Tagesevangelium

Tagesevangelium vom 18. Juni 2026

Evangelium Matthäus 6, 7–15

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden,
die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen.
Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.
So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel,
geheiligt werde dein Name, dein Reich komme,
dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf der Erde.
Gib uns heute das Brot, das wir brauchen!
Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben!
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns vor dem Bösen!
Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt,
dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben.
Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt,
dann wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Das Vaterunser ist uns an zwei Stellen des Neuen Testaments überliefert: Mt 6, 9–13 und Lk 11, 2–5. Die kürzere Form (Lukas) ist vermutlich die ursprünglichere. Alle Bestandteile dieses Gebets lassen sich von der alttestamentlichen und jüdischen Gebetsüberlieferung herleiten, und doch hat Jesus daraus etwas völlig Neues und Einmaliges gemacht. Der Inhalt des Vaterunsers und die Anordnung der Bitten zeigen uns nicht nur die Art und Ordnung, wie wir beten sollen; sie sagen uns auch alles über Gott und die Welt, und sie ordnen unser eigenes Leben in der Welt und vor Gott. Die drei ersten Bitten (dein Name, dein Reich, dein Wille) zielen auf das Offenbarwerden der Macht und Herrlichkeit Gottes (Offb 11, 17). Auch die zwei folgenden Bitten (Brot und Vergebung) richten sich auf die Zukunft. Das tägliche Brot ist das Brot, das uns mit Leib und Seele den morgigen Tag erreichen lässt, den Tag des Gerichts und der endgültigen Rettung. Und schließlich die nüchterne, demütige Bitte um Bewahrung vor dem Bösen, vor dem wir nicht endgültig sicher sind, solange diese Zeit dauert. Das Vaterunser ist also das Gebet des Menschen, der nur eine Sorge hat: seinen Weg bis ans Ziel zu gehen, an dem Gott ihn erwartet.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)


bekömmlicher machen

Christen dürfen den Menschen in ihrer Umgebung 
das Leben bekömmlicher machen.

(Paul Deitenbeck)

Gott einen Ort sichern und seine Gegenwart entdecken:
Im Innersten des Herzens und in der Weite menschlichen Miteinanders,
im stillen Gebet und im gemeinsamen Lobpreis.
(Josefine Prinz)

Oft ist ein Engel jemand,
der Hoffnung in traurigen Menschen erweckt.

(Tanja Grassecker)

Erntedank
Wenn die ersten Nebel sich heben am Morgen,
weiß ich, wie Du für uns sorgst.
Wenn ich die verbleibenden Tautropfen auf den Gräsern sehe,
weiß ich, Du hast sie gegeben.
Ich sehe den Sonnenschein aus dem Nebel hervorstrahlen,
und weiß, er kommt von Dir.
Ich sehe die Äcker, die Ähren, wie sie wachsen und reifen,
ich sehe die Bäume, reich an Obst, die Beeren, die Nüsse,
alles, was wir brauchen, Herr, kommt von Dir.
Der Regenbogen am Himmel erinnert uns an Dein Versprechen:
so lange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte,
Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.
Du bist es, der Sonne und Regen sendet,
Du bist es, der Wachsen und Gedeihen schenkt,
Du gibst das Korn, das unser Brot wird,
Du gibst die Früchte, die auf unseren Tischen sind.
Ohne Dich ist nichts, das gemacht ist.
Alles, was ist, ist durch Dich gemacht.
Dir wollen wir unseren Dank bringen,
denn Du bist groß und niemand außer Dir.
Dir wollen wir danken, für Deine Gaben.

Glauben heißt, beständig das Frohe, Glückliche, Gute erwarten.
(Sören Kierkegaard)

Halte nichts für selbstverständlich!
Die Quelle einer großen Freude ist:
Halte nichts für selbstverständlich!
Entdecke auch das Gewöhnliche jederzeit neu.
(nach Karen Kutter)

Zehn Jahre Gutes tun ist nicht genug.
Ein Tag lang Böses tun ist zu viel.

(Chinesisches Sprichwort)

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

3 x „SCHMUNZELIGES“
1. Fragt die Religionslehrerin: „Warum bitten wir den lieben Gott täglich um das Brot? Wir könnten doch einmal in der Woche darum bitten.“ Lara: „Weil das Brot frisch sein soll!“
2. Der Richter vorwurfsvoll zum Angeklagten: „Sie haben in dem Hotel Handtücher geklaut. Wissen Sie, was darauf steht?“ – „Natürlich: Hotel zum Bären!“
3. Fritzchen fragt ein Mädchen in der Schule: "Willst du mit mir gehen?" Das Mädchen antwortet: "Fällt dir nichts Besseres ein?" Fritzchen sagt: "Doch, aber die wollte nicht."

Es segne und begleite uns der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen