kann dir die Brücke bauen

„Herr, gib uns deinen Frieden!“

Niemand kann dir die Brücke bauen, auf der gerade du
über den Fluss des Lebens schreiten musst, niemand außer dir allein.

(Friedrich Nietzsche)

Ein Wort kann sein...
Ein Wort kann sein:
Ein Wegweiser, eine Brücke, ein Schlüssel,
ein Pflaster für eine Wunde, ein warmer Mantel gegen die Kälte,
ein brennendes Streichholz in der Dunkelheit, ein Regenbogen ...
Ein Wort kann aber auch sein:
ein Sperrschild ein Schlagbaum, ein Vorhängeschloss, eine Ohrfeige
eine kalte Dusche ein Luftzug, der das Licht auslöscht, eine platzende Seifenblase ...
Ich möchte Worte finden:
Worte, die weiterhelfen.
Worte, die Verbindung schaffen.
Worte, die aufschließen.
Worte, die nicht verletzen.
Worte, die wärmen.
Worte, die Angst vertreiben.
Worte, auf die man sich verlassen kann ...

Der Herr sei vor dir,
um dir den rechten Weg zu zeigen.
Der Herr sei neben dir,
um dich in die Arme zu schließen und dich zu schützen.
Der Herr sei hinter dir,
um dich zu bewahren vor der Heimtücke des Bösen.
Der Herr sei unter dir,
um dich aufzufangen, wenn du fällst.
Der Herr sei in dir,
um dich zu trösten, wenn du traurig bist.
Der Herr sei über dir,
um dich zu segnen.
So segne dich der gütige Gott.
(altchristliches Segensgebet)

Sag nicht alles was du weißt,
aber wisse alles, was du sagst.
(Matthias Claudius)

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Es segne und beschütze uns alle der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

schenke Hoffnung Abendgebet

Gesegnete Nacht

Gott, ich bin nicht allein. Du bist da.
Du verbindest uns miteinander.
Wir kommen zu dir mit allem, was uns bewegt.
Stärke die Kranken.
Tröste die Ängstlichen.
Sei nahe den Einsamen.
Schenke Hoffnung allen Menschen und der ganzen Erde.

Herr, auf dich vertraue ich,
in deine Hände lege ich mein Leben.

Gott hat nicht darauf gewartet,
dass wir zu ihm gehen,
sondern er selbst ist auf uns zugekommen,
ohne Berechnung, ohne Maß,
Gott ist so: Er macht immer den ersten Schritt,
er kommt auf uns zu.

Herzliche Grüße, Aloys



Hänsel und Gretel

Hänsel und Gretel
Es war einmal ein armes, kleines Mädchen namens Gretel und sein Bruder Hänsel. Sie lebten mit ihrem Vater und einer bösen Stiefmutter in einem kleinen Haus am Wald. Die Stiefmutter meinte, die Familie habe zu wenig zu essen, und flüsterte dem Vater zu, die Kinder im Wald auszusetzen.
Hänsel hörte das zuerst, sammelte heimlich weiße Kieselsteine und ließ sie auf dem Weg fallen, als sie durch den Wald gingen. Nachts leuchteten die Kieselsteine wie Sterne, und die Kinder fanden den Weg nach Hause zurück. Doch die Stiefmutter ließ es sich nicht zweimal sagen und brachte sie wieder in den Wald, diesmal ohne Kieselsteine.
Diesmal hob Hänsel Brotkrumen auf den Weg, damit sie den Weg wiederfinden könnten. Leider fraßen die Vögel die Brotkrumen und die Kinder verloren die Orientierung. Im Wald fanden sie schließlich ein süßes, großes Häuschen—aus Zucker, Honig und Brot. Sie freuten sich und begannen zu essen.
Das Häuschen gehörte einer alten Hexe, die die Kinder in einen Käfig sperren wollte und Hänsel mästen, damit sie ihn essen könne. Gretel war klug: Sie tat so, als wolle sie dem Häuschen helfen, und die Hexe musste hintesten, die Tür öffnen. Gretel schubste die Hexe in den Backofen und rettete Hänsel.
Sie fanden Schmuck und Reichtum in der Hexenhütte, aber wichtiger war, dass sie wieder nach Hause zurückfanden. Der Vater hatte sich inzwischen geändert und war dankbar, dass seine Kinder wieder bei ihm waren. Die Stiefmutter war nicht mehr da, und so lebten Hänsel und Gretel fortan sicherer und glücklicher.
Moral der Geschichte: Mut, Klugheit und Zusammenhalt helfen, auch in schweren Zeiten. Und manchmal geht es erst schlecht, damit es wieder gut wird. Ende.