Kinderbibel lass sie frei

Welchen Auftrag bekommt Mose von Gott?

Schnell trat Miriam zu ihr. „Suchst du jemanden, der für dich auf das Kind aufpasst?“, fragte sie. Die Tochter des Pharaos nickte, und natürlich holte Miriam schnell ihre Mutter. Die Mutter kümmerte sich um den Jungen, bis er alt genug war, im Palst des Pharaos zu leben. Die Tochter des Pharaos gab ihm den Namen Mose. Es wurde gut für ihn gesorgt, aber während er heranwuchs, vergaß Mose nie, dass er ein Israelit war. Es bereitete ihm großen Kummer zu sehen, wie grausam sein Volk behandelt wurde. Eines Tages beobachte Mose, wie ein Ägypter einen Israeliten, also einen Stammesbruder, schlug. Daraufhin sprang Mose auf und tötete den Ägypter. Mose wusste, dass der Pharo erfahren würde und floh in die Wüste. Mose ging in das Land Midian, wo er lange Zeit blieb und als Schäfer arbeite. Eines Tages, als er seine Herde hütete, bemerkte er einen brennenden Busch. Der Busch brannte, aber verbrannte nicht. Als er sich näherte, hörte Mose eine Stimme: „Ich bin der Gott von Abraham und seinen Vorfahren. Ich habe gesehen, wie das Volk Israel leidet. Du musst zum Pharao gehen und mein Volk befreien.“ „Bitte wähle jemanden anderen aus“, bat Mose. „Niemand wird auf mich hören.“ „Du wurdest auserwählt“, antwortete Gott. „Geh zurück nach Ägypten, finde deinen Bruder Aaron, und gehe mit ihm zum Pharao, um ihn zu bitten mein Volk frei zu lassen.“

..... und noch ein Impuls:
Er geht mitten hinein, erwählt einen Menschen zu seinem Werkzeug
und tut seine Wunder dort, wo man sie am wenigsten erwartet.
Gott liebt das Verlorene, das Unbeachtete, Unansehnliche,
das Ausgestoßene, das Schwache und Zerbrochene.
Wo die Menschen sagen »verloren« da sagt er »gefunden«.
Wo die Menschen sagen »gerichtet«, da sagt er »gerettet«.
Wo die Menschen sagen »Nein!«, da sagt er »Ja!«
Wo die Menschen ihren Blick gleichgültig oder hochmütig wegwenden,
da ist sein Blick von einer Glut der Liebe wie nirgends sonst.
Wo die Menschen sagen »verächtlich«, da ruft Gott »selig«.
(Dietrich Bonhoeffer)

..... und noch ein Witz:
„Wie war denn dein Urlaub?“ „Hör bloß auf! Meine Frau wurde zur Schönheitskönigin gewählt, du kannst dir ja vorstellen, was das für ein Kaff war!“

..... und noch Interessantes:
Es wird erzählt: „Der Heilige, gepriesen sei er, sagte zu Bitja, der Tochter des Pharao: Mose war nicht dein Sohn und du hast ihn deinen Sohn genannt, auch du bist nicht meine Tochter und ich nenne dich meine Tochter, wie gesagt ist: Dies sind die Söhne Bitjas, der Tochter JHWHs. Die Biblische Erzählung vom brennenden Dornbusch (Ex 3,1 bis 4,17) beschreibt die erste Begegnung des Mose mit dem Gott JHWH. Dieser erscheint ihm auf dem Berg Horeb in einem brennenden Dornbusch, ruft ihn beim Namen und beauftragt ihn zur Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten.

die erste Geige

.... nimm Dir gerne die Zeit die Geschichte zu lesen und zu bedenken.
Gruß, Aloys


Wer spielt die erste Geige?
Wenn das Leben ein Orchester ist, spielen viele verschiedene Instrumente zu einer guten Musik zusammen. Die kleine Flöte bringt ihre hellen Töne hervor. Der große Bass ertönt stark und tief. Die Harfe singt, die Trompeten und Posaunen erschallen dazu. Die Klarinetten und Oboen mischen sich ein. Die Trommeln wirbeln dazu. Die Triangel klingt mit ihren zarten Tönen, und die Pauke ist wuchtig und laut. Instrumente werden geblasen, gestrichen, gezupft und geschlagen, und alles klingt und passt zusammen. Viele Gaben, Kräfte, Stimmen und Wirkungen kommen in einem Leben zusammen, wie in einem Orchester. Die kleinsten sind wichtig, und die größten sind nicht das Ganze. Alles klingt und spielt zusammen. Unter allen Instrumenten gibt es im Orchester ein besonderes: die erste Geige. Sie ist wichtig, besonders und herausgestellt. Sie gibt den Ton an, sie führt und trägt die Melodie. Wer spielt im Leben die erste Geige? In manchen Menschenleben spielt Jesus sozusagen die erste Geige. Er hat einen besonderen Platz, große Geltung und den ersten Rang. Er gibt den Ton an, nach ihm sollen sich alle anderen Kräfte richten. Er ist der große Star im Leben. Aber am Dirigentenpult steht der Mensch. Er gibt die Einsätze, die Tempi und die Pausen. Aber Jesus möchte in meinem Leben nicht die erste Geige spielen, einen besonderen Platz unter meiner Regie einnehmen. Nein, Jesus möchte mit seiner Übersicht und Kraft der Dirigent meines Lebens sein. So wird die Musik des Lebens lebendig und gut. Und ich selbst bin dabei erlöst von dem Druck, alles leiten und führen und richtig machen zu müssen. Wenn Jesus der Dirigent ist, muss ich auch nicht immer die erste Geige spielen, selbst als kleine Pikkoloflöte bin ich noch wichtig und ganz dabei.