Summe des Erlebten

Leben ist nicht die Summe der Zeit, 
sondern die Summe des Erlebten.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Licht bedeutet nicht, dass es keine Nacht mehr gibt,
aber es bedeutet, dass die Nacht erhellt und überwunden werden kann.

(Heinrich Fries)

„SCHMUNZELIGES“
An der Wohnungstür läutet es. Die Ehefrau öffnet die Tür und kehrt nach kurzer Zeit zu ihrem Mann, der auf der Couch sitzt, zurück und fragt: „Vor der Tür steht ein junger Mann von der Freiwilligen Feuerwehr. Er bittet um eine Spende. Was kann ich ihm geben?“ - „Naja, gib ihm halt 'nen Eimer Wasser!“

Zu Weihnachten wünsche ich dir:
dass jede Gottesgabe in Dir wachse
und sie Dir mit den Jahren helfe,
die Herzen jener froh und glücklich zu machen,
die Dir nahe stehen und die Du liebst;
dass Du jenen Licht und Hoffnung bringst,
die im Dunkeln stehen und hoffnungslos sind;
dass Du jenen zur Seite stehst, die auf Dich bauen,
dass Du selbst immer einen wahren Freund findest,
dass Du allzeit darauf vertraust,
dass die Liebe und Güte des Menschensohnes
Dich umgibt und sein Lächeln Dich begleitet.

Ich will wachen, wenn Du müde bist
Ich will erinnern, wenn Du vergisst.
Ich will schweigen, wenn Du Recht hast.
Ich will sprechen, wenn Du irrst.
Ich will vorangehen, wenn Du zögerst.
Ich will stark sein, wenn Du versagst.
Ich will gehen, wenn Du allein sein musst.
Ich werde aber immer da sein, wenn Du mich brauchst

„SCHMUNZELIGES“
Im Deutschunterricht sagt die Lehrerin zu Mattes: „Nenne mir doch bitte alle Zeitformen von „Ich esse.““ – „Ich esse, ich aß, ich habe gegessen, ich bin satt!

in unserem Herzen

Eine gute Zeit fällt nicht vom Himmel.
Wir schaffen sie uns selbst.
Sie liegt bereits in unserem Herzen.
(Fjodor M. Dostojewski)

Glauben bedeutet, sich bereits in Voraus auf etwas zu verlassen,
was erst im Nachhinein einen Sinn ergibt.

(Philip Yancey)

Der Stern im Blick,
Verheißung im Herzen,
drei Gaben im Gepäck:
Weihrauch dem Gott.
Berühr unsere Seele.
Gold dem König.
Verändere die Welt.
Myrrhe dem Menschen.
Versteh unsere Fragen.
Und fehlen Weihrauch, Myrrhe, Gold,
schenken wir uns dem König,
dem Kind, schenken uns selbst.

„SCHMUNZELIGES“
Karl zu Willy: „Früher hat mich mein Hund mit lautem Gebell begrüßt und meine Frau mir die Pantoffeln gebracht. „ – „Und heute?“ „Jetzt haben sie die Rollen getauscht.“

Weihnachten
Das ist das Wunder der Heiligen Nacht:
Das Kind nimmt unser Leben in seine Hände,
um es nie wieder loszulassen.
(Friedrich von Bodelschwingh)

„SCHMUNZELIGES“
Ich weiß nun, wie ich meine Katzen auseinanderhalten kann!“ – „Wie denn?“ – „Die weiße hat kleinere Ohren als die schwarze!“

ein Esel geht

… eine schöne Geschichte

Ein Esel geht nach Bethlehem

Zu jener Zeit, als über dem Stall von Bethlehem ein heller Stern stand, ging ein Raunen durch das Land: Ein Kind ist geboren in einem ärmlichen Stall. Es soll der neue König sein. Ein König in einer Krippe aus Heu und Stroh? Ungläubig schüttelten die Leute die Köpfe. Doch ein jeder, der an den König glaubte, machte sich auf den Weg nach Bethlehem. Auch ein kleiner Esel wollte dorthin gehen. Aber sein Herr sagte: »Das ist doch Unsinn. Ein König wird in einem Palast geboren und nicht in einem Stall.« Und er verbot dem Esel, nach Bethlehem zu gehen. Da der Glaube des kleinen Esels so stark war, blieb ihm nichts anderes übrig, als sich in der Nacht unbemerkt davonzustehlen. Er fürchtete sich in der Dunkelheit und wäre am liebsten gleich wieder umgekehrt. Doch wollte er nicht den neuen König begrüßen? Gewiss wird dieser mich freundlich anlächeln, dachte der kleine Esel. Und bei diesem Gedanken verflog seine Angst.Und der kleine Esel ging weiter, Schritt für Schritt nach Bethlehem. Steile Hügel musste er überwinden, und die Wege waren oft sehr steinig. Doch der Esel achtete nicht darauf. Er dachte nur an den König, den er begrüßen wollte. Unterwegs begegnete er vielen Tieren. „Wohin gehst du, kleiner Esel?“, fragte ihn ein Kamel. „Nach Bethlehem! Ein König soll dort geboren sein. Ich will ihn begrüßen. Darüber wird sich der neue König freuen und mich anlächeln.“ „Was bildest du dir nur ein, du Esel! Der König wird dich niemals anlächeln. Davonjagen wird er dich, weil du nur ein einfältiges Tier bist“, sprach das Kamel und stapfte weiter. Traurig blickte der kleine Esel dem Kamel nach. Was sollte er tun? Sollte er weitergehen? Oder lieber umkehren? Da erinnerte er sich, was erzählt wurde. Engel in goldenen Gewändern waren den Hirten auf dem Felde erschienen. Sie hatten von dem neuen König gesungen und von Frieden auf Erden. Ein König, welcher Engel vorausschickt, damit sie sein Kommen ankündigen und Frieden auf Erden verheißen, der wird mich nicht fortjagen«, sagte der kleine Esel bei sich. Und zuversichtlich trottete er weiter, Schritt für Schritt nach Bethlehem. Auf einer Anhöhe stand ein Löwe. Geringschätzig musterte er den Esel, der einen König begrüßen wollte, und sprach: »Nur mich wird der neue König anschauen, bin ich doch ein gewaltiges Tier, du aber bist ein Nichts.« Der Löwe schüttelte seine prächtige Mähne und sprang davon. Verschüchtert blieb der kleine Esel stehen. Eine Hyäne trat ihm in den Weg. »Du törichter Esel! Du bist gut genug, Lasten zu tragen, aber nicht würdig, deinen Rücken vor einem König zu beugen!«, höhnte sie und machte sich davon. Was konnte er dafür, dass er ein Esel war? Und was wussten denn alle diese Tiere von seinem brennenden Wunsch, den König in der Krippe zu sehen? Immer wieder kamen Tiere vorüber, die ihn auslachten. Ein Widder zeigte ihm unfreundlich den Rücken. Da begann der Esel sich seiner grauen Eselshaut zu schämen und wagte kaum noch die Augen zu heben. So geschah es, dass er vom Weg abirrte und in der Dunkelheit beinahe zu Tode stürzte. Der kleine Esel rieb sich die schmerzenden Flanken und ließ mutlos den Kopf hängen. Wie finster es war! Nirgends ein Licht, welches ihm Trost spendete. Oder täuschte er sich? Löste sich die Finsternis nicht auf in einen goldenen Dunst? Die Engel, die in goldenen Gewändern zu ihm herabgestiegen waren, konnte der kleine Esel nicht erkennen. Aber er spürte ihre Nähe. Vertrauensvoll folgte er ihnen Schritt für Schritt nach Bethlehem. Der kleine Esel achtete nun nicht mehr auf die Tiere, die ihm begegneten. Er hörte auch ihren Spott nicht mehr. Er sah nur noch das Licht, welches sich ausbreitete und immer heller wurde. Da erblickte er den Stern über Bethlehem. Freudig betrat der kleine Esel den ärmlichen Stall. Darin lag ein Kind auf Heu und auf Stroh, so wie es gesagt worden war. Stumm stand er vor dem neugeborenen König. Und als das Kind ihm zulächelte, wusste der kleine Esel, dass der neue König auch dem geringsten seiner Geschöpfe Liebe schenkt. Da hob Josef den Kopf und sagte: „Endlich bist du da! Ich hatte schon Angst, dass du uns nicht findest. Wir brauchen dich ganz dringend. Du musst uns helfen, nach Ägypten zu kommen; wir müssen nämlich heute Nacht noch fliehen vor dem König dieses Landes. Vor “Herodes“!