Frieden Gespräch Dialog

„Herr, gib uns deinen Frieden!“

GEBET
Wo das Gespräch aufhört, hört auch die Beziehung auf.
Was aber für die Beziehung unter Menschen gilt, gilt auch für die Beziehung zu Gott,
denn wir sind und bleiben Geschöpfe, die sich ganz und gar Gott verdanken.
Das geschieht im Gebet, im Danken und Loben.
Beten ist das Atmen der Seele.
So wichtig wie das Atmen für das menschliche Leben,
so wichtig ist das Gebet für das geistige Leben des Menschen.
Wer nicht mehr atmet, ist tot - wer nicht mehr betet, dessen Glaube ist tot.
Wer nur oberflächlich atmet, ist krank –
wer nur oberflächlich betet, dessen Glaube verkümmert.
Deshalb fordert uns Jesus immer wieder auf, zu beten.


Versuche nicht Gott mit dem Verstande zu erreichen, das wird nie gelingen.
Erreiche ihn in der Liebe, das ist möglich.
(Carlo Caretto)

Du bist besonders
Wenn ich dir etwas geben könnte, dann würde ich dir die Fähigkeit geben,
dich selber so zu sehen, wie andere dich sehen –
damit du erkennen kannst, was für ein besonderer Mensch du bist.
(Barbara A. Billings)

„Der Strandwanderer“
„Ein Mann ging eines Abends, um ein wenig zu entspannen, an dem Strand des Meeres spazieren. Sein Blick richtete sich auf die Wellen des Meeres und die langsam untergehende Sommersonne. Plötzlich bemerkte er, dass er mit dem Fuß an etwas gestoßen war und als er genauer hinblickte, bemerkte er vor seinen Füßen ein kleines altes, schon recht verwittertes Säckchen. Und als er es aufhob und seine rechte Hand in es hineinsteckte, so stellte er fest, dass sich in dem Säckchen eine große Meine kleiner Steine befand. Achtlos ließ er die Steine durch seine Hände gleiten und schaute dabei wieder aufs Meer. Dabei beobachtete er die zahlreichen Möwen, die auf den Wellen schaukelten, und warf voller Übermut mit den Steinchen nach den Vögeln. Spielerisch schleuderte er die kleinen Steine ins Meer und einer nach dem anderen versank in den Wogen. Einen einzigen Stein behielt er in seiner Hand und nahm ihn nach seinem Spaziergang mit nach Hause. Wie groß aber war sein Schrecken und Entsetzen, als er beim Schein des Herdfeuers entdeckte, dass der eine Stein, den er behalten hatte, ein herrlich funkelnder Diamant war! Wie gedankenlos hatte er den ungeheuren Schatz verschleudert. Wie von Furien getrieben eilte er zum Strand zurück, um die verlorenen Diamanten zu suchen. Doch vergebens, sie lagen für ihn unerreichbar auf dem Meeresgrund verborgen. Keine Selbstanklage und keine Reue halfen, keine Tränen und keine Vorwürfe konnten ihm den achtlos weggeworfenen Schatz zurückbringen."

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Es segne und beschütze uns alle der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

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