Pietà

Die Pietà (italienisch für „Frömmigkeit, Mitleid“) ist ein zentrales Motiv der christlichen Kunst, das die trauernde Maria mit dem Leichnam Jesu auf ihrem Schoß darstellt. Maria wird oft als Pietà bezeichnet, weil sie als zentrale Figur der Trauer, des Leidens und der mütterlichen Fürsorge dargestellt wird. Maria drückt ihre Trauer, Demut und Mutterliebe aus.

1. Christi Mutter stand mit Schmerzen
bei dem Kreuz und weint von Herzen,
als ihr lieber Sohn da hing.
Durch die Seele voller Trauer,
schneidend unter Todesschauer
jetzt das Schwert des Leidens ging.

2. Welch ein Schmerz der Auserkorenen,
da sie sah den Eingebornen,
wie er mit dem Tode rang.
Angst und Jammer, Qual und Bangen,
alles Leid hielt sie umfangen,
das nur je ein Herz durchdrang.

3. Ach für seiner Brüder Schulden
sah sie Ihn die Marter dulden,
Geißeln, Dornen, Spott und Hohn,
sah ihn trostlos und verlassen,
an dem blutgen Kreuz erblassen,
ihren lieben einzgen Sohn.

4. Drücke deines Sohnes Wunden,
wie du selber sie empfunden,
heilge Mutter in mein Herz.
Dass ich weiß was ich verschuldet,
was dein Sohn für mich erduldet,
gib mir teil an deinem Schmerz.

5. Christus lass bei meinem Sterben
mich mit deiner Mutter erben
Sieg und Preis nach letztem Streit.
Wenn der Leib dann sinkt zur Erde,
gib mir, dass ich teilhaft werde
deiner selgen Herrlichkeit.

Leiden und Sterben Christi

Karfreitag
… aus dem Gotteslob (siehe 308)


Die Feier vom Leiden und Sterben Christi
In der Feier zur „neunten Stunde“ stehen das Erlösungsleiden und das Kreuz des Herrn im Mittelpunkt.
Da die Drei Österlichen Tage eine einzige große Feier bilden,
knüpft der Einzug in Stille an die stille Entlassung am Gründonnerstag an.
Alle knien nieder und verharren in stillem Gebet.
Jene, die einen liturgischen Dienst ausüben, werfen sich nieder oder knien.
Die folgenden Lesungen und die Leidensgeschichte nach Johannes deuten den Tod Jesu und bezeugen,
dass Gott auch angesichts menschlicher Gewalt Heil wirkt und seine Nähe nicht versagt.
In den Großen Fürbitten tragen die Gläubigen die Anliegen aus Kirche und Welt vor Gott
und bekennen damit die Kraft des Leidens Christi für das Heil der ganzen Welt.
In der Verehrung des Kreuzes bekunden sie ihre Verbundenheit mit dem Herrn
und beten den an, der den Tod überwunden hat.
Es folgt die Kommunion mit den in der Abendmahlsmesse konsekrierten Hostien.

Seht, das Holz
an dem der Herr gehangen,
das Heil der Welt.
Kommt, lasset uns anbeten!