aus dem Gotteslob

Die Weihnachtszeit
Jesus Christus ist die „Sonne der Gerechtigkeit“ (Mal 3,20) und das „Licht der Welt“ (Joh 8,12). Seine Geburt feiert die Kirche seit dem 4. Jahrhundert am 25. Dezember, in der dunkelsten Zeit des Jahres. Der spätantike Kult des ,unbesiegbaren Sonnengottes‘ (sol invictus) trug dazu bei, Christus als die wahre Sonne der Gerechtigkeit zu verkünden. Weil er, der Sohn Gottes, das Menschsein angenommen hat, lebt er nicht nur mit uns, sondern führt uns in das göttliche Leben. Am 6. Januar feiern wir die Erscheinung (Epiphanie) des Herrn. Auf dreifache Weise wird seine Herrlichkeit offenbar: in der Huldigung der Weisen vor dem neugeborenen Kind, in der Stimme des Vaters bei der Taufe Jesu im Jordan und dem Weinwunder auf der Hoch zeit zu Kana. Zur Weihnachtszeit gehören weitere Feste wie das Fest der Heiligen Familie (Sonntag nach Weihnachten), das Hochfest der Gottesmutter Maria (Neujahr) und das Fest der Taufe des Herrn (Sonntag nach Erscheinung des Herrn). Ein reiches Brauchtum kennzeichnet die Weihnachtszeit: die Feier des Heiligen Abend (Nr. 26), Stephaniritt, Johanneswein, Kindersegnung, Neujahrssingen, Sternsingen mit Haussegnung (C + M + B = Christus Mansionem Benedicat = Christus segne das Haus) …Die liturgische Farbe der Weihnachtszeit ist weiß.
(Gotteslob Seite 235)

Ein besonderer Christbaum

„Weit entfernt von Perfektion, aber von .......“
.... die Gedanken tun gut:


Ein besonderer Christbaum
Er ist nicht besonders gerade und auch nicht wirklich schön. Irgendwie schaffen wir es, das Bäumchen in den Christbaumständer zu stellen und einigermaßen stabil zu platzieren. Und dann fällt sofort ins Auge, was da nicht „passt“: Der Baum hat zwei Spitzen! Die Kinder lächeln und freuen sich sichtlich. Ich dagegen bin verwundert. Wir beginnen den Baum zu schmücken, die beiden Spitzen dekorieren die Kinder besonders ausgiebig und schön. Ich werde lockerer und lasse langsam ab von meiner Vorstellung, wie ein Christbaum aussehen sollte, und beginne zu genießen: die Fröhlichkeit der Kinder, die Vorfreude auf Weihnachten und die Dankbarkeit für das Erkennen, dass Weihnachten ja eigentlich nichts mit Perfektion zu tun hat. Welche Erleichterung! Weihnachten ist ein Fest, das genau dafür die Augen öffnen darf: Es geht nicht um das Äußere – wichtig ist das, was ich mit dem Fest verbinde. Tief in mir. Weihnachten erinnert daran, dass Gott ganz oft da zu finden ist, wo man ihn nicht erwarten würde – wie in einem Kind, das unterwegs auf einer Reise in einem Stall geboren wird. Weit entfernt von Perfektion, aber von Liebe umgeben.