Bibellesen

Bibellesen in Gemeinschaft (Gotteslob Seite 28)
Neben der persönlichen Schriftlesung ist das Bibellesen in Gemeinschaft bedeutsam für das Leben der Kirche. Menschen, die miteinander die Heilige Schrift bedenken, helfen sich gegenseitig, Gottes Wort zu verstehen und für ihr Leben fruchtbar zu machen. Ein Weg, der zu Meditation und Gebet führt, ist das Bibel-Teilen:

Gebet / Lied
Ein Gebet oder Lied (z. B. Nr. 7,1; 7,2; 7,4) öffnet die Gemeinschaft für die Ge gen wart Gottes und für das Wirken des Heiligen Geistes.

Lesen des Textes
Ein Mitglied der Gruppe liest den Schrifttext vor, der allen vorliegen soll.

Verweilen beim Text
Die Teilnehmenden wiederholen einzelne Worte oder Aussagen, von denen sie besonders angesprochen sind.

Schweigen
nachdem der Text noch einmal vorgelesen wurde, wird er in einer Zeit der Stille bedacht und mit dem eigenen Leben in Beziehung gebracht.

Miteinander Teilen
Alle teilen einander mit, was Gottes Wort in ihnen ausgelöst hat, und achten die Verschiedenheit ihrer Gedanken.

Gottes Auftrag
Die Teilnehmenden besprechen konkrete Schritte zur Gestaltung ihres Alltags, die sich aus dem Schrifttext er geben

ohne Übertreibung

Nehmen wir uns nicht zu viel vor. 
Es genügt die friedliche und ruhige Suche
nach dem Guten an jedem Tag,
zu jeder Stunde, aber ohne Übertreibung und Ungeduld.

(Johannes XXIII.)

Das handliche Kreuz
Eine Legende berichtet, wie Gott Erbarmen hatte mit einem Menschen, der sich über sein zu schweres Kreuz beklagte. Er führte ihn in einen Raum, wo alle Kreuze der Menschen aufgestellt waren, und sagte zu ihm: „Wähle!“. Der Mensch machte sich auf die Suche. Da sah er ein ganz dünnes Kreuz, das jedoch sehr lang war. Er sah ein ganz kleines, aber als er es aufheben wollte, war es schwer wie Blei. Da sah er eins, das gefiel ihm, und er legte es auf seine Schultern. Doch da merkte er, dass das Kreuz an der Stelle, wo es auf der Schulter auflag, eine scharfe Spitze hatte, die ihm wie ein Dorn ins Fleisch drang. So hatte jedes Kreuz etwas Unangenehmes. Als er fast alle Kreuze durchgesehen hatte, entdeckte er noch eins, das versteckt stand. Das war nicht zu schwer, nicht zu leicht, so richtig handlich, wie geschaffen für ihn. Dieses Kreuz wollte er in Zukunft tragen. Als er näher hinschaute, merkte er, dass es ein Kreuz war, das er bislang getragen hatte.
(nach Adalbert von Chamisso)

Es gibt nichts Wertvolleres als diesen Tag.
(Johann Wolfgang von Goethe)

„Schmunzeliges“
Der Fahrer eines Kleinwagens verlangt vom Tankwart: „Fünf Liter Benzin und ein bisschen Öl. Darauf der Tankwart sehr höflich: „ Soll ich auch mal kurz in die Reifen pusten?“