Heute wird sie besonders verehrt - Hildegard von Bingen
Wer war sie?
Hildegard von Bingen (ca. 1098–1179) war eine deutsche Benediktineräbtissin, Mystikerin, Schriftstellerin, Komponistin und Naturkundlerin. Sie wurde in Bermersheim vor der Höhe geboren und wuchs im Kloster Disibodenberg auf. Später gründete sie das Kloster Rupertsberg bei Bingen und wurde zu einer wichtigen Persönlichkeit der mittelalterlichen Kirche. Hildegard verfasste zahlreiche Schriften über Religion, Natur und Heilkunst. In „Scivias“ beschrieb sie ihre mystischen Visionen. In „Physica“ und „Causae et Curae“ beschäftigte sie sich mit Heilpflanzen, Krankheiten und naturkundlichen Themen. Außerdem komponierte sie viele liturgische Gesänge, die für ihre ausdrucksstarke und ungewöhnliche Musik bekannt sind. Hildegard verband Religion, Natur, Wissenschaft und Kunst miteinander. 2012 wurde sie von Papst Benedikt XVI. zur Kirchenlehrerin der katholischen Kirche erklärt. Bis heute gilt sie als eine der bedeutendsten Frauen des Mittelalters.
Es gibt eine Kraft, die in allem Leben wirkt.
(Hildegard von Bingen)
Tagesgebet
Gott, du Quelle des Lebens, du hast die heilige Hildegard
mit prophetischem Geist erfüllt.
Hilf uns, nach ihrem Vorbild
über deine Wege nachzusinnen
und deiner Führung zu folgen,
damit wir in der Dunkelheit dieser Welt
das Licht deiner Klarheit erkennen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Der Mensch ist ein Teil der Schöpfung
und trägt Verantwortung für sie.
(Hildegard von Bingen)
Die Seele ist wie ein Wind, der über die Kräuter weht und sie zum Leben erweckt.
(Hildegard von Bingen)
Morgengebet
Morgengebet
Guter Gott,
an diesem neuen Morgen
schenke uns dein Licht.
Auch wenn Traurigkeit und Angst,
Leid und Verzweiflung,
Krankheit und Schuld
unser Leben verdunkeln:
Dein Licht bleibt.
Es ist das Licht der Hoffnung,
der Liebe und des Trostes,
der Versöhnung und des Vertrauens.
Lass dein Licht heute
in unseren Herzen leuchten
und durch uns für andere sichtbar werden.
Das Licht vom Himmel
löscht niemand mehr aus.
Amen.
Herr, auf dich vertraue ich,
in deine Hände lege ich mein Leben.
Herr wir bitten komm und segne uns lege auf uns deinen Frieden.
Segnend halte Hände über uns. Rühr uns an mit deiner Kraft.
Alles Gute, Aloys
Tagesevangelium
….. Tagesevangelium vom 17. September 2026
Evangelium Matthäus 25, 1–13
In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis:
Mit dem Himmelreich wird es sein wie mit zehn Jungfrauen,
die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen.
Fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug.
Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl,
die klugen aber nahmen mit ihren Lampen noch Öl in Krügen mit.
Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein.
Mitten in der Nacht aber erscholl der Ruf: Siehe, der Bräutigam! Geht ihm entgegen!
Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht.
Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus!
Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es nicht für uns und für euch;
geht lieber zu den Händlern und kauft es euch!
Während sie noch unterwegs waren, um es zu kaufen, kam der Bräutigam.
Die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal und die Tür wurde zugeschlossen.
Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf!
Er aber antwortete ihnen und sprach: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht.
Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.
…. Besinnliches zum heutigen Evangelium:
Nicht von Jungfrauen oder Mädchen ist in diesem Evangelium die Rede, sondern vom Kommen des Menschensohnes und von der Wachsamkeit. Die wachenden Menschen werden klug, die schlafenden töricht oder einfältig genannt. Im Gleichnis von den zehn Jungfrauen schlafen allerdings auch die klugen ein; für die einen wie für die anderen kommt der Herr plötzlich und unerwartet. Aber während die Einfältigen mit leeren Lampen und leeren Händen dastehen, haben die Klugen ihre Lampen voll Öl: Sie haben das Evangelium gehört und verstanden, sie haben danach gelebt, ihr Herz ist wach. Den Einfältigen nützt es nichts, mit leeren Herzen Kyrie („Herr, Herr“) zu rufen.
Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.
(Roger Schulz)

