest und mich niemals allein lässt.
Amen.
Gott ist immer bei uns, schenkt uns Mut und hilft uns,
Streit zu überwinden und einander zu verzeihen.
selbst reich zu werden
Die Liebe allein versteht dies Geheimnis,
andere zu beschenken und dabei selbst reich zu werden.
(Clemens von Brentano)
„Schmunzeliges“
Welches Tier kann höher springen als ein Kirchturm?“ – „Jedes, oder hast du schon einen Kirchturm springen sehen?“
Du kennst mich Herr!
Mein Leben ist randvoll
mit all den Dingen und Verpflichtungen,
die mir auferlegt sind.
Ich muss meine Arbeit tun.
Ich muss Erwartungen erfüllen.
Ich möchte Interessen nachgehen.
ich muss Prüfungen bestehen.
Ich will Beziehungen pflegen.
Menschen warten auf meine Liebe,
möchten Glück mit mir teilen.
Wenn ich heute mit meinem Leben zu dir komme,
dann hilf mir, deine Liebe zu spüren,
mit der du mich und alle Menschen umgibst.
Richte mich auf,
rüttle mich wach,
damit die Lasten meines Lebens
deinen Ruf nicht ersticken.
Zünde mich an mit deiner Liebe,
damit ich sie weitergebe!
Heute und immer! Amen.
Es war deine Berufung, Maria -
an dir geschehen zu lassen, was Gottes Wille war.
Es war deine Berufung, Maria -
Den Herrn zu begleiten in seinen Kindertagen.
Es war deine Berufung, Maria -
Den Kreuzweg mitzugehen und sein Leiden mit zu tragen.
Es war deine Berufung, Maria -
An der Freude der Auferstehung teilzunehmen
und seinen Geist zu empfangen.
Du bist deiner Berufung gerecht geworden.
Ich danke dir Maria.
Ich möchte von dir lernen,
meiner Beruf gerecht zu werden,
an mir geschehen zu lassen,
was Gottes Wille ist.
Du selbst bist es,
der diese Welt erschafft -
jeden Augenblick.
Tagesevangelium
Tagesevangelium vom 05. November 2026
Evangelium Lukas 15, 1–10
In jener Zeit kamen alle Zöllner und Sünder zu Jesus, um ihn zu hören.
Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber
und sagten: Dieser nimmt Sünder auf und isst mit ihnen.
Da erzählte er ihnen dieses Gleichnis und sagte:
Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert,
lässt er dann nicht die neunundneunzig in der Wüste zurück
und geht dem verlorenen nach, bis er es findet?
Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern,
und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und Nachbarn zusammen
und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir, denn ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war!
Ich sage euch: Ebenso wird im Himmel mehr Freude herrschen
über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die keine Umkehr nötig haben.
Oder wenn eine Frau zehn Drachmen hat und eine davon verliert,
zündet sie dann nicht eine Lampe an, fegt das Haus
und sucht sorgfältig, bis sie die Drachme findet?
Und wenn sie diese gefunden hat, ruft sie die Freundinnen und Nachbarinnen zusammen
und sagt: Freut euch mit mir, denn ich habe die Drachme wiedergefunden, die ich verloren hatte!
Ebenso, sage ich euch, herrscht bei den Engeln Gottes Freude über einen einzigen Sünder, der umkehrt.
…. Besinnliches zum heutigen Evangelium:
Gegenüber der Härte der vorausgehenden Abschnitte wird in Kapitel 15 ein neues Thema angeschlagen: Gott sucht die Verlorenen, er lädt die Sünder zur Umkehr ein, nicht nur grundsätzlich und im Allgemeinen, sondern hier und jetzt, durch Jesus, der sich mit Zöllnern und Sündern einlässt. Für die Pharisäer ist das ein Skandal, aber „im Himmel“, „bei den Engeln Gottes“ (V. 7 und 10), wird die Bekehrung eines Sünders, die Rettung eines Verlorenen, als freudiges Ereignis gefeiert. Gott will ja, dass sein Haus voll wird (14, 23); es ist aber nicht voll, solange statt zehn nur neun, statt der hundert nur neunundneunzig da sind. Die Gleichnisse vom verlorenen Schaf und von der verlorenen Drachme und das große Gleichnis vom verlorenen Sohn (V. 11–32) sollen nicht nur das Verhalten Jesu rechtfertigen, sondern das Gottesbild der Pharisäer korrigieren. Gott ist größer, als Menschen sich ausrechnen können; er zeigt seine Größe, wenn er einem Sünder verzeiht, nicht weniger, als wenn er aus dem Nichts die Welt erschafft. Gott freut sich nicht über die Sünde des Sünders, sondern über seine Umkehr, und zwar über jeden Einzelnen. Nur ein unendlich großer Gott kann das, und nur ein Sünder ist fähig, ihm diese Freude zu bereiten. Indes: Wer ist kein Sünder?
Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.
(Roger Schulz)

