Tagesevangelium vom 11. April 2026
Evangelium Markus 16, 9–15
Als Jesus am frühen Morgen des ersten Wochentages auferstanden war,
erschien er zuerst Maria aus Mágdala, aus der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte.
Sie ging und berichtete es denen, die mit ihm zusammengewesen waren und die nun klagten und weinten.
Als sie hörten, er lebe und sei von ihr gesehen worden, glaubten sie es nicht.
Darauf erschien er in einer anderen Gestalt zweien von ihnen,
als sie unterwegs waren und aufs Land gehen wollten.
Auch sie gingen und berichteten es den anderen und auch ihnen glaubte man nicht.
Später erschien Jesus den Elf selbst, als sie bei Tisch waren;
er tadelte ihren Unglauben und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten,
die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten.
Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt
und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung!
…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Es kann als sicher gelten, dass das Markusevangelium ursprünglich bei 16, 8 abbrach. 16, 9 kann nicht als Fortsetzung von Vers 8 verstanden werden, und der ganze Abschnitt Vers 9–20 fehlt in den ältesten Handschriften; er wurde nachträglich aus anderen Osterberichten zusammengestellt, wohl aus der Überzeugung heraus, dass ein Evangelium nicht schließen könne, ohne die Begegnung des Auferstanden mit seinen Zeugen zu berichten. Wichtig sind in diesem Anhang zum Markusevangelium zwei Dinge: 1. Nochmals wird der hartnäckige Unglaube der Jünger erwähnt (V. 11.13.14); diese Menschen wird der Geist Gottes (nicht ihr eigener Geist) zu Zeugen der Auferstehung und Boten des Evangeliums machen, er wird ihren Unglauben dadurch überwinden, dass er sie in den Dienst des Glaubens stellt. 2. Die Auferstehung und Erhöhung Jesu erreicht ihr Ziel erst darin, dass in der ganzen Welt das Evangelium verkündigt wird (vgl. V. 19–20). Nicht für sich selbst ist Jesus gestorben und auferweckt worden, sondern „für uns Menschen und zu unserem Heil“
Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.
(Roger Schulz)
Bitten
Wir sind immer eingeladen vertrauensvoll zu bitten.
„Bittet und es wird euch gegeben“, sagt Jesus (Mt 7,7)
Christus hat uns die Sorge für die ganze Welt anvertraut. Darum rufen wir zu ihm:
1. Mache uns Miteinander zu Orten der Geborgenheit, des Wohlwollens und zu einer Quelle der Hoffnung für die Menschen.
Jesus, du Freund der Menschen, wir bitten dich.
2. Für die Mächtigen dieser Welt: Leite ihre Schritte zu Frieden, Freiheit und Versöhnung.
Jesus, du Freund der Menschen, wir bitten dich.
3. Für alle Unglücklichen, Schwachen und Notleidenden: Lass sie Beistand und Unterstützung erfahren.
Jesus, du Freund der Menschen, wir bitten dich.
4. Stärke die Bemühungen um die Bewahrung der wunderbaren Schöpfung.
Jesus, du Freund der Menschen, wir bitten dich.
5. Stärke mit viel Kraft und Freude jene Menschen, die pflegen, begleiten, liebevoll für ihre Mitmenschen da sind.
Jesus, du Freund der Menschen, wir bitten dich.
6. Für die Boten des Glaubens, die vielfach behindert werden in der Erfüllung ihres Auftrags.
Jesus, du Freund der Menschen, wir bitten dich.
7. Wir erleben den Wahlkampf. Bitten wir um ein respektvolles und achtsames Miteinander.
Jesus, du Freund der Menschen, wir bitten dich.
8. Mögen alle kranken Mitmenschen viel Unterstützung erfahren und bald gesund werden.
Jesus, du Freund der Menschen, wir bitten dich.
9. Schenke viel Freude und ein schönes Miteinander, die in diesen Tagen Karneval feiern.
Jesus, du Freund der Menschen, wir bitten dich.
10. Für unsere verstorbenen Angehörigen und Freunde: Schenke ihnen das ewige Leben.
Jesus, du Freund der Menschen, wir bitten dich.
Denn du willst, dass wir das Leben haben und es in Fülle haben. Dir sei Lobpreis und Dank jetzt und in Ewigkeit. Amen.
Beten wir wie Jesus:
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit. Amen
Herr wir bitten komm und segne uns,
lege auf uns deinen Frieden.
Segnend halte Hände über uns.
Rühr uns an mit deiner Kraft.
Klage der Psalm 120
Der Psalm 120
Der Psalm 120 ist ein Klagepsalm, Teil der sogenannten Psalmen der Korachiten. Er beginnt mit einer Klage um Hilfe aus dem Land der Lügen und Täuschung und endet mit dem Wunsch nach Frieden. Insgesamt drückt er Sehnsucht nach Frieden und Gottes Hilfe aus, während der Sprecher sich von Verleumdungen und Feindschaften distanziert.
120,1 Ein Hilferuf gegen Verleumder
[Ein Wallfahrtslied.] Ich rief zum Herrn in meiner Not /
und er hat mich erhört.
2 Herr, rette mein Leben vor Lügnern, /
rette es vor falschen Zungen!
3 Was soll er dir tun, was alles dir antun, /
du falsche Zunge?
4 Scharfe Pfeile von Kriegerhand /
und glühende Ginsterkohlen dazu.
5 Weh mir, dass ich als Fremder in Meschech bin /
und bei den Zelten von Kedar wohnen muss!
6 Ich muss schon allzu lange wohnen /
bei Leuten, die den Frieden hassen.
7 Ich verhalte mich friedlich; /
doch ich brauche nur zu reden, dann suchen sie Hader und Streit.
Im Licht der gesamten Bibel betrachtet,
bringen uns fast alle Psalmen zu Jesus.
Die Psalmen waren sein Gesangbuch.
Die Psalmen singen von der Liebe Gottes,
denn jeder Tag ist ein Zeichen von Gottes Gnade.

