Tagesevangelium

….. Tagesevangelium vom 26. Mai 2025

Evangelium Johannes 15, 26 – 16, 4a

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Wenn der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde,
der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht,
dann wird er Zeugnis für mich ablegen.
Und auch ihr legt Zeugnis ab, weil ihr von Anfang an bei mir seid.
Das habe ich euch gesagt, damit ihr keinen Anstoß nehmt.
Sie werden euch aus der Synagoge ausstoßen,
ja es kommt die Stunde, in der jeder, der euch tötet,
meint, Gott einen heiligen Dienst zu leisten.
Das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben.
4aIch habe es euch aber gesagt, damit ihr euch, wenn die Stunde kommt,
daran erinnert, dass ich es euch gesagt habe.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium:
In der Mitte dieses Abschnitts, der den Jüngern Hass und Verfolgung ankündigt (15, 18 – 16, 4a), steht das Wort vom „Beistand“, dem „Geist der Wahrheit“ (15, 26–27). Die Sendung des Geistes liegt, von der Situation der Abschiedsreden aus gesehen, in der Zukunft. Sie setzt die Verherrlichung Jesu, seinen Hingang zum Vater voraus. Der Geist kommt wie der Sohn vom Vater her. Er wird vom Sohn und vom Vater „gesandt“, und zwar nicht nur in einem bestimmten Augenblick der Geschichte, sondern solange die Zeit der Kirche und der Verfolgungen dauert. Er ist der eigentliche Zeuge und Rechtsbeistand („Paraklet“) in dem Prozess, den die Welt den Jüngern macht. Die Jünger können nur bezeugen, was sie aus eigener Erfahrung wissen. Die Christuserfahrung aber haben sie durch den Geist, der sie an alles „erinnert“, was Jesus gesagt und getan hat.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)


Schöpfungsgeschichte mal anders

Die Schöpfungsgeschichte rückwärts
Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Aber nach vielen Jahrmillionen war der Mensch endlich klug genug. Er sprach: “ Wer redet hier von Gott? Ich nehme meine Zukunft selber in die Hand …“ Am Morgen des ersten Tages beschloss der Mensch, frei zu sein und gut, schön und glücklich. Nicht mehr Ebenbild eines Gottes, sondern ein Mensch … Am zweiten Tag starben die Fische in den Industriegewässern, die Vögel am Pulver aus der chemischen Fabrik … Am dritten Tag verdorrte das Gras auf den Feldern, denn der Mensch machte das Wetter selbst … Es war nur ein kleiner Fehler im Rechner, der den Regen verteilte … Am vierten Tag gingen drei von vier Millionen Menschen zugrunde. Die einen an den Krankheiten, die der Mensch gezüchtet hatte, die anderen an Hunger … Am fünften Tag drückten die letzten Menschen den roten Knopf, denn sie fühlten sich bedroht. Feuer hüllte den Erdball ein, die Berge brannten, die Meere verdampften und die Betonskelette standen schwarz und rauchten … Am sechsten Tag ging das Licht aus. Staub und Asche verhüllten die Sonne, den Mond und die Sterne. Am siebten Tag war Ruhe. Endlich. Die Erde war wüst und leer, und es war finster über den Rissen und Spalten. (Klaus Dessecker in einer Schulfunksendung des SDR)