vor einem Jahr Papst Franziskus

Sich an das erinnern,
was Gott für mich, für uns getan hat und tut –
das öffnet das Herz für die Zukunft.

(Papst Franziskus)

Gestern vor einem Jahr verstarb Papst Franziskus.

Papst Franziskus hat während seines Pontifikats mehrere Kernanliegen verfolgt, die auf eine Erneuerung der katholischen Kirche und ein stärkeres Engagement für marginalisierte Gruppen abzielten.
Seine Schwerpunkte waren:
Ein zentrales Anliegen war eine „synodalere Kirche“, in der Menschen offener aufeinander hören, Stärken schätzen und gemeinsam den Willen Gottes suchen. Er strebte eine Kirche an, die weniger hierarchisch ist und stärker auf Dialog setzt.
Franziskus forderte eine Kirche, die wie ein „Lazarett auf einem Schlachtfeld“ ist – offen, barmherzig und nah bei den Verletzten, Armen und Ausgegrenzten.
Er war ein starker Befürworter von Maßnahmen gegen die globale Erwärmung und hat sich in seiner Umwelt-Enzyklika Laudato si intensiv mit der Bewahrung der Schöpfung auseinandergesetzt.
Franziskus äußerte sich regelmäßig kritisch über unreglementierten Kapitalismus, Wirtschaftsliberalismus und Konsumismus, da diese soziale Ungleichheit fördern.
Ein weiteres wichtiges Anliegen war das friedliche Zusammenleben zwischen Religionen und Nationen. Er setzte sich stark für den interreligiösen Dialog ein, dokumentierte es durch das „Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen“.
Er forderte eine offenere Haltung der Kirche gegenüber homosexuellen Menschen und betonte die Notwendigkeit, Ausgrenzung zu beenden.
Durch die Verschärfung der vatikanischen Gesetze (Motu proprio Vos estis lux mundi) trieb er den Kampf gegen den sexuellen Missbrauch durch kirchliche Amtsträger voran.
Als erster lateinamerikanischer Papst brachte er eine höhere Sensibilität für die unterschiedlichen Kulturen der Welt mit, was sich auch in seinem Wunsch nach einer Erneuerung der Liturgie widerspiegelte.
Zusätzlich betonte er oft die Wichtigkeit des Gebets, insbesondere das der Ordensleute, als „Sauerstoff“ für die Kirche.

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