die wahren Freunde

Trier ist sehr schön!

Die wahren Freunde

Am Morgen seines Geburtstages war der Sohn voller Vorfreude. Er ging zu seinem Vater und sagte: „Papa, ich möchte heute meine Freunde einladen. Bitte ruf sie alle an und sage ihnen, dass sie zu meiner Geburtstagsfeier kommen sollen.“ Der Vater lächelte und versprach, sich darum zu kümmern. Doch als er zum Telefon griff, hatte er eine andere Idee. Er wollte herausfinden, wer wirklich zu seinem Sohn hielt. Deshalb rief er die Freunde an und sagte nicht: „Heute hat mein Sohn Geburtstag, komm zu seiner Feier.“ Stattdessen sagte er: „Mein Sohn ist krank und braucht heute seine Freunde.“ Der Tag verging, und der Sohn wartete gespannt auf seine Gäste. Doch die Tür blieb lange geschlossen. Viele Freunde kamen nicht. Sie hatten nur mit einer Einladung zu einer Feier gerechnet, aber nicht daran gedacht, dass ihr Freund sie in einer schwierigen Situation brauchen könnte. Am Ende klingelte es nur dreimal an der Tür. Drei Freunde standen davor. Sie hatten gehört, dass es dem Sohn nicht gut ging, und waren gekommen, um bei ihm zu sein. Sie brachten keine großen Geschenke mit, sondern ihre Zeit, ihre Hilfe und ihre Freundschaft. Der Sohn war zuerst traurig, dass so wenige gekommen waren. Doch sein Vater sagte zu ihm: „Heute hast du etwas Wichtiges gelernt. Viele Menschen sind gerne bei dir, wenn es etwas zu feiern gibt. Aber wahre Freunde erkennt man daran, dass sie auch bleiben, wenn es schwierig wird.“ Der Sohn schaute seine drei Freunde an und lächelte. Er wusste nun: Freundschaft zeigt sich nicht nur in fröhlichen Momenten, sondern besonders dann, wenn jemand Hilfe und Nähe braucht. Denn wahre Freunde stehen in schweren Zeiten bei.

„Schmunzeliges“
Zwei Fliegen sitzen auf einem Misthaufen. Sagt die eine: „Darf ich dir einen Witz erzählen?“
Sagt die andere: „Lieber nicht – ich esse gerade.“

Tagesevangelium

Tagesevangelium vom 05. August 2026

Evangelium Matthäus 15, 21–28

In jener Zeit zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück.
Und siehe, eine kanaanäische Frau aus jener Gegend kam zu ihm
und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids!
Meine Tochter wird von einem Dämon gequält. Jesus aber gab ihr keine Antwort.
Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Schick sie fort, denn sie schreit hinter uns her!
Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt.
Doch sie kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir!
Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den kleinen Hunden vorzuwerfen.
Da entgegnete sie: Ja, Herr! Aber selbst die kleinen Hunde essen von den Brotkrumen, die vom Tisch ihrer Herren fallen.
Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß.
Es soll dir geschehen, wie du willst. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Das Brot ist für die Kinder da, nicht für die Hunde: Das ist ein hartes Wort für eine Mutter, die um die Heilung ihrer Tochter bittet, in der Überlieferung des Matthäus noch härter als bei Markus. Es ist die Sprache eines Juden gegenüber einer Heidin. Was gab der Frau überhaupt noch den Mut, weiter zu bitten, und was hat Jesus veranlasst, ihre Bitte zu erfüllen? Die Antwort gibt Jesus selbst: „dein Glaube“. Hier wie beim Hauptmann von Kafarnaum (Mt 8, 5–13) zeichnet sich bereits die kommende Entwicklung ab: Das Evangelium findet bei den Heiden mehr Glauben als bei den Juden. Den Jüngern Jesu wird es nicht leicht fallen, das zu begreifen; Jesus hört auf die heidnische Frau und antwortet ihrem Glauben.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)