Morgengebet
Herr, ich danke dir für diesen neuen Tag
und dafür, dass ich leben darf.
Ich danke dir für den Reichtum deiner Liebe,
den du mir jeden Tag schenkst.
Danke für die Schönheit der Natur,
die mich staunen lässt.
Danke für die Menschen an meiner Seite,
die mein Leben bereichern.
Danke für die Freude in meinem Herzen
und für all das Gute, das ich erleben darf.
Danke, dass du mir nahe bist
und mich auf meinem Weg begleitest.
Lass mich jeden Morgen neu spüren und erkennen,
dass ich von dir geliebt, angenommen und getragen bin.
Ich bin dankbar für deinen Segen,
für deine Güte und für deine unendliche Liebe.
Begleite mich durch diesen Tag.
Öffne mein Herz für die kleinen und großen Wunder des Lebens
und lass mich deine Liebe auch an andere Menschen weitergeben.
Amen.
Herr, auf dich vertraue ich,
in deine Hände lege ich mein Leben.
Herr wir bitten komm und segne uns lege auf uns deinen Frieden.
Segnend halte Hände über uns. Rühr uns an mit deiner Kraft.
Alles Gute, Aloys
Wasser Symbol in der Bibel
Wasser – ein vielschichtiges Symbol in der Bibel
Wasser hat in der Bibel eine vielschichtige und tiefgründige Bedeutung. Es ist nicht nur eine lebensnotwendige Grundlage der Schöpfung, sondern auch ein bedeutendes Symbol für Gottes Gegenwart, seine Zuwendung und sein Handeln am Menschen. Je nach Zusammenhang steht Wasser für Leben, Reinigung, Erneuerung, Rettung, Gericht und Hoffnung.
1. Leben und Lebensnot
Wasser ist eine grundlegende Voraussetzung für alles Leben. In der Bibel wird es deshalb häufig zum Zeichen für Gottes lebensspendende Gegenwart und Fürsorge. Quellen, Flüsse und Regen stehen für Fruchtbarkeit, Wachstum und Segen. Wo Wasser fließt, kann Leben entstehen und gedeihen. Wo es fehlt, wird die Lebensnot spürbar.
2. Reinigung und Vergebung
Wasser ist ein Symbol für Reinigung und die Beseitigung von Unreinheit. Die rituellen Waschungen im Alten Testament verweisen auf die Notwendigkeit, vor Gott rein zu sein. In der Taufe erhält dieses Bild eine neue, tiefere Bedeutung: Sie steht für die Reinigung von Sünde durch Gottes Gnade und für die Aufnahme in die Gemeinschaft mit Christus.
3. Neubeginn und Erneuerung
Wasser kann auch für einen neuen Anfang und die Erneuerung des Lebens stehen. Besonders deutlich wird dies im Zusammenhang mit dem Wirken des Heiligen Geistes. Das Bild vom „Wasser des Lebens“ verweist auf Gott als Quelle des Lebens, der den Menschen innerlich erneuert und ihm einen neuen Lebensweg eröffnet (vgl. Joh 4,14; Offb 22,1–2).
4. Befreiung und Rettung
Wasser kann sowohl Gefahr als auch Rettung bedeuten. Ein eindrucksvolles Beispiel ist die Teilung des Roten Meeres: Gott führt sein Volk durch das Wasser hindurch in die Freiheit und rettet es aus der Hand der Ägypter (Ex 14). Wasser wird hier zum Zeichen der Befreiung und der machtvollen Hilfe Gottes.
5. Gericht und Zorn
Wasser hat in der Bibel nicht ausschließlich eine positive Bedeutung. Sintflut und zerstörerische Wassermassen können auch für Gericht, Bedrohung und Gottes Zorn stehen. Die Sintflut (Gen 6–9) zeigt, dass Wasser zum Zeichen des Gerichts über die zerstörerische Macht menschlicher Schuld werden kann. Zugleich eröffnet Gott einen Weg zu einem neuen Anfang.
6. Reinigung und Erneuerung des Gottesvolkes
Waschungen und Reinigungsrituale haben im Alten Testament eine wichtige Bedeutung. Sie dienen der Wiederherstellung kultischer Reinheit und der Vorbereitung auf die Begegnung mit Gott. Besonders die Verheißung, Gott werde sein Volk mit reinem Wasser besprengen und ihm ein neues Herz schenken, verbindet äußere Reinigung mit innerer Erneuerung (Ez 36,25–27).
7. Hoffnung und Verheißung
Gerade in den trockenen und wasserarmen Landschaften des biblischen Orients ist Wasser ein starkes Bild der Hoffnung. Quellen, die in der Wüste entspringen, und Ströme, die ausgetrocknetes Land wiederbeleben, stehen für Gottes heilvolles Eingreifen. In den Zukunftsvisionen der Bibel wird das Wasser schließlich zum Zeichen der vollkommenen Wiederherstellung: Ströme des Lebens bringen Heilung und neues Leben (vgl. Ez 47,1–12; Offb 22,1–2).
Zusammenfassend
Wasser ist in der Bibel ein ausgesprochen vielseitiges Symbol. Es kann Leben schenken, reinigen, erneuern und retten, aber auch Gefahr, Gericht und Tod bedeuten. In all diesen Bildern spiegelt sich die Beziehung zwischen Gott und Mensch wider.
Wasser verweist letztlich auf Gott selbst als Quelle des Lebens. Er stillt den Durst, schenkt Reinigung und Vergebung, eröffnet neue Wege und lässt Hoffnung wachsen – selbst dort, wo alles ausgetrocknet und verloren scheint.
„Schmunzeliges“
Was weiß man auf den ersten Blick, wenn man einen gut gekleideten Mann trifft? Seine Frau hat einen guten Geschmack, was die Auswahl der Kleidung betrifft.
Tagesevangelium
Tagesevangelium vom 03. November 2026
Evangelium Lukas 14, 15–24
In jener Zeit sagte einer der Gäste, der zusammen mit Jesus eingeladen worden war, zu ihm:
Selig, wer im Reich Gottes am Mahl teilnehmen darf.
Jesus sagte zu ihm: Ein Mann veranstaltete ein großes Festmahl und lud viele dazu ein.
Zur Stunde des Festmahls schickte er seinen Diener aus und ließ denen, die er eingeladen hatte, sagen:
Kommt, alles ist bereit! Aber alle fingen an, einer nach dem anderen, sich zu entschuldigen.
Der erste ließ ihm sagen: Ich habe einen Acker gekauft und muss dringend gehen und ihn besichtigen.
Bitte, entschuldige mich! Ein anderer sagte:
Ich habe fünf Ochsengespanne gekauft und bin auf dem Weg, um sie zu prüfen.
Bitte, entschuldige mich! Wieder ein anderer sagte:
Ich habe geheiratet und kann deshalb nicht kommen.
Der Diener kehrte zurück und berichtete dies seinem Herrn.
Da wurde der Hausherr zornig und sagte zu seinem Diener:
Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt
und hol die Armen und die Verkrüppelten, die Blinden und die Lahmen hierher!
Und der Diener meldete: Herr, dein Auftrag ist ausgeführt; und es ist immer noch Platz.
Da sagte der Herr zu dem Diener: Geh zu den Wegen und Zäunen
und nötige die Leute hereinzukommen, damit mein Haus voll wird.
Denn ich sage euch: Keiner von denen, die eingeladen waren, wird an meinem Mahl teilnehmen.
…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Dreimal lässt der Hausherr zum Fest einladen: Das erste Mal sind es „viele“; aber jeder von ihnen hat seine Entschuldigung. Dann lässt er die Armen und die Verkrüppelten, die Blinden und die Lahmen herbeiholen, und schließlich, damit das Haus voll werde, die Leute von den Landstraßen draußen vor der Stadt. Dieses Gleichnis trägt Jesus frommen Juden vor, also Menschen, die auf das Heil der messianischen Zeit warten und überzeugt sind, dass es für sie bestimmt ist. Tatsächlich waren sie als Erste eingeladen, aber im entscheidenden Augenblick haben sie nein gesagt. Dass es bei der zweiten und dritten Einladung die Sünder und Heiden sind, die statt der Juden herbeikommen und das Haus füllen, ist zwar nicht ausdrücklich gesagt, aber die spätere Gemeinde hat das Wort sicher mit Recht auf die Heidenmission bezogen. „Ich will, dass mein Haus voll wird“, und: „Keiner von denen, die eingeladen waren, wird an meinem Mahl teilnehmen“ (14, 23 und 24): Demnach wird das Haus voll auch ohne die zuerst Eingeladenen. Sind diese also für immer ausgeschlossen? Man wird das Wort Jesu besser als eine Warnung verstehen, dazu ausgesprochen, den Hörern mit aller Eindringlichkeit zu sagen: Jetzt ist die Zeit der Entscheidung. Nicht der Mensch verfügt darüber, wann die Zeit da ist und wie lange sie dauert.
Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.
(Roger Schulz)

