Wir sind immer eingeladen vertrauensvoll zu bitten.
„Bittet und es wird euch gegeben“, sagt Jesus (Mt 7,7)
Christus ist gerecht und barmherzig. Ihn bitten wir:
1. Für alle, die nur das Schlechte in anderen sehen:
Öffne ihr Herz und lass sie das Gute in jedem Menschen erkennen.
2. Für alle, die durch Enttäuschungen und Schicksalsschläge verletzt sind:
Schenke ihnen neuen Mut und befreie sie von Angst und Verbitterung.
3. Für alle, die Verantwortung für andere tragen:
Gib ihnen Geduld und Weisheit für ihre Entscheidungen.
4. Für alle Kranken, Armen, Einsamen und Verzweifelten:
Schenke ihnen Menschen, die ihnen zuhören und ihnen helfen.
5. Für deine Kirche und alle Gläubigen:
Hilf uns, unseren Glauben zu leben und Gutes zu tun.
6. Für alle, die einen schweren Schicksalsschlag erlebt haben:
Gib ihnen Halt und die Kraft, nach vorne zu schauen.
7. Für uns alle:
Gib uns den Mut, füreinander da zu sein und einander zu helfen.
8. Für alle Architekten und Ingenieurinnen:
Segne ihre Arbeit, damit ihre Bauten sicher sind und den Menschen dienen.
9. Für unsere Familien und Freunde:
Beschütze und segene uns alle.
10. Für unsere Verstorbenen:
Nimm sie auf in dein Reich und schenke ihnen das ewige Leben.
Nimm mit unseren Bitten auch den Dank dafür an, dass wir dir vertrauen können. Ehre sei dir, unserem Herrn und Gott in Ewigkeit.
Amen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit. Amen
Herr wir bitten komm und segne uns,
lege auf uns deinen Frieden.
Segnend halte Hände über uns.
Rühr uns an mit deiner Kraft.
Es segne und beschütze uns alle der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.
Tagesevangelium
Tagesevangelium vom 12. September 2026
Evangelium Lukas 6, 43–49
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Es gibt keinen guten Baum, der schlechte Früchte bringt,
noch einen schlechten Baum, der gute Früchte bringt.
Denn jeden Baum erkennt man an seinen Früchten:
Von den Disteln pflückt man keine Feigen
und vom Dornstrauch erntet man keine Trauben.
Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor
und der böse Mensch bringt aus dem bösen das Böse hervor.
Denn wovon das Herz überfließt, davon spricht sein Mund.
Was sagt ihr zu mir: Herr! Herr! und tut nicht, was ich sage?
Ich will euch zeigen, wem ein Mensch gleicht, der zu mir kommt
und meine Worte hört und danach handelt.
Er gleicht einem Mann, der ein Haus baute
und dabei die Erde tief aushob und das Fundament auf einen Felsen stellte.
Als ein Hochwasser kam und die Flutwelle gegen jenes Haus prallte,
konnte sie es nicht erschüttern, weil es gut gebaut war.
Wer aber hört und nicht danach handelt, gleicht einem Mann,
der ein Haus ohne Fundament auf die Erde baute.
Die Flutwelle prallte dagegen und sofort stürzte es ein;
und der Einsturz jenes Hauses war gewaltig.
…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Das Gleichnis vom guten und vom schlechten Baum steht auch bei Matthäus in der Bergpredigt: An ihren Taten soll man echte und falsche Propheten unterscheiden. Die Regel gilt für die christlichen Lehrer ebenso wie für die pharisäischen Schriftgelehrten; sie gilt allgemein für die Beurteilung eines Menschen. Seine Taten zeigen besser als seine Reden, was wirklich in ihm steckt. Alles, was der Mensch tut, hat seinen Ursprung in der personalen Mitte, im „Herzen“. Das Evangelium will aber nicht nur eine Regel für kluge Menschenkenntnis geben; Gott selbst beurteilt den Menschen nach dem, was er inwendig ist und was er an „Früchten“ hervorbringt. – Das Gleichnis vom Hausbau bildet bei Lukas ebenso wie bei Matthäus den Abschluss der Bergpredigt. Beim Bauen kommt alles auf das feste Fundament an, beim Hören des Wortes auf das Tun. Nicht mit einem beruhigenden Amen schließt Jesus diese Predigt, sondern mit einer eindringlichen Warnung.
Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.
(Roger Schulz)
mit etwas Gutem zu beginnen
Es ist nie zu spät, mit etwas Gutem zu beginnen.
(chinesische Weisheiten)
Möge die Straße dir entgegeneilen,
möge der Wind immer in deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott dich schützend in seiner Hand.“
Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.
(chinesische Weisheiten)
Gott schauen
Am Ende seines Lebens wurde der alte König schwermütig. Missmutig ließ er alle Weisen des Landes rufen: „Ich habe alles in meinem Leben erlebt. Nur Gott habe ich nicht gesehen. Ihn will ich noch sehen. Ich habe nicht mehr viel Zeit. Ich gebe euch drei Tage, dass ich Gott ins Angesicht schauen kann. Schafft ihr es nicht, werde ich euch töten lassen.“ Als die Tage vorüber waren, ließ er alle wieder vor sich rufen. Die Weisen blieben jedoch stumm. Als der zornige König ihr Todesurteil verkünden wollte, kam ein Hirte vom Feld. Er hatte vom Befehl des Königs gehört und sprach: „Erlaube mir, großer König, dass ich dir deinen Wunsch erfülle.“ – „Es geht um deinen Kopf“, antwortete der König, „wenn es dir nicht gelingt, werde ich dich töten lassen.“ Der Hirte nickte und führte den König vor das Schloss. Dann zeigte er auf die Sonne. „Schau hin, großer König.“ Der König wollte in die Sonne blicken, aber ihr Glanz blendete ihn so stark, dass er seine Augen schloss. „Aber König“, sprach der Hirte, „die Sonne ist doch nur ein kleines Stückchen der Schöpfung Gottes. Und du willst mit deinen schwachen, tränenden Augen Gott schauen? Geh und suche ihn mit anderen Augen!“ (Nach Leo Tolstoi)
Der Dank ist eine Gewalt, vor der alle finsteren Mächte weichen.
(Hermann von Bezzel)
„Schmunzeliges“
Zornig hält der Chef einem Mitarbeiter vor: „Sagen Sie mal, Herr Schmitt, haben Sie schon mal darüber nachgedacht, warum wir Ihnen das Gehalt in einer Geschenkverpackung überreichen?“
Wo Liebe ist, da sind auch Engel.
(Sinnspruch)

