Noomi und Rut dein Gott

aus der Kinderbibel:

Dein Gott wird mein Gott sein
(Rut, 1-4)


Noomi und Ruth sind Figuren aus dem Alten Testament, genauer aus dem Buch Ruth. Sie stehen im Mittelpunkt der Geschichte von Loyalität, Familie und Gottes Wirken in alltäglichen Schicksalen.
Noomi (auch Naomi; hebräisch נָעֳמִי) ist eine israelitische Frau, die nach dem Tod ihres Mannes und ihrer Söhne mit ihrer Schwiegertochter Ruth nach Bethlehem zurückkehrt. Ihr Name bedeutet oft „Angenehm“ oder „Freudige“.
Ruth ist die moabitische Schwiegertochter von Noomi. Nachdem Noomi beschlossen hat, sich von ihrem Volk abzuwenden, bleibt Ruth bei ihr und sagt den berühmten Schwur: „Wohin du gehst, da will auch ich hingehen; und wohin du lädst, da will auch ich wohnen; dein Volk soll mein Volk sein, und dein Gott mein Gott.“

Viele Jahre später herrschte in Israel eine Hungersnot. Ein Mann aus Bethlehem zog mit seiner Frau Noomi und seinen zwei Söhnen nach Moab. Kurz darauf starb der Mann. Die Söhne wuchsen heran und heirateten, aber zehn Jahre später starben auch sie. Noomi war einsam und entschied, dass es an der Zeit sei, in ihr Heimatland zurückzukehren. Ihre Schwiegertöchter Orpa und Rut wollten sie begleiten, aber Noomi erklärte: „Ihr müsst zurück zu eurem Volk gehen.“ Unglücklich willigte Orpa ein, aber Rut entgegnete: „Ich komme mit dir. Dein Volk wird mein Volk sein und dein Gott wird mein Gott sein.“ Noomi und Rut erreichten die Stadt Bethlehem zur Erntezeit. Weil sie sehr arm waren, lief Rut jeden Tag hinter den Feldarbeitern hinterher und sammelte das Korn ein, das herunterfiel. Dann verkaufte sie das Korn für etwas Geld. Dies war eine ermüdende und anstrengende Arbeit.

Wer nicht jeden Tag die Bibel und die Zeitung liest,
weiß weder über die Welt Bescheid
noch über das, was die Welt braucht.

(Johannes Rau)


Bitten

Wir sind immer eingeladen vertrauensvoll zu bitten.
„Bittet und es wird euch gegeben“, sagt Jesus (Mt 7,7)


In österlicher Zuversicht um Christus versammelt, bringen wir die Not der Welt vor ihn und rufen:
1. Für uns alle, um ein Leben in Freiheit und gläubiger Zuversicht.
Wir bitten dich, erhöre uns.
2. Mögen alle kranken Mitmenschen viel Unterstützung erfahren und bald gesund werden.
Wir bitten dich, erhöre uns.
3. Für alle ungerecht Gefangenen: um Gerechtigkeit und Freiheit.
Wir bitten dich, erhöre uns.
4. Für die in Sünde Gefangenen und von Begierden Gefesselten: um Befreiung aus ihrer Not.
Wir bitten dich, erhöre uns.
5. Für die Arbeits- und Obdachlosen, für die Kranken und Trauernden: um Kraft und Trost aus dem österlichen Glauben.
Wir bitten dich, erhöre uns.
6. Für alle, die Christus nicht kennen: um Erleuchtung ihrer Herzen.
Wir bitten dich, erhöre uns.
7. Wir beten für die Menschen auf der Flucht – und für alle, die sie aufnehmen, die sie versorgen und ein bisschen Heimat geben.
Wir bitten dich, erhöre uns.
8. Wir denken an Tote und Verletzte – von Krieg und Gewalt, an deren Familien und für alle, die um ihre Lieben trauern.
Wir bitten dich, erhöre uns.
9. Für die Verstorbenen: um Anteil an der Auferstehung und am ewigen Leben.
Wir bitten dich, erhöre uns.
10. In all unseren persönlichen Anliegen und Sorgen.
Wir bitten dich, erhöre uns.
Denn du hast den Tod besiegt und uns das Leben gebracht. Dir singen wir den Lobpreis, jetzt und in Ewigkeit.
Amen.

Beten wir wie Jesus:

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit. Amen

Herr wir bitten komm und segne uns,
lege auf uns deinen Frieden.
Segnend halte Hände über uns.
Rühr uns an mit deiner Kraft.

Es segne und beschütze uns alle der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.



Schönheit in deinem Werk

Herr, ich sehe Schönheit in Deinem Werk. 
Die gesamte Schöpfung verkündet Deinen Ruhm.
Die riesigen Berge, das tiefblaue Meer,
der klare Himmel, die grünen Felder, der Regen,
die blühenden Blumen, der fließende Bach,
die Schmetterlinge und Vögel,
sie alle loben Dich, o wunderbarer Herr der Schöpfung.
Du hast uns eine so schöne Welt geschenkt,
doch in unserer Unvollkommenheit
fehlen uns die Mittel und die Worte, Dir zu danken.
Aber Du weißt, Herr,
was ganz tief in unserem menschlichen Herzen ruht:
Es ist der Dank für all Deine Gaben,
vor allem für die Gabe des Lebens,
durch das wir Deine Schönheit und Güte erfahren konnten.
Du hast die Welt so schön gemacht, Herr. Amen.

„Schmunzeliges“
„Warum sagen Sie heute etwas ganz Anderes aus als gestern?“, will der Richter wütend vom Angeklagten wissen. „Ja, gestern wollten Sie mir ja nicht glauben!“, der Angeklagte.

Es ist besser seinen Mund zu halten
Und dumm zu erscheinen,
als ihn zu öffnen
und allen Zweifel auszuräumen.

(Mark Twain)

„Schmunzeliges“
An der Wohnungstür läutet es. Die Ehefrau öffnet die Tür und kehrt nach kurzer Zeit zu ihrem Mann, der auf der Couch sitzt, zurück und fragt: „Vor der Tür steht ein junger Mann von der Freiwilligen Feuerwehr. Er bittet um eine Spende. Was kann ich ihm geben?“ - „Naja, gib ihm halt 'nen Eimer Wasser!“


Die Armen stehen im Mittelpunkt des Evangeliums,
sind das Herzstück des Evangeliums.
Wenn wir die Armen aus dem Evangelium herausnehmen,
können wir die gesamte Botschaft Jesu Christi nicht verstehen.
(Papst Franziskus)