Tagesevangelium

….. Tagesevangelium vom 23. Oktober 2026

Evangelium Lukas 12, 54–59

In jener Zeit sprach Jesus zu der Volksmenge:
Wenn ihr im Westen eine Wolke aufsteigen seht, sagt ihr sofort: Es gibt Regen.
Und so geschieht es. Und wenn der Südwind weht, sagt ihr: Es wird heiß.
Und es geschieht. Ihr Heuchler!
Das Aussehen der Erde und des Himmels wisst ihr zu deuten.
Warum könnt ihr dann diese Zeit der Entscheidung nicht deuten?
Warum findet ihr nicht schon von selbst das rechte Urteil?
Denn wenn du mit deinem Gegner zum Gericht gehst,
bemüh dich noch auf dem Weg, dich mit ihm zu einigen!
Sonst wird er dich vor den Richter schleppen
und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben
und der Gerichtsdiener wird dich ins Gefängnis werfen.
Ich sage dir: Du kommst von dort nicht heraus,
bis du auch die letzte Münze bezahlt hast.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium:
Mit dem „Heute“ Jesu (Lk 4, 21) ist die Menschheit in eine neue Stunde ihrer Geschichte eingetreten, die entscheidende letzte Stunde: Die Herrschaft Gottes ist zu euch gekommen (Lk 11, 20). Dieses Kommen bedeutet letzte Krise der Geschichte und zugleich ihre Vollendung. Alles hängt davon ab, ob der Mensch die Zeichen dieser Zeit erfasst. Den Jüngern ist es gegeben, die Zeichen zu verstehen; der Volksmenge wirft Jesus vor, sie sei unfähig, die Zeichen der Zeit zu deuten. Welche Zeichen? Wer von Jesus Zeichen fordert, erhält nur seine Bußpredigt (Lk 11, 29–30). Dem Sehenden aber sind die Taten und Worte Jesu Zeichen genug; er weiß: Das „Gnadenjahr des Herrn“ ist angebrochen (Lk 4, 18), Gott bietet durch Jesus Vergebung und Versöhnung an. Wer klug ist, nimmt das Angebot an, solange noch „Zeit“ ist.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)

komme ich zu dir

Morgengebet

Guter Gott,

an diesem neuen Morgen komme ich zu dir
mit allem, was mich bewegt,
mit meinen Fragen, meinen Gedanken
und meiner Sehnsucht, dich besser zu verstehen.
Du weißt, dass Worte manchmal schnell verhallen
und vieles, was ich höre, bald wieder vergessen ist.
Darum öffne meine Augen für das,
was du mir zeigst, und mein Herz für das,
was du mich erkennen lässt.
Lass mich nicht nur hören, sondern hinschauen.
Nicht nur verstehen wollen, sondern selbst erfahren.
Nicht nur von Liebe sprechen, sondern Liebe leben.
Nicht nur vom Glauben reden, sondern ihn im Alltag wagen.
Schenke mir heute den Mut, neue Wege zu gehen,
die Geduld, aus meinen Erfahrungen zu lernen,
und die Bereitschaft, dort anzupacken, wo ich gebraucht werde.
Lass mich durch mein Tun begreifen,
was Worte allein nicht vermitteln können.
Lass mich in jeder Begegnung etwas von deiner Liebe entdecken
und durch mein Handeln ein wenig von deinem Licht weitergeben.
Gott, begleite mich durch diesen Tag.
Lass mich aufmerksam sein für das, was du mir zeigst,
offen für das, was ich lernen darf, und bereit für das, was du mir zutraust.
Denn was ich mit dem Herzen erfahre, kann in mir Wurzeln schlagen.
Und was ich in Liebe tue, kann die Welt ein kleines Stück verwandeln.
Amen

Herr, auf dich vertraue ich,
in deine Hände lege ich mein Leben.

Herr wir bitten komm und segne uns lege auf uns deinen Frieden.
Segnend halte Hände über uns. Rühr uns an mit deiner Kraft.

Alles Gute, Aloys