als Zeichen und Wunder

Ich achte die Tugend der Geduld
größer als Zeichen und Wunder.

(Gregor der Große)

Himmel und Hölle
Ein Mann unterhielt sich mit Gott über den Himmel und die Hölle. "Ich werde Dir die Hölle zeigen", sagte Gott und führte den Mann in einen Raum, in dem ein großer Tisch stand. Die Menschen, die am Tisch saßen, waren ausgehungert und verzweifelt. Mitten auf dem Tisch stand eine gewaltige Kasserolle mit einem Eintopf, der so köstlich roch, dass dem Mann der Mund wässrig wurde. Jeder am Tisch hielt einen Löffel mit einem sehr langen Griff. Obwohl die langen Löffel gerade eben die Kasserolle erreichten, waren die Griffe länger als die Arme der potenziellen Esser: Da die Menschen die Nahrung nicht an den Mund führen konnten, konnte niemand etwas essen. Der Mann sah, dass ihr Leiden tatsächlich schrecklich war. "Und jetzt werde ich Dir den Himmel zeigen", sagte der Herr, und sie begaben sich in ein anderes Zimmer, das genauso aussah wie das erste. Dort standen der gleiche große runde Tisch und die gleiche große Kasserolle mit Eintopf. Die Menschen hielten wie die nebenan die gleichen langstieligen Löffel - aber hier waren alle wohlgenährt und rundlich, lachten und unterhielten sich. Der Mann verstand gar nichts. "Es ist einfach, erfordert aber eine gewisse Fähigkeit", sagte der Herr. "In diesem Zimmer, musst Du wissen, haben sie gelernt, einander zu füttern."

„Schmunzeliges“
Der Automechaniker zur Kundin. „Ich fürchte, das Problem ist größer, als sie dachten. Die Batterie braucht nämlich einen neuen Wagen.“

die Taube in der Bibel

Die Taube hat in der Bibel eine vielschichtige symbolische Bedeutung. Sie steht je nach Zusammenhang für Frieden, den Heiligen Geist, Reinheit, Hoffnung und Gottes Nähe.

Frieden und Hoffnung
Die bekannteste Geschichte ist die von Noah und der Arche. Nachdem die Flut zurückgegangen war, ließ Noah eine Taube fliegen. Als sie mit einem frischen Olivenblatt zurückkehrte, war dies das Zeichen, dass das Wasser sank und neues Leben möglich wurde. Die Taube wurde dadurch zum Symbol für:
Frieden
Hoffnung
einen Neuanfang
Gottes Versöhnung mit der Schöpfung

Der Heilige Geist
Im Neues Testament erscheint die Taube bei der Taufe von Jesus von Nazareth. Als Jesus getauft wurde, kam der Heilige Geist „wie eine Taube“ auf ihn herab. Deshalb ist die Taube bis heute eines der bekanntesten Symbole für:
den Heiligen Geist
Gottes Gegenwart
göttliche Führung
Segen

Reinheit und Unschuld
Tauben galten im alten Israel als reine Tiere. Menschen mit geringem Einkommen konnten Tauben als Opfer im Tempel darbringen. Dadurch wurden sie auch zu einem Symbol für:
Reinheit
Demut
Hingabe an Gott

Liebe und Treue
Im Hohelied wird die Taube mehrfach als Bild für Schönheit und Liebe verwendet. Dort werden etwa die Augen der Geliebten mit Tauben verglichen. Die Taube steht hier für:
Liebe
Sanftmut
Treue
Zärtlichkeit

Sanftmut und Weisheit
Jesus sagt zu seinen Jüngern:
„Seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.“ (Evangelium nach Matthäus 10,16)
Hier steht die Taube für:
Ehrlichkeit
Friedfertigkeit
Aufrichtigkeit
ein reines Herz


Psalm 6 für Kinder erklärt

Der Psalm 6 – für Kinder erklärt
Der Psalm 6 ist ein Gebet, in dem ein Mensch Gott erzählt, dass es ihm sehr schlecht geht. Stell dir vor, du bist sehr traurig. Vielleicht hast du Angst, bist krank oder fühlst dich ganz allein. Genau so geht es dem Menschen in Psalm 6. Er spricht mit Gott und sagt: „Bitte sei nicht böse auf mich.“ Er wünscht sich, dass Gott freundlich mit ihm umgeht. „Hilf mir, ich bin schwach.“ Er bittet Gott um Kraft und Trost. „Ich weine viel.“ Er erzählt Gott ehrlich, wie traurig er ist. Gott darf alles wissen – auch unsere Tränen. „Bitte rette mich.“ Er vertraut darauf, dass Gott helfen kann. Am Ende wird er mutiger. Er glaubt: Gott hat mein Gebet gehört und lässt mich nicht allein. Mit Gott kann man über alles sprechen – auch über Angst, Traurigkeit oder Schmerzen. Es ist in Ordnung zu weinen und Gefühle zu zeigen. Gott hört zu, auch wenn wir nicht sofort merken, wie er hilft. Hoffnung kann wachsen, selbst wenn es uns gerade nicht gut geht.

Psalm 6,
Ein Bußgebet in Todesnot
[Für den Chormeister. Mit Saitenspiel nach der Achten. Ein Psalm Davids.]
2 Herr, strafe mich nicht in deinem Zorn /
und züchtige mich nicht in deinem Grimm!
3 Sei mir gnädig, Herr, ich sieche dahin; /
heile mich, Herr, denn meine Glieder zerfallen!
4 Meine Seele ist tief verstört. /
Du aber, Herr, wie lange säumst du noch?
5 Herr, wende dich mir zu und errette mich, /
in deiner Huld bring mir Hilfe!
6 Denn bei den Toten denkt niemand mehr an dich. /
Wer wird dich in der Unterwelt noch preisen?
7 Ich bin erschöpft vom Seufzen, /
jede Nacht benetzen Ströme von Tränen mein Bett, /
ich überschwemme mein Lager mit Tränen.
8 Mein Auge ist getrübt vor Kummer, /
ich bin gealtert wegen all meiner Gegner.
9 Weicht zurück von mir, all ihr Frevler; /
denn der Herr hat mein lautes Weinen gehört.
10 Gehört hat der Herr mein Flehen, /
der Herr nimmt mein Beten an.
11 In Schmach und Verstörung geraten all meine Feinde, /
sie müssen weichen und gehen plötzlich zugrunde.

Im Licht der gesamten Bibel betrachtet,
bringen uns fast alle Psalmen zu Jesus.
Die Psalmen waren sein Gesangbuch.

Die Psalmen singen von der Liebe Gottes,
denn jeder Tag ist ein Zeichen von Gottes Gnade.