treibende Funken

„Herr, gib uns deinen Frieden!“

Die Liebe ist der ursprüngliche und treibende Funke des Guten,
der alle Tugenden belebt.

(Emanuel Swedenborg)

Für die Boten der Hoffnung in der Schöpfung
wollen wir Gott danken und loben.
Die Sonne macht die Tage hell und freundlich.
Gott, wir danken dir.
Die Blumen färben die Erde bunt.
Gott, wir danken dir.
Die Vögel erfüllen die Welt mit Gesang und Freude.
Gott, wir danken dir.
Der blaue Himmel ist über uns wie ein Zelt.
Gott, wir danken dir.
Das aufblühende Leben spendet Mut und Hoffnung.
Gott, wir danken dir.

Der Himmel ist innerhalb des Menschen
und wird dort durch Güte und Erkenntnis eröffnet.

(Emanuel Swedenborg)

Wir brauchen die anderen,
die glauben, wenn wir zweifeln,
die beten, wenn wir nur noch schweigen.
Wir brauchen die anderen,
die mit uns gehen und die wir beanspruchen können,
die mit uns hoffen und bangen,
die nicht aufgeben und nicht verzagen.
Wir brauchen die anderen,
die mit uns vor Dir stehen,
die dich bitten, dich anklagen,
die dich anfragen und dir danken.

Es ist die wichtigste Kunst des Lehrers,
die Freude am Schaffen und am Erkennen zu wecken.

(Albert Schweitzer)

Falls Gott die Welt geschaffen hat,
war seine Hauptsorge sicher nicht, sie so zu machen,
dass wir sie verstehen können.
(Albert Schweitzer)

Man muss vor allem kritisch gegen sich selbst sein.
(Albert Schweitzer)

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Es segne und beschütze uns alle der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Abendgebet

Abendgebet

Oft gibt der Anblick eines schönen Abendhimmels,
der Duft einer Blume der gedrückten Seele
Hoffnung und Lebensmut zurück.


Es segne uns der Gott des Erbarmens:
der Vater, von dem alles Leben ausgeht
die Mutter, die alle in die Arme nimmt
Es segne uns der Gott des Erbarmens:
der Gefährte, der uns begleitet
der Freund, der mit uns geht:
Jesus Christus, Gottes Sohn
Es segne uns der Gott des Erbarmens:
die Lebenskraft, die uns innewohnt
der Geist, der unser Herz bestimmt:
der Heilige Geist Gottes
Er segne uns in allen Höhen in allen Tiefen
jetzt und in alle Ewigkeit. Amen.
(A. Rotzetter)

Herr, auf dich vertraue ich,
in deine Hände lege ich mein Leben.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende
gewähre uns der allmächtige Herr. Amen.

Schlafe gut, Aloys


hat seine Stunde

Alles hat seine Stunde. 
Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit.
Eine Zeit zum Gebären und eine Zeit zum Sterben,
eine Zeit zum Pflanzen und eine Zeit zum Abernten der Pflanzen,
eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen,
eine Zeit für die Klage und eine Zeit für den Tanz;
eine Zeit zum Umarmen und eine Zeit, die Umarmung zu lösen,
eine Zeit zum Suchen und eine Zeit zum Verlieren,
eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden,
eine Zeit zum Lieben und eine Zeit zum Hassen.
Gott hat das alles zu seiner Zeit auf vollkommene Weise getan.
Dem Menschen hat er eine Ahnung von dem riesigen Ausmaß der Zeiträume gegeben,
aber von dem, was Gott in dieser unvorstellbar langen Zeit tut,
kann der einzelne Mensch nur einen winzigen Ausschnitt wahrnehmen und erfassen.

Der Bibeltext Kohelet 3,1-8: Im Leben gibt es zu jeder Sache eine passende Zeit. Die Verse betonen die Gegensätze und die Rhythmen des menschlichen Lebens. Folgende Gegensätze werden aufgeführt:
geborenwerden – sterben, pflanzen – abreißen, töten – heilen, bauen – zerstören, trauern – lachen, weinen – tanzen, suchen – verlieren, sammeln – zerstreuen, zerreißen – zusammennähen, schweigen – reden, lieben – hassen, streiten – versöhnen, schaffen – zerstören, genießen – leiden, umarmen – vermeiden, suchen – verlieren, bewahren – wegwerfen, zubauen – abräumen.
Das Kapitel lädt dazu ein, die verschiedenen Zeiten im Leben zu akzeptieren, Geduld zu üben und Weisheit zu suchen, wann welche Haltung oder Handlung angebracht ist. Es zeigt, dass Veränderung unausweichlich ist und dass man im richtigen Moment handeln oder loslassen soll. Gottes Souveränität und Vorsehung stehen hinter der menschlichen Erfahrung. Das Leben ist geheimnisvoll und dennoch sinnvoll organisiert in festgelegten Zeiten.
Reflektiere deine eigenen Lebensphasen, erkenne, wann Geduld oder Aktivität nötig ist, und suche nach dem gerechten Maß in Entscheidungen, Beziehungen und Zielen.
Kohelet 3,1-8 erinnert daran, dass alles im Leben eine bestimmte, von Gott eingesetzte Zeit hat – eine Reihe von Gegensätzen, die die Vielfalt menschlicher Erfahrungen widerspiegeln.