in den kleinsten Dingen

Die meisten Menschen wissen nicht, wie schön die Welt ist
und wie viel Pracht in den kleinsten Dingen steckt.

(Rainer Maria Rilke)

Es lohnt sich, für jeden Moment seines Lebens dankbar zu sein.

Freundschaft ist das Brot, wovon Menschen leben.
Noch im Morgengrauen, sogar am Regentag,
lässt Freundschaft die Sonne aufgehen.
Und am Abend baut sie eine Leiter zu den Sternen.
Sie lässt den Garten blühen, wo sonst nur Steppe ist.
Sie lässt das Lachen nicht alt werden und hält die Seele klar wie eine Quelle.
Leichten Fußes geht man den Weg in das Haus eines Freundes.
Von der Freunschaft leben die Menschen.
Wovon aber lebt die Freundschaft?
Von der Gemeinsamkeit der Wege.
Von der Offenheit des Erzählens.
Von der Aufmerksamkeit des Hörens.
Von der Behutsamkeit der Sorge.
Von der Freude des Teilens.
Von der Sanftmut des Trostes.
Von der Beharrlichkeit des Verzeihens.
Von der Unerschöpflichkeit des Vertrauens.
(Joop Roeland)

Ein Sonnenstrahl kann einen anderen Menschen aus mir machen.
(Hugo von Hofmannsthal)

„Schmunzeliges“
Der Apotheker packt die Medikamente ein und sagt zum Kunden: „So, hier sind die Schlaftabletten. Sie reichen mindestens für einen Monat!“ Meint der Kunde erstaunt: „So lange wollte ich eigentlich nicht schlafen!“

Wo immer der Strom des Lebens dich hingetragen hat,
ich wünsche dir Lebensfreude.
Wo immer du dich auf dem Lebensweg aufhältst,
ich wünsche dir Lebensmut.
Woimmer dein Lebensbaum steht,
ich wünsche dir Lebensglück.
(Guido Köppel)

Das Gute scheint immer das Schwächere zu sein,
und doch erhält es die Welt.

drei Pforten

Lass jedes Wort, bevor du es aussprichst drei Pforten passieren.
An der ersten wird es gefragt: "Ist es wahr?"
an der zweiten: "Ist es nötig?"
und an der dritten: "Ist es nett?"


Diese Worte beschreiben einen wichtigen Maßstab für verantwortungsvolle Kommunikation. Sie fordern dazu auf, nicht alles auszusprechen, was einem in den Sinn kommt, sondern die eigenen Worte vorher bewusst zu prüfen.

„Ist es wahr?“ –
Entspricht das Gesagte den Tatsachen?
Weiß ich wirklich, dass es stimmt, oder handelt es sich nur um eine Vermutung oder ein Gerücht?

Ist es nötig?“ –
Ist es sinnvoll oder wichtig, dies überhaupt zu sagen?
Trägt die Aussage etwas zum Gespräch bei oder ist sie überflüssig?

Ist es nett?“
Wird die Aussage den anderen respektvoll behandeln?
Kann ich sie freundlich oder zumindest wertschätzend formulieren?

Das Zitat macht deutlich, dass gute Kommunikation mehr bedeutet als Ehrlichkeit allein. Auch wenn etwas wahr ist, muss es nicht immer ausgesprochen werden. Ebenso kann etwas notwendig sein, sollte aber trotzdem möglichst höflich und rücksichtsvoll formuliert werden. Die drei Fragen helfen dabei, Konflikte zu vermeiden und ein respektvolles Miteinander zu fördern. Worte können eine große Wirkung haben und sollten deshalb bewusst gewählt werden sollten. Wer die drei Fragen beachtet, übernimmt Verantwortung für sein Handeln und zeigt Respekt gegenüber anderen Menschen. Das Zitat regt dazu an, über die Folgen der eigenen Worte nachzudenken, bevor man spricht. Gleichzeitig lässt sich das Zitat auch kritisch betrachten: Manchmal müssen unangenehme Wahrheiten ausgesprochen werden, auch wenn sie nicht als „nett“ empfunden werden. In solchen Situationen kann „nett“ eher als respektvoll, einfühlsam oder achtsam verstanden werden, ohne die Wahrheit zu verschweigen.