„Herr, gib uns deinen Frieden!“
Alles, was ihr von anderen erwartet, das tut auch ihnen.
(Mt 7,12)
Wenn du den Brief kriegst, ist wohl schon der Advent da,
eine Zeit, die ich besonders liebe.
Weißt du, so eine Gefängniszelle, in der man wacht,
hofft, dies und jenes – letztlich Nebensächliches – tut,
in der man ganz darauf angewiesen ist,
dass die Tür der Befreiung von außen aufgetan wird,
ist gar kein schlechtes Bild für den Advent.
(Dietrich Bonhoeffer)
Du sagst, jedes Ding hat zwei Seiten.
Warum siehst du nur die eine? Die schwarze?
(altes Sprichwort)
Wir können nicht alles tun.
Es ist ein befreiendes Gefühl, wenn uns dies zu Bewusstsein kommt.
Es macht uns fähig, etwas zu tun. Und es sehr gut zu tun.
(Oscar A. Romero)
In Deinen Händen bin ich so frei,
dass ich sagen kann, Dein Wille geschehe.
In notwendigen Dingen: EINHEIT
In fraglichen Dingen: FREIHEIT
In allen Dingen: LIEBE
Schenke uns die Gnade, freimütig zu geben,
was uns gegeben ist: Deine Liebe.
Lass sie uns freudig schenken.
Aus deiner Quelle werden wir immer neu gefüllt.
Heute atme ich Freiheit
Heute bin ich, Ausdruck meines Lebens,
Liebe, Lust und Freude,
gut genug, so wie ich bin,
finde Ruhe in Seinem Schatten,
heute atme ich Freiheit.
Gott allein weiß, wer ich bin.
Immer bin ich gehalten,
immer bin ich im Licht.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Es segne und beschütze uns alle der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.
Abendgebet junger Eltern
Abendgebet für junge Eltern
Gott, ich staune über deine Größe.
Du hebst mich empor aus aller Enge
und lässt mich Freiheit und Weite atmen.
Du bist allen Lobes würdig!
Danke für unsere Kinder, f
ür die kleinen Wunder dieses Tages
und für alles Gute, das wachsen durfte.
Vergib uns, wo uns die Geduld fehlte,
wo wir verletzt statt geliebt haben.
Öffne unsere Augen für das Gute,
das wir morgen tun können.
Segne unsere Familie in dieser Nacht.
Schenke uns Ruhe, neue Kraft und Vertrauen.
Lass uns in deiner Liebe geborgen sein.
AMEN
Herr, auf dich vertraue ich,
in deine Hände lege ich mein Leben.
Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende
gewähre uns der allmächtige Herr. Amen.
Gute Nacht, Aloys
der heilige Evangelist Lukas
… heute wir besonders der heilige Evangelist Lukas verehrt.
Wer war der heilige Lukas?
Der heilige Lukas lebte vor ungefähr 2.000 Jahren. Er war ein Arzt. Er konnte also kranke Menschen untersuchen und ihnen helfen, wieder gesund zu werden. Lukas wollte aber nicht nur den Menschen helfen, die krank waren. Er wollte auch, dass die Menschen Jesus kennenlernen und erfahren, wie sehr Gott sie liebt. Deshalb hörte er aufmerksam zu, wenn Menschen von Jesus erzählten. Er sammelte ihre Erzählungen und schrieb sie in einem Buch auf. Dieses Buch gehört heute zur Bibel. Es heißt das Lukasevangelium.
Lukas erzählt von Gottes Liebe. Lukas hat uns viele wunderbare Geschichten über Jesus geschenkt. Drei davon sind besonders schön:
1. Das Jesuskind in der Krippe
Lukas erzählt uns, wie Maria und Josef nach Bethlehem reisten und Jesus in einem Stall geboren wurde. Sie legten das kleine Kind in eine Krippe. Engel verkündeten den Hirten die frohe Botschaft: Jesus ist geboren! Gott schenkt den Menschen seine Liebe.
2. Der barmherzige Samariter
Jesus erzählt von einem Mann, der verletzt am Wegesrand liegt. Viele gehen einfach vorbei. Doch ein Samariter bleibt stehen, versorgt seine Wunden und hilft ihm. Jesus möchte uns damit sagen: Wir sollen Menschen helfen, die uns brauchen – ganz gleich, wer sie sind.
3. Das verlorene Schaf
Ein Hirte hat hundert Schafe. Eines davon verirrt sich. Da lässt der Hirte die anderen zurück, sucht das verlorene Schaf und freut sich riesig, als er es wiederfindet. Jesus erzählt diese Geschichte, damit wir verstehen: Gott vergisst niemanden. Jeder Mensch ist für ihn wertvoll.
Warum wird Lukas oft mit einem Ochsen dargestellt?
Der Ochse ist sein besonderes Erkennungszeichen. In der christlichen Kunst erinnert er an die alten Opfergaben im Tempel und an die besondere Botschaft des Lukas: Jesus bringt den Menschen Gottes Liebe und Versöhnung.
Der heilige Lukas zeigt uns, dass wir Gottes Liebe weiterschenken können – mit kleinen Dingen im Alltag:
Wir trösten jemanden, der traurig ist.
Wir helfen einem Kind, das allein ist.
Wir kümmern uns um Menschen und Tiere.
Wir hören aufmerksam zu, wenn jemand etwas erzählen möchte.
Wir schließen niemanden aus, sondern begegnen allen freundlich.
Ein kleines Gebet zum heiligen Lukas
Lieber heiliger Lukas,
du hast uns von Jesus erzählt
und uns gezeigt, wie sehr Gott uns liebt.
Hilf uns, freundlich zu sein,
anderen Menschen zu helfen
und niemanden zu vergessen.
Lass uns die Liebe Jesu
mit unseren Worten und Taten weiterschenken.
Amen.

