welch besonderes Wort
Morgengebet
Guter Gott,
wir danken dir für diesen Tag.
Segensreich –
welch besonderes Wort,
welch hohe Auszeichnung,
wenn von einem Menschen gesagt wird:
Sein Dienst, seine Arbeit, sein Leben
sind für andere zum Segen.
Herr, lass auch unseren heutigen Tag
segensreich werden.
Schenke uns offene Augen für die Menschen,
die unsere Aufmerksamkeit brauchen,
ein gutes Wort für jene, die Ermutigung suchen,
Geduld, wo etwas schwerfällt,
und ein offenes Herz für die kleinen Zeichen deiner Liebe.
Lass unsere Arbeit nicht nur gelingen,
sondern durch uns Gutes bewirken.
Lass unser Reden aufrichten,
unser Handeln helfen
und unsere Nähe anderen guttun.
Bewahre uns davor,
nur um uns selbst zu kreisen.
Erinnere uns daran,
dass wir einander anvertraut sind
und dass selbst kleine Gesten
zum Segen werden können.
Gott,
segne unsere Hände, die heute anpacken,
unsere Füße, die Wege gehen,
unseren Mund, der Worte spricht,
und unser Herz, das fühlen und lieben darf.
Lass von unserem Tun etwas von deinem Segen ausgehen.
Und wenn dieser Tag zu Ende geht,
möge von uns gesagt werden können:
Hier hat ein Mensch gelebt,
dessen Dienst, dessen Arbeit,
dessen Leben für andere segensreich war.
Darum bitten wir dich
für diesen neuen Tag.
Amen.
Herr, auf dich vertraue ich,
in deine Hände lege ich mein Leben.
Herr wir bitten komm und segne uns lege auf uns deinen Frieden.
Segnend halte Hände über uns. Rühr uns an mit deiner Kraft.
Dankbar Grüße, Aloys
Tagesevangelium
Tagesevangelium vom 26. September 2026
Evangelium Lukas 9, 43b–45
In jener Zeit bstaunten alle Leute über das, was Jesus tat; er aber sagte zu seinen Jüngern:
Behaltet diese Worte in euren Ohren: Der Menschensohn wird nämlich
in die Hände von Menschen ausgeliefert werden.
Doch die Jünger verstanden den Sinn seiner Worte nicht;
er blieb ihnen verborgen, sodass sie ihn nicht begriffen.
Aber sie scheuten sich, Jesus zu fragen, was er damit sagen wollte.
…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Die erste Leidensansage Jesu folgte auf das Messiasbekenntnis des Petrus (gestrige Lesung); von da an klingt das Thema bei Lukas immer wieder an. Bei der Verklärung auf dem Berg ist den Jüngern der Hinweis auf das Leiden (9, 31) kaum recht bewusst geworden. Im heutigen Evangelium wird ihnen energisch gesagt, sie sollen aufmerken (V. 44); sie sollen sich keiner Täuschung hingeben: Der Menschensohn, dessen Hoheit und Macht sie gesehen haben, wird den Menschen, d. h. den Sündern (24, 7), ausgeliefert werden. Von wem ausgeliefert? Letzten Endes vom Vater, der seinen Sohn dahingibt (Röm 8, 32). Die Jünger hören die Worte, aber sie verstehen sie nicht; sie wollen nicht verstehen. Vor dem Geheimnis des Leidens gehören auch sie zu denen, die sehen und doch nicht sehen, hören und doch nicht verstehen.
Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.
(Roger Schulz)

