Tagesevangelium vom 16. Juni 2026
Evangelium Matthäus 5, 43–48
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.
Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen,
damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet;
denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten
und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben,
welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten?
Tun das nicht auch die Zöllner?
Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes?
Tun das nicht auch die Heiden?
Seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist!
…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Das Alte Testament kennt das Gebot, den Nächsten zu lieben wie sich selbst (Lev 19, 18.34). Es enthält aber kein Gebot, den Feind zu hassen. Ein solches konnte sich freilich aus der Beschränkung der Nächstenliebe ergeben; tatsächlich schreibt die Regel der jüdischen Sekte von Qumram vor; „… alle Söhne der Finsternis zu hassen, jeden nach seiner Verschuldung in Gottes Rache“. Solange ich frage: Wer ist mein Nächster? Wer ist mein Feind? Wer sind die Söhne der Finsternis?, und solange es von der Beantwortung dieser Frage abhängt, ob ich einen Menschen liebe oder nicht, habe ich die Absicht des mosaischen Gesetzes und erst recht die in Jesus offenbar gewordene neue Gerechtigkeit nicht verstanden. Der Hass beginnt ja nicht erst beim Mord, sondern bei den kleinen Lieblosigkeiten, die ich mir täglich erlaube, wenn der Mitmensch für mich eben nur der andere, nicht aber der Nächste ist. „Der andere, das ist die Hölle“, wurde mit Recht gesagt. Und es muss hinzugefügt werden: Der Nächste, das ist der Himmel. Die Nächstenliebe ist das Band, das alle verbindet, die Gott nach seinem Bild und Gleichnis geschaffen und zur ewigen Liebe bestimmt hat. Der Feind, der geliebt wird, ist kein Feind mehr, deshalb hat Gott keine Feinde – wenn es auch Menschen gibt, die sich als solche gebärden.
Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.
(Roger Schulz)
selbst in die Nähe Gottes
Wer dafür arbeitet, Menschen für Gott zu gewinnen,
wird selbst in die Nähe Gottes kommen.“
(Don Bocso)
„Schmunzeliges“
Auf dem Heimweg vom Viehmarkt besucht ein Bauer einige Gasthäuser und kommt erst spät abends heim. Da hört er schon von weitem seine Kühe im Stall brüllen. Der Bauer geht gleich in den Stall und sagt entschuldigend: „Gell, ihr armen Kühe, Durst ist etwas Schlimmes!“
Gott segne deine Wege,
damit du sie gehen kannst
mit Mut und Zuversicht
und mit ganz viel Vertrauen.
Gott segne dein Leben,
damit es schön werde und bunt,
reich an Freude, an Glück
und an Geborgenheit.
Gott segne dein Herz,
damit es stark werde im Glauben,
froh in der Hoffnung,
treu in der Liebe.
„Schmunzeliges“
Fährt ein Mann zur Tankstelle: "Wie viel kostet ein Tropfen Benzin?"
"Nichts" "Also, dann tropfen Sie mir bitte den Tank voll!"
Verzeihen und Freude
Die Entlassung eines Strafgefangenen nahte. Der Kontakt mit seinem Zuhause war immer spärlicher geworden. Würde man ihn wieder aufnehmen, in die entbehrte Geborgenheit? Er hatte richtige Angst vor einer verneinenden Antwort. Er wollte dann erneut und sofort aufbrechen, für immer, und das Zuhause vergessen. Er bettelte um ein Zeichen: Hängt in den Apfelbaum auf dem Hügel, den man von Zug aus am ehesten sieht, ein grosses buntes Tuch zum Zeichen, dass ich heimkehren darf. Er harrte in der Bahn gespannt. Er starrte in die Kurve. Da schoss plötzlich der Apfelbaum auf dem Hügel in seine Augen. Er war mit tausend bunten Tüchern behängt. Sie blühten ihm restloses Verzeihen und willkommene Freude entgegen.
begnadeter Mensch
DANKE
Wer in guten Begegnungen sich erinnern lässt an die
wohlwollende Art Gottes, ist ein glücklicher Mensch.
Wer mit offenem Herzen sich überraschen lässt
von den Zufällen Gottes, ist ein lebendiger Mensch.
Wer mit großen Augen vor den Wundern Gottes
staunt wie ein Kind, ist ein gesegneter Mensch.
Wer mit hörendem Herzen sich ansprechen lässt
von den Zusagen Gottes, ist ein reicher Mensch.
Wer mit zärtlicher Kraft sich helfen lässt
von den Freunden Gottes, ist ein begnadeter Mensch.
(Paul Weismantel)
Die Liebe lebt vom Wunder, nicht vom Recht.
(Christine Busta)
Du kannst dich den ganzen Tag ärgern,
aber du bist dazu nicht verpflichtet.
Barmherziger Gott und Vater,
Schöpfer des Himmels und der Erde.
Mann und Frau hast du als dein Abbild geschaffen.
Du bist den Menschen aller Völker und aller Zeiten nahe .
Wir preisen dich.
Israel hast du zu deinem Volk erwählt
und mit ihnen einen bleibenden Bund geschlossen.
In der Fülle der Zeit hast du Jesus, deinen Sohn, gesandt
und bist in ihm die Wege der Menschen gegangen.
Wir danken dir.
In der Kraft des Geistes begleitest du deine Kirche.
Du beschenkst sie mit der Vielfalt seiner Gaben.
Sie ist die Kirche der Heiligen und der Sünder,
aber du bleibst ihr treu auf dem Weg ins dritte Jahrtausend.
Wir vertrauen auf dir.
Lass dein Reich schon in unserer Zeit spürbar werden:
durch Wahrheit und Liebe unter den Menschen,
durch Gerechtigkeit und Friede zwischen den Völkern.
Darum bitten wir dich durch Jesus Christus,
unseren Bruder und Herrn. AMEN.
(Gebet auf dem Weg zum Jahr 2000)
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
3 x „SCHMUNZELIGES“
1. „Dass du auch immer anderer Meinung sein musst!“, schimpft der Ehemann. „Aber Schatz, das ist doch auch gut so, sonst hätten wir beide immer unrecht!“
2. Zwei befreundete Busfahrer machen aus, das wenn einer stirbt, er versucht, mit dem Anderen in Kontakt zu treten. Nach einigen Jahren tritt dieser Fall ein. Circa 14 Tage nach dessen Beerdigung wird der andere in der Nacht wach. Das Schlafzimmer ist hell erleuchtet und sein Freund steht vor ihm. Nach einem ausführlichen Gespräch fragt der überlebende Busfahrer, ob es im Himmel auch Buslinien gäbe. Ja, meint der andere. Wie denn das Fahren so sei, fragt wieder der überlebende Busfahrer. Och, sehr gut, keine Probleme mit den Fahrzeiten, alles kostenlos, keine nörgelnden Fahrgäste und alles bestens. Das ist ja super, meint der eine wieder. "Ja", meint der andere Busfahrer, "aber eine schlechte Nachricht habe ich für dich!" "Was denn für eine?" "Ab Montag bist du bei uns mit im Dienstplan vorgesehen!"
3. Auf einem Tandem fahrend, gerät ein Vampir in eine Verkehrskontrolle. Ein Polizist fragt: „Guten Abend, haben Sie etwas getrunken?“ - „Nur zwei Radler.“
Es segne und begleite uns der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen

