9. Station

9. STATION: Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz

V Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich.
A Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.
L Der Herr ist zu Tode erschöpft und bricht zum dritten Mal unter der Last des Kreuzes zusammen. Doch er will das Werk vollenden, das der Vater ihm aufgetragen hat. So rafft er sich mit letzter Kraft noch einmal auf.


V In den Staub gebeugt ist meine Seele.
A Mein Leib ist zu Boden getreten.
V Die Schuld der Menschen hat sich über mich gehäuft.
A Sie drückt mich nieder wie eine schwere Last. STILLE

L Auch wir sind noch nicht am Ziel; wir sind unterwegs, oft einsam und verlassen. Die Stunde, da alles umsonst scheint und uns der letzte Mut verlässt, kann auch für uns kommen.
V Herr Jesus, du bist ein drittes Mal unter der Last unserer Sünden zu Boden gestürzt und hast dich wieder aufgerafft. Wir bitten dich:
A Erbarme dich über uns und über die ganze Welt.

Frühling geworden

Es war Frühling geworden.
Da war ein wunderschöner Garten. Allerdings gehörte er einem Riesen. Doch zum Glück war der schon lange nicht mehr daheim gewesen. Niemand hatte ihn die letzten sieben Jahre gesehen So konnten die Kinder im Garten spielen. Jeden Tag nach der Schule waren sie da. Doch eines Tages stand der Riese plötzlich im Garten. "Was tut ihr hier?", brüllte er. Die Kinder flüchteten und trauten sich nicht wieder zurück. Eine Mauer baute der Riese um seinen Garten, und ein Schild stellte er auf mit der Aufschrift: "Unbefugtes Betreten dieses Grundstückes ist bei Strafe verboten!" Er war eben ein sehr eigensüchtiger Riese. Es wurde Frühling. Im Garten des eigensüchtigen Riesen blieb es Winter. Einmal steckte eine schöne Blume das Blütenköpfchen aus dem Schnee; doch als sie das Schild sah, verschwand sie wieder. Es wurde Sommer. Im Garten des Riesen blieb es Winter. Es wurde Herbst. Im Garten des Riesen tobten weiterhin Hagel, Frost und Schnee. Traurig blieb der Riese nur noch in seinem Bett liegen. Eines Morgens hörte er durch sein Fenster wunderbare Musik klingen. Es war ein kleiner Vogel, der im Garten sang. Der Riese stieg aus seinem Bett, schaute aus dem Fenster. Es war Frühling geworden. Wie das? Kinder sah er im Garten. Sie waren durch ein Loch in der Mauer hereingekrochen. Sie hatten den Frühling mitgebracht. "Welch ein herrlicher Anblick", flüsterte der Riese gerührt, "Jetzt weiß ich, warum der Frühling nie mehr kam." Doch da, in einer Ecke des Gartens herrschte noch der bitterkalte Winter. Der Riese sah einen traurigen Jungen, der vergeblich versuchte, auf einen Baum zu steigen. Er war zu klein und weinte. Der Riese ging hinunter, nahm den kleinen Jungen auf seine Hand und setzte ihn auf den Baum. Im selben Augenblick begann der Baum zu blühen und die Vögel sangen. Der Junge breitete die Arme aus und küsste den Riesen. Es war Frühling geworden. (nach Oscar Wilde)


viel Glauben und Liebe

Gebetshaltung
Es kommt beim Beten nicht darauf an, dass es lange dauert.
Ein Augenblick am Morgen, dem Gebete geschenkt,
kann uns mit Geistesnahrung für den ganzen Tag versehen.
Aber dies Gebet muss mehr Sache des Herzens als des Verstandes,
weniger Arbeit der Vernunft als Bewegung des Willens sein
und fordert viel Glauben und Liebe und wenig künstlich zurechtgelegtes Nachdenken.
(F. de Mothe Fénelon)

NACH DEM ESSEN

Gott, du unser Vater, erhöre unser Gebet:
Wir gehören zu dem einen Drittel der Menschheit, dem es gut geht:
Wir haben Arbeit und Auskommen.
Lass uns mit dem zufrieden sein,
was uns täglich zukommt und geschenkt wird,
und uns in unseren persönlichen Ansprüchen bescheiden.
Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Menschen, die mit sich im Frieden sind,
tun das, was zu tun ist,
ruhig und gelassen.
Darum: Versöhne dich mit dir.


Wenn man mit Geld auch viel erreichen kann,
so bewirkt das Gebet doch alles
und triumphiert über alles.
(Don Bosco)

Steck dein Interesse nicht ins Geld,
sondern dein Geld in dein Interesse.

(Oliver Wendell Holmes)

„Schmunzeliges“
Der Richter wendet sich an den Kläger: „Erkennen Sie in dem Angeklagten den Mann wieder, der Ihr Auto gestohlen hat?“ Darauf der Kläger: „Wissen Sie, Herr Richter, so wie der Verteidiger des Angeklagten gesprochen hat, bin ich mir nicht mehr sicher, je ein Auto besessen zu haben!“