was ist sterben

„Nachdenkenswertes“

Was ist sterben?

Ein Schiff segelt hinaus und ich beobachte wie es am Horizont verschwindet.
Jemand an meiner Seite sagt: "Es ist verschwunden."
Verschwunden wohin?
Verschwunden aus meinem Blickfeld - das ist alles.
Das Schiff ist nach wie vor so gross wie es war, als ich es gesehen habe.
Das es immer kleiner wird und es dann völlig aus meinen Augen verschwindet ist in mir,
es hat nichts mit dem Schiff zu tun.
Und gerade in dem Moment, wenn jemand neben mir sagt, es ist verschwunden,
gibt es Andere, die es kommen sehen, und andere Stimmen,
die freudig Aufschreien: "Da kommt es!"
Das ist sterben.

Ein Atheist fiel von einer Klippe. Beim Hinunterstürzen packte er den Zweig eines kleinen Baumes. Dort hing er nun zwischen dem Himmel und den 300 Meter tiefer liegenden Felsen, wohl wissend, daß er sich nicht viel langer würde festhalten können. Plötzlich kam ihm eine Idee. „Gott", rief er, so laut er konnte. Schweigen, niemand antwortete. „Gott", schrie er noch einmal. „Wenn es dich gibt, rette mich, und ich verspreche, daß ich an dich glauben und andere glauben lehren werde." Wieder Schweigen. Dann ließ er den Zweig vor Schreck beinahe los, als eine kräftige Stimme über den Canyon dröhnte: „Das sagen sie alle, wenn Not an Mann ist." „Nein, Gott, nein", rief er laut, nun etwas hoffnungsvoller geworden. „Ich bin nicht wie die anderen. Ich habe ja schon begonnen zu glauben, merkst du das nicht, ich habe ja schon deine Stimme vernommen. Nun mußt du mich bloß retten, und ich werde deinen Namen bis an das Ende der Welt verkünden." „Gut", sagte die Stimme, „ich werde dich retten. Lass den Zweig los." „Den Zweig loslassen?" schrie der verzweifelte Mann. „Hältst du mich für verrückt?"



„Schmunzeliges“
Ein Verleger mit jahrelanger Erfahrung: Es gibt zwei Autoren: Die einen haben das Zeug zum Schreiben und die anderen nur das Schreibzeug.“

Tagesevangelium

Tagesevangelium vom 05. Februar 2026

Evangelium Lukas 9, 23–26


Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge:
Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst,
nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren;
wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten.
Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt,
dabei aber sich selbst verliert und Schaden nimmt?
Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt,
dessen wird sich der Menschensohn schämen,
wenn er in seiner Herrlichkeit kommt
und in der des Vaters und der heiligen Engel.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Auf das Messiasbekenntnis des Petrus (Lk 9,18–21) folgen die erste Leidensansage (9,22) und die Einladung zur Kreuzesnachfolge. Jesus weiß, was ihn, den Messias, in Jerusalem erwartet (vgl. Lk 2,34). Jesus wird den Weg gehen, der dem „Gottesknecht“, einer geheimnisvollen Gestalt beim Propheten Jesaja, vorherbestimmt ist. Jesus will seine Jünger darauf vorbereiten. Die Einladung zur Leidensnachfolge ist aber nicht nur an die Jünger gerichtet, sondern an „alle“ (9,23; vgl. Mk 8,34). Jesus „nachfolgen“ ist gleichbedeutend mit „sich verleugnen“ und „das Kreuz auf sich nehmen“. „Sich verleugnen“ hat nicht den etwas muffigen Geruch von „sich verdemütigen“. Es besagt: auf Ehre und Leben verzichten können, um bei Jesus zu bleiben. Nur wenn der Jünger mit Jesus bis zum Ende solidarisch bleibt und so „sein Leben verliert“, wird er sein Leben wirklich retten, und er wird in der Gemeinschaft und Freude bleiben, die Jesus allein geben kann.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)


Bitten

Wir sind immer eingeladen vertrauensvoll zu bitten.
„Bittet und es wird euch gegeben“, sagt Jesus (Mt 7,7)


Jesus Christus lebt in unserer Mitte und weiß um unser Menschsein. Zu ihm rufen wir:
1. Möge alle Menschen Achtung, Wertschätzung und Nächstenliebe erfahren und leben.
Jesus, du Heiland, wir bitten dich.
2. Ermutige alle, die sich um gewaltfreien Umgang miteinander bemühen.
Jesus, du Heiland, wir bitten dich.
3. Unterstütze die Bemühungen der Menschen, Hunger und Seuchen auf der Erde zu besiegen.
Jesus, du Heiland, wir bitten dich.
4. Beschütze uns segne unsere Familien und Freunde.
Jesus, du Heiland, wir bitten dich.
5. Durchdringe unser Leben mit dem Geist der Liebe, dass darin die Wahrheit deiner Botschaft aufleuchtet.
Jesus, du Heiland, wir bitten dich.
6. Schenke den Kranken Kraft und den Sterbenden Hoffnung.
Jesus, du Heiland, wir bitten dich.
7. Für alle Menschen, die vor lauter Irdischem keinen Platz für das Himmlische haben: um Besinnung auf das Wesentliche.
Jesus, du Heiland, wir bitten dich.
8. Gib Frieden, bewahre vor Katastrophen, ermögliche ein Leben im Einklang mit der Schöpfung.
Jesus, du Heiland, wir bitten dich.
9. Hilf den Christinnen und Christen, fröhlich zu sein, Gutes zu tun und die Spatzen pfeifen zu lassen.
Jesus, du Heiland, wir bitten dich.
10. Für alle Mächtigen und Verantwortlich in der Politik.
Jesus, du Heiland, wir bitten dich.
Mit allem, was uns bewegt, sind wir bei dir geborgen – immer und in Ewigkeit.
Amen.

Beten wir wie Jesus:

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.


Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit. Amen

Herr wir bitten komm und segne uns,
lege auf uns deinen Frieden.
Segnend halte Hände über uns.
Rühr uns an mit deiner Kraft.

Es segne und beschütze uns alle der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.