Tagesevangelium

Tagesevangelium vom 07. August 2026

Evangelium Matthäus 16, 24–28
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren;
wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden.
Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt?
Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen?
Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Herrlichkeit seines Vaters kommen
und dann wird er jedem nach seinen Taten vergelten. Amen, ich sage euch:
Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht schmecken,
bis sie den Menschensohn in seinem Reich kommen sehen.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Jesus, der Messias und Gottessohn, ist der Menschensohn, der den Weg des Leidens geht und seine Jünger in die Leidensnachfolge ruft (V. 24–26). Er ist auch der kommende Weltenrichter, der jedem nach seinen Taten vergelten wird (V. 27–28). Bis zur Wiederkunft Christi steht die Kirche unter dem Lebensgesetz Jesu, d. h. dem Gesetz des Leidens. Nur wer dazu bereit ist, kann Jesu Jünger sein. Jesus nachfolgen heißt: sich selbst verleugnen, sein Kreuz auf sich nehmen. Beide Ausdrücke meinen das Gleiche: sich selbst aufgeben, sich loslösen von Bindungen und Ansprüchen, im Dienst der Gottesherrschaft leben und nötigenfalls auch sterben. – Das Wort vom Kommen des Menschensohnes in Vers 28 ist dunkel und wird verschieden erklärt. Nach dem vorausgehenden Vers 27 kann damit eigentlich nur das Kommen des Menschensohns zum Gericht gemeint sein. Weder die Verklärung Jesu auf dem Berg (Mt 17) noch die Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 n. Chr. können diesem Kommen in Macht und Herrlichkeit gleichgesetzt werden. Der Evangelist selbst war sich über den Sinn dieses Wortes vielleicht nicht klar, er hat es aber stehen lassen, wie er es in der Überlieferung vorfand.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)


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