1. O komm, o komm, Emmanuel, mach frei Dein armes Israel!
In Angst und Elend liegen wir und fleh voll Sehnsucht auf zu dir.
Freu dich, freu dich, o Israel, bald kommt, bald kommt, Emmanuel.
2. O komm, o komm, Emmanuel, mach frei dein armes Israel!
Du Weisheit aus des höchsten Mund, durchdringe unsres Weltalls Rund!
Freu dich, freu dich, o Israel, bald kommt, bald kommt, Emmanuel.
3. O komm, o komm, Emmanuel, mach frei dein armes Israel!
Komm, starker Gott, Gott Zebaot, rett uns aus Sünde, Angst und Not!
Freu dich, freu dich, o Israel, bald kommt, bald kommt, Emmanuel.
4. O komm, o komm, Emmanuel, mach frei dein armes Israel!
Mit Jesses neuem Herrscherstab treib weit von uns die Feinde ab!
Freu dich, freu dich, o Israel, bald kommt, bald kommt, Emmanuel.
5. O komm, o komm, Emmanuel, mach frei dein armes Israel!
Mit Davids Schlüssel tritt hervor und schließe auf des Himmels Tor!
Freu dich, freu dich, o Israel, bald kommt, bald kommt, Emmanuel.
6. O komm, o komm, Emmanuel, mach frei dein armes Israel!
Geh auf, o Sonn! Mit deiner Pracht zerstreu die Nebel und die Nacht!
Freu dich, freu dich, o Israel, bald kommt, bald kommt, Emmanuel.
7. O komm, o komm, Emmanuel, mach frei dein armes Israel!
Komm, unser König, Herr und Hirt, dass endlich uns die Rettung wird!
Freu dich, freu dich, o Israel, bald kommt, bald kommt, Emmanuel.
8. O komm, o komm, Emmanuel, mach frei dein armes Israel!
O Hoffnung aller Völker du, komm, führ uns deinem Frieden zu!
Freu dich, freu dich, o Israel, bald kommt, bald kommt, Emmanuel.
9. Freut euch im Herrn! Denn er ist nah; bald ist der Welt Erretter da.
Tragt eure Sorgen, eure Not mit Dank und Bitten hin vor Gott!
Freuet euch! Freuet euch! Der Herr ist nah. Bald ist der Welt Erretter da.
Freu dich, freu dich, o Israel, bald kommt, bald kommt, Emmanuel.
10. Wir danken dir, Herr Jesus Christ, der du das Heil der Menschen bist:
Schaff uns in deiner Liebe neu, mach uns in deinem Dienste treu!
Freuet euch! Freuet euch! Der Herr ist nah. Bald ist der Welt Erretter da.
über die Liebe
Über die Liebe
Gestern stand ich am Tempeltor und befragte die Vorbeieilenden über das Geheimnis und den Sinn der Liebe. Vor meinen Augen wanderte ein alter Mann vorbei, sein Gesicht war abgezehrt und voller Melancholie. Er seufzte vor sich hin und sagte: „Die Liebe ist eine Schwäche der Natur, die seit Adam und Eva von Geschlecht zu Geschlecht weitergegeben wurde.“ Ein kräftiger Jüngling erwiderte: „Die Liebe verbindet die Gegenwart mit Vergangenheit und Zukunft.“ Dann erschien ein schönes, rotwangiges junges Mädchen, und sie sagte lächelnd: „Die Liebe gleicht dem Wein, der von den Bräuten der Morgendämmerung kredenzt wird, er macht starke Seelen noch stärker und befähigt sie, zu den Sternen emporzusteigen.“ Nach ihr sprach ein bärtiger, schwarz gekleideter Mann, der finster dreinsah: „Liebe ist die blinde Unwissenheit, mit der die Jugend beginnt und endet! Ein anderer erklärte lächelnd: „Die Liebe ist ein göttliches Wissen, das es dem Menschen ermöglicht, ebenso viel wahrzunehmen wie die Götter.“ Hierauf sprach ein blinder Mann, der sich den Weg mit einem Stock ertastete: „Die Liebe ist ein Nebel, der uns die Sicht nimmt. Sie verhindert, dass die Seele das Geheimnis der Existenz erkennt, so dass das Herz nur zitternde Schattenbilder des Verlangens inmitten von Hügeln wahrnimmt und nur das Echo von Schreien hört, die aus stimmlosen Tälern kommen.“ Ein schwacher Greis, der seine Füße wie zwei Lumpen einherschleppte, sagte mit bebender Stimme: „Liebe gleicht dem Ruhen des Leibes in der Stille des Grabes, der Gelassenheit der Seele in der Tiefe der Ewigkeit.“ Nach ihm sagte lachend ein fünfjähriges Kind: „Mein Vater und meine Mutter sind die Liebe, und außer ihnen weiß niemand, was Liebe ist.“ In dieser Art sprachen alle, die vorbeigingen, von der Liebe als dem Inbegriff ihrer Hoffnungen und Enttäuschungen. Die Liebe aber blieb das Geheimnis, das sie immer gewesen ist.
( Khalil Gibran)
„SCHMUNZELIGES“
Fritzchen fragt seine Mutter: „Können männliche und weibliche Regenschirme eigentlich Kinder kriegen?“ „Natürlich nicht, so ein Unsinn!“ „Und wo kommen dann die Knirpse her?“

