Tagesevangelium vom 26. September 2026
Evangelium Lukas 9, 43b–45
In jener Zeit bstaunten alle Leute über das, was Jesus tat; er aber sagte zu seinen Jüngern:
Behaltet diese Worte in euren Ohren: Der Menschensohn wird nämlich
in die Hände von Menschen ausgeliefert werden.
Doch die Jünger verstanden den Sinn seiner Worte nicht;
er blieb ihnen verborgen, sodass sie ihn nicht begriffen.
Aber sie scheuten sich, Jesus zu fragen, was er damit sagen wollte.
…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Die erste Leidensansage Jesu folgte auf das Messiasbekenntnis des Petrus (gestrige Lesung); von da an klingt das Thema bei Lukas immer wieder an. Bei der Verklärung auf dem Berg ist den Jüngern der Hinweis auf das Leiden (9, 31) kaum recht bewusst geworden. Im heutigen Evangelium wird ihnen energisch gesagt, sie sollen aufmerken (V. 44); sie sollen sich keiner Täuschung hingeben: Der Menschensohn, dessen Hoheit und Macht sie gesehen haben, wird den Menschen, d. h. den Sündern (24, 7), ausgeliefert werden. Von wem ausgeliefert? Letzten Endes vom Vater, der seinen Sohn dahingibt (Röm 8, 32). Die Jünger hören die Worte, aber sie verstehen sie nicht; sie wollen nicht verstehen. Vor dem Geheimnis des Leidens gehören auch sie zu denen, die sehen und doch nicht sehen, hören und doch nicht verstehen.
Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.
(Roger Schulz)