….. Tagesevangelium vom 05. September 2026
Evangelium Lukas 6, 1–5
Als Jesus an einem Sabbat durch die Kornfelder ging, rissen seine Jünger Ähren ab,
zerrieben sie mit den Händen und aßen sie.
Da sagten einige Pharisäer: Warum tut ihr, was am Sabbat nicht erlaubt ist?
Jesus erwiderte ihnen: Habt ihr nicht gelesen,
was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren –
wie er in das Haus Gottes ging und die Schaubrote nahm, die allein die Priester essen dürfen,
und sie aß und auch seinen Begleitern davon gab?
Und Jesus sagte ihnen: Herr über den Sabbat ist der Menschensohn.
…. Besinnliches zum heutigen Evangelium:
Das Ährenrupfen war nach dem Gesetz erlaubt (Dtn 23, 26), aber nach der Auffassung der Gesetzeslehrer gehörte es zu den 39 am Sabbat verbotenen Arbeiten. Sie betrachteten es als eine Art Erntearbeit. Die Antwort Jesu lässt zunächst erkennen, dass die Jünger (und wohl auch Jesus selbst) ganz einfach Hunger gehabt hatten. Den Pharisäern aber sagt er, dass sie weder den Sinn des Gesetzes begriffen haben noch wissen, mit wem sie es jetzt zu tun haben: mit dem, der Herr ist über den Sabbat. Das ist derselbe Anspruch, den Jesus erhoben hat, als er sich den „Bräutigam“ nannte. Der Sabbat ist nicht ein Zeichen der Knechtschaft. Gott hat ihn gegeben, weil er barmherzig ist und weil er will, dass die Menschen sich ihrer Freiheit bewusst werden.
Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.
(Roger Schulz)
Bitten
Wir sind immer eingeladen vertrauensvoll zu bitten.
„Bittet und es wird euch gegeben“, sagt Jesus (Mt 7,7)
1. Für uns alle: Hilf uns zu verstehen, was es heißt, nach deinem Willen zu leben.
Jesus, du Heiland der Welt, dich bitten wir.
2. Für alle Politikerinnen und Politiker: Leite ihre Überlegungen und Entscheidungen mit deinem Geist und schenke ihnen Weisheit und Verantwortungsbewusstsein.
Jesus, du Heiland der Welt, dich bitten wir.
3. Für alle, die eine schwere Schuld auf sich geladen haben: Schenke ihnen den Mut, Schritte der Wiedergutmachung und Versöhnung zu gehen.
Jesus, du Heiland der Welt, dich bitten wir.
4. Für uns alle: Bewahre uns vor Ichsucht und Selbstgenügsamkeit und öffne unsere Herzen für die Menschen um uns herum.
Jesus, du Heiland der Welt, dich bitten wir.
5. Für alle, die in ihrem Glauben verunsichert sind: Stärke sie und schenke ihnen deinen Heiligen Geist, der ihnen Orientierung und Zuversicht gibt.
Jesus, du Heiland der Welt, dich bitten wir.
6. Für uns: Schenke uns Freude, Vertrauen und Motivation, damit wir unsere täglichen Aufgaben mit Zuversicht angehen.
Jesus, du Heiland der Welt, dich bitten wir.
7. Für alle unheilbar Kranken: Schenke ihnen Kraft, ihr Leid anzunehmen, und lass sie wertvolle Pflege, menschliche Nähe und gute Begleitung erfahren.
Jesus, du Heiland der Welt, dich bitten wir.
8. Für die vielen Menschen überall dort, wo Terror, Krieg, Hass und Gewalt herrschen: Schenke ihnen Frieden, Hoffnung und Gerechtigkeit und lass die Gewalt ein Ende finden.
Jesus, du Heiland der Welt, dich bitten wir.
9. Für alle Verstorbenen: Führe sie zur Herrlichkeit des neuen Lebens in deinem Reich und schenke ihnen ewigen Frieden.
Jesus, du Heiland der Welt, dich bitten wir.
10. Für uns alle: Schenke uns ein erholsames Wochenende, neue Kraft und Zeit für Begegnung, Freude und Ruhe.
Jesus, du Heiland der Welt, dich bitten wir.
Beten wir wie Jesus:
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit. Amen
Herr wir bitten komm und segne uns,
lege auf uns deinen Frieden.
Segnend halte Hände über uns.
Rühr uns an mit deiner Kraft.
Es segne und beschütze uns alle der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.
die uns niemals allein lässt
Maria ist die Mutter, die uns niemals allein lässt.
(marianischer Gedanke)
Maria,
du stehst am Weg bei uns Menschen
und beschenkst uns mit Liebe.
Maria,
du öffnest deine Hände, um uns zu zeigen,
dass du uns darin behüten willst.
Maria,
du schenkst uns Jesus und zeigst uns
dadurch den Pfad zum Leben.
Maria,
du bist mir als Mutter geschenkt,
und ich darf jeden Tag in das Leben
meines Alltags aufbrechen.
Maria,
dein liebevoller Blick schaut auf die Wege,
die ich gehe und lädt mich ein, dich anzuschauen,
damit ich Jesus nicht aus den Augen verliere.
Maria,
dich als Mutter und Wegbegleiterin
in meinem Leben zu haben, ist ein großer Segen,
für den ich Gott nicht genug danken kann.
(Benedikt Leitmayr)
Maria ist der Weg, auf dem Jesus zu uns kommt.
(Bernhard von Clairvaux)
„Schmunzeliges“
Donnert der Richter: „Nicht genug damit, dass Sie einen kostbaren Teppich gestohlen haben. Wie es aussieht, war am Diebstahl auch Ihre Frau beteiligt?“ – „Nein Herr Richter, nicht einen Finger hat sie gerührt, sie ist nur mitgekommen, um das Muster auszusuchen!“

