aus der Kinderbibel

Ins Gefängnis geworfen
(Genesis 39-41)


Viele Jahre war Josef Potifar ein guter Diener. Bald beaufsichtigte er Potifars Haus und später seine gesamten Ländereien. Aber Potifars Frau mochte Josef nicht. Sie belog ihren Mann, Josef habe sie angegriffen. Daraufhin ließ Potifar Josef ins Gefängnis werfen. Zufällig waren auch der Diener und der Bäcker des Pharaos im gleichen Gefängnis, und Josef bekam die Aufgabe, diese Männer zu bedienen. Eines Nachts hatten der Diener und der Bäcker beunruhigende Träume. „Gott kann zeigen, was Träume bedeuten“, sage Josef. „Erzählt mir, was ihr geträumt habt.“ Der Diener erzählte Josef von einem Weinstock mit drei Ranken. Er hatte den Saft der Trauben in einen Kelch gepresst und diesen dem Pharao gereicht. „Die Bedeutung ist klar“, sage Josef. „In drei Tagen wirst du frei sein und wieder arbeiten. Bitte leg ein gutes Wort für mich ein.“ Dann erzählte der Bäcker seinen Traum. „Ich trug drei Körbe voller Brot und Kuchen auf meinem Kopf. Vögel flogen herbei und pickten am Brot und am Kuchen.“ Josef schüttelte traurig den Kopf. „Dieser Traum bedeutet nichts Gutes“, sagte er. „In drei Tagen wird der Pharao dich töten lassen.“ Josef hatte Recht. Drei Tage später arbeitete der Diener wieder im Palast des Pharaos und der Bäcker war tot.

Wer nicht jeden Tag die Bibel und die Zeitung liest,
weiß weder über die Welt Bescheid
noch über das, was die Welt braucht.

(Johannes Rau)

Tagesevangelium

….. Evangelium vom 24. April 2025

Evangelium Lukas 24, 35–48


Die beiden Jünger, die von Emmaus zurückgekehrt waren,
erzählten den Elf und denen, die mit ihnen versammelt waren, was sie unterwegs erlebt
und wie sie Jesus erkannt hatten, als er das Brot brach.
Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte
und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen.
Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt?
Warum lasst ihr in eurem Herzen Zweifel aufkommen?
Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst.
Fasst mich doch an und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht.
Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße.
Als sie es aber vor Freude immer noch nicht glauben konnten und sich verwunderten,
sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier?
Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch; er nahm es und aß es vor ihren Augen.
Dann sagte er zu ihnen: Das sind meine Worte,
die ich zu euch gesprochen habe, als ich noch bei euch war:
Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose,
bei den Propheten und in den Psalmen über mich geschrieben steht.
Darauf öffnete er ihren Sinn für das Verständnis der Schriften.
Er sagte zu ihnen: So steht es geschrieben: Der Christus wird leiden
und am dritten Tag von den Toten auferstehen und in seinem Namen
wird man allen Völkern Umkehr verkünden, damit ihre Sünden vergeben werden.
Angefangen in Jerusalem. Ihr seid Zeugen dafür.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium:
Noch beim letzten Zusammensein hat Jesus Mühe, die erschreckten und bestürzten Jünger zu überzeugen. Die Wundmale der Hände und Füße und schließlich das Essen erweisen ihn als den, der am Kreuz gestorben ist. Darüber hinaus sollen sie verstehen, dass in allem, was geschah, der Plan Gottes sich erfüllt hat; erst im Licht der Auferstehung Jesu wird der tiefere Sinn des Alten Testaments erkennbar. Mit der Auferstehung ist der Plan Gottes aber noch nicht voll verwirklicht. Jesus ist die Mitte der Zeit, nicht ihr Ende. Bis zu seiner Wiederkunft verkünden die Jünger Jesu allen Völkern die Umkehr und Vergebung der Sünden.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)