Jeder glückliche Augenblick ist eine Gnade
und muss zum Danke stimmen.
(Theodor Fontane)
Eine orientalische Geschichte
Mahmut war gerade 15 Jahre alt geworden und sollte zu seinem Onkel in die Lehre gehen. Der Onkel besaß eine Teppichweberei. Seit Generationen gab die Familie diese Kunst und das Wissen weiter. Es war eine Ehre für Mahmut, diese Kunst lernen zu dürfen. Und so freute er sich auf den ersten Tag seines neuen Lebens. Sein Onkel führte ihn zuerst in ein Lager. Hier lag überall Wolle in allen Farben und Güte. Der Onkel erklärte ihm die Unterschiede der verschiedenen Wollarten und zeigte ihm anschließend die Färberei. Mahmut erfuhr, dass er an allen Stationen arbeiten durfte, um alles von Beginn an zu kennen. So kam es, dass er alle Stationen durchlief und mit fast schon verbissenem Ehrgeiz alles lernte. Auch erledigte er alle ihm übertragenen Aufgaben akribisch, was dazu führte, dass er kein Verständnis hatte, wenn jemand nicht genauso arbeitete wie er. Das fiel auch seinem Onkel auf. So kam es, dass er dorthin geschickt wurde, wo die Frauen an den Webstühlen saßen. „Aber Onkel“, beschwerte er sich, „Soll ich nun auch das Weben lernen? Der Onkel lächelte: „Das nicht mein Sohn. Du sollst beim Zusehen etwas ganz anderes lernen“. „Aber was? wollte Mahmut wissen. „Geduld, Geduld…‘, sieh‘ zu und lerne“. Wenn es an der Zeit ist, dann wird das Wissen dir offenbart“. Mahmut setzte sich neben dem Webstuhl der ältesten und erfahrensten Weberin und schaute zu. Sie war fast am Ende des Teppichs angelangt als Mahmut sah, wie sie etwas webte, was so gar nicht ins Muster passen wollte. Er fragte die alte Frau, warum sie das tat, aber diese lächelte nur als Antwort. Mahmut war fassungslos. Wie konnte es diese Frau wagen, den wertvollen Teppich wegen ihrer Ungenauigkeit zu zerstören. So ging er wutentbrannt zu seinem Onkel und berichtete ihm was er gesehen hatte: „Onkel, du musst diese Frau wegschicken. Sie zerstört den kostenbaren Teppich und bringt Schande über unsere Familie“ Der Onkel lächelte nur und sagte: „Es ist alles gut mein Sohn. Sie bringt keine Schande auf uns“. Sie soll einen Fehler in den Teppich weben.“ Mahmut war nun völlig verwirrt. „Aber warum denn, Onkel?“ „Seit Generationen weben die Frauen Fehler in die Teppiche“, sagte der Onkel. „damit wir uns immer in Demut daran erinnern, dass kein Mensch perfekt und vollkommen ist!“
„Schmunzeliges“
Treffen sich zwei Männer. Fragt der eine: „Kennst du mich noch?“ Sagt der andere: „Natürlich – ich vergesse nichts!“ „Wir haben uns noch nie gesehen.“ „Dann merke ich mir eben, dass ich dich noch nie gesehen habe.“
wie glücklich er ist
Wie glücklich bin ich?
Das ist für uns die wichtigste Frage im Leben.
Für einen Indianer hängt der Erfolg nicht davon ob,
wie viel er verdient oder welche gesellschaftliche Stellung er einnimmt,
sondern einzig und allein davon, wie glücklich er ist.
Wer an das Gute im Menschen glaubt,
bewirkt das Gute im Menschen.
(Jean Paul)
In Jesus und im Evangelium
entdecken wir immer mehr den Sinn unseres Lebens
und die Quelle wahren Glücks.
(Don Pascual Chavez)
Die Welt des menschlichen Leidens fordert unaufhörlich eine andere Welt:
die Welt der menschlichen Liebe.
(Papst Johannes Paul II.)
Der Engel der Stille
Der Engel der Stille, er will uns führen,
nicht nur im Lauten der Welt zu sein.
Er steht an der Tür zu unserem Herzen
und bittet in den Raum des Schweigens hinein.
Er steigt vom Himmel und hilft uns zu lauschen,
zu hören des eigenen Herzens Klang.
Die Stille der göttlichen Liebe ist Fülle,
der himmlischen Engel feiner Gesang.
(Annedore Großkinsky)
Herr, dieses Licht, das ich hier anzünde,
erinnert mich an das Licht, das du in mir entzündest hast in der Taufe.
Lasse es neu entflammen, meinen Glauben, meine Hoffnung,
meine Liebe und erwärme das Herz.
Herr, ich kann jedoch nicht lange hier bleiben.
Ich lasse das Opferlicht brennen
als ein Stück von mir selbst, das ich dir geben möchte.
Hilf mir, mein Gebet dadurch zu verlängern,
in alle Tätigkeiten dieses Tages hinein. Amen.
Durch ein heiteres und frohes Gesicht
können wir beweisen, dass die Freundschaft mit Jesus
unser Leben mit Freude erfüllt.
(nach Vinzenz Pallotti)
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
3 x „SCHMUNZELIGES“
1. 'Guten Tag, mein Herr', sagt der Optiker zum eintretenden Kunden, 'Sie brauchen eine neue Brille mit minus 9 Dioptrien.' Der Kunde fragt verblüfft: 'Wie können Sie denn das auf Anhieb so präzise beurteilen?' Der Optiker grinst: 'Weil Sie durchs Schaufenster statt durch die Tür gekommen sind!'
2. Moritz soll einen Aufsatz über seine Familie und ihre Abstammung schreiben. "Mami", fragt der Junge, "wo komme ich her?" - "Der Storch brachte dich." - "Und wo kommst du her?" - "Ach vom Storch." - "Und Großmutter?" - "Auch sie brachte der Storch." Der Aufsatz des Jungen beginnt folgender maßen: "In unserer Familie gab es seit drei Generationen keine natürlichen Geburten."
3. "Was habe ich denn heute eigentlich gelernt?" fragt Fritzchen die Lehrerin. "Das ist aber eine dumme Frage." - "Ja, das finde ich auch, aber zu Hause fragen sie mich auch immer so dumm."
Es segne und begleite uns der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen
Frieden Anfang
„Herr, gib uns deinen Frieden!“
Ich bin dein Gott, und lasse meine Liebe über dir aufstrahlen
durch das Lächeln eines liebenden Menschen,
durch das Stück Brot und den Schluck, den jemand mit dir teilt,
durch das gute Wort und das heilsame Schweigen, das jemand dir schenkt.
Ich bin dein Gott, und bin mit dir am Anfang deines Weges,
unterwegs in allen Höhen und Tiefen, am Ende, wenn du ankommst an deinem Ziel.
Ich bin dein Gott, und bin mit dir am Morgen, am Mittag und am Abend.
Ich bin dein Gott und mit der Vielfalt meines Wesens begleite ich dich:
Ich, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen. Ja, Amen!
Nicht das Beginnen wird belohnt,
sondern einzig und allein das Durchhalten.
(Katharina von Siena)
Gott, die Tür meines Herzens steht dir offen!
Gott, kehre ein in mein Inneres!
Gott, erfülle mich mit jener Kraft,
die nur du zu schenken vermagst.
Ein Mensch, das ist ein wenig gestern
und etwas heute und unendlich viel morgen.
Abschalten. Sich Zeit lassen. Die Welt vergessen. Glücklich sein.
(Jeremy A. White)
"Freude soll nimmer schweigen.
Freude soll offen sich zeigen.
Freude soll lachen, glänzen und singen.
Freude soll danken ein Leben lang."
(Joachim Ringelnatz)
Wer ist weise?
Der von jedem Menschen etwas lernen kann!
(aus dem Talmud)
Gott sagt du zu uns.
Wir finden ihn nur, wenn auch wir du sagen.
Wir sollen Gott gegenwärtig haben
im Gemüt, im Streben und in der Liebe.
(Meister Eckhard)
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Es segne und beschütze uns alle der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

