Der Fährmann
Ein Professor, seiner Gelehrtheit wegen weitbekannt, kam einmal auf einer seiner vielen Reisen an einen breiten Fluss, den er überqueren musste, um seinen Weg fortzusetzen. Weit und breit war keine Brücke zu sehen. Nach einiger Zeit des Suchens traf er auf einen Fährmann, den er bat, ihn überzusetzen. Das Boot war niedrig und schmal, und der Professor beobachtete, wie der Mann sich kraftvoll in die Ruder stemmte, wie er an Sandbänken zu seiner Stange griff und das Boot geschickt weiterschob. "Fährmann", fragte der Gelehrte nachdenklich "hast du eigentlich eine Schule besucht?" "Nein, Herr." "Kannst du lesen?" "Nein, Herr." "Hat man dir überhaupt etwas beigebracht?" "Nein Herr." "Dann hast du ja dein halbes Leben vertan!" Schweigend setzten sie die Fahrt fort und näherten sich langsam der Mitte des Flusses. Ein heftiger Wind bewegte das Wasser. Die Wellen wurden höher, und das Boot schwankte immer stärker. Der Wind wurde zum Sturm und das Gesicht des Professors bleich und grün. Jeden Augenblick drohte der Kahn umzukippen. Da rief der Fährmann laut durch das Getöse der Wellen: "Gelehrter Herr, könnt ihr schwimmen?" "Nein" war die verzweifelte Antwort. "Hat man Euch auf der Schule nicht das Schwimmen beigebracht?" Der Professor stöhnte: "Doch, wir haben etwas über das Schwimmen gelesen, aber schwimmen gelernt haben wir nicht." Dann habt ihr nun euer ganzes Leben vertan!"
Mach es gut
"Was Du auch machst, mach es gut.
Mach es so gut, dass Menschen, die Dich sehen,
zurückkommen wollen, um es Dich noch einmal machen zu sehen,
und andere Menschen zu Dir bringen wollen,
um ihnen zu zeigen, wie gut Du es machst."
(Walt Disney)
„Schmunzeliges“
Was macht ein fauler Afrikaner, wenn er Appetit auf Kokosnüsse hat? Er bringt seine Frau auf die Palme.
einen guten Wunsch
Manchmal verspüren wir plötzlich
den Wunsch, einem lieben Menschen
auf unsere eigene Weise einen Engel
zu schicken, einen liebevollen Gedanken,
einen guten Wunsch oder einen kleinen Gruß.
Die stärkste Kraft, die dem Menschen gegeben ist,
entströmt den gefalteten Händen.
(Max Thürkauf)
Keiner erwartet von dir,
dass du die ganze Wüste vor dem Verdursten rettest.
Deine Aufgabe ist es,
dieser einen Blume das Leben zu erhalten.
(afrikanische Weisheit)
„Schmunzeliges“
Fabian bringt seiner Oma einen Strauß roter Rosen. „Ach Junge, die sind aber herrlich“, freut sich die alte Dame, die auch anmerkt, dass es ihre Lieblingsblumen seien. „Du weißt, welche Blumen ich gerne habe. Rote Rosen habe ich ja auch hinten im Garten stehen.“ „Hattest, Oma, … hattest!“
Fastengedanken?
Warum dauert die Fastenzeit eigentlich genau 40 Tage? Die Zahl 40 hat in der Bibel eine hohe Symbolkraft. So wandert Elias 40 Tage zum Berg Horeb (1 Kön 19,8), 40 Tage bleibt Moses auf dem Berg Sinai (Ex 24,18) und 40 Jahre wandern die Israeliten durch die Wüste (Ex 16,35). Die katholische Kirche hat die Dauer der Fastenzeit auf 40 Tage angesetzt, in Anlehnung an das Fasten Jesu in der Wüste: (Mt 4,2). Außerdem wird auch das Fest Christi Himmelfahrt 40 Tage nach Ostern gefeiert (Apg 1,3).
Dass man rechnerisch bei der Zeit von Aschermittwoch bis zum Karsamstag auf 40 Tage kommt, liegt an den ausgesparten Sonntagen. Sonntage zählen nicht zu den Fastentagen. Beim Fasten geht es schließlich nicht um Selbstkasteiung, sondern um ein Überdenken der eigenen Haltung. An den Sonntagen wird immer an die Auferstehung Jesu gedacht und diese auch gefeiert. So dürfen die Sonntage durchaus als Atempausen in der Fastenzeit gelten, an denen man sich ruhig etwas gönnen darf – denn schlechte Laune ist alles andere als christlich, heißt es doch in der Bibel: "Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten." (Mt 6,16)
Durch das Weinen
fließt die Traurigkeit
aus der Seele heraus.
(Thomas von Aquin)
Es gibt viele Gründe, um neu anzufangen,
aber keinen Grund, um aufzugeben.
(Hans Peter Heinzl)
helfen 5. Station
5. Station: Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen
L: Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich.
A: Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.
Manche Hilfe kommt nicht von allein, sie muss eingefordert werden.
Gelingen kann eine solche jedoch nur, wenn der andere sie auch annimmt.
So erwächst eine neue Verbundenheit, lässt Menschen über sich selbst hinauswachsen.
Kann ich Hilfe erfragen? Kann ich Hilfe annehmen?
Kann ich helfen d.h. das Notwendige tun und alles andere lassen?
- Zeit der Stille –
L: Herr Jesus Christus wir bitten dich:
A: Erbarme dich über uns und über die ganze Welt.

