neu Gottes Nähe erfahren

Mögest du Menschen begegnen, die dir guttun,
Wege finden, die dich weiterbringen,
und jeden Tag neu Gottes Nähe erfahren.


Was ich dir wünsche:
Ich wünsche dir nicht
ein Leben ohne Entbehrungen,
ein Leben ohne Schmerz,
ein Leben ohne Störung.
Was solltest du tun mit einem solchen Leben?
Ich wünsche dir aber,
dass du bewahrst sein mögest an Leib und Seele,
dass dich einer tragt und schützt
und dich durch alles, was geschieht,
deinem Ziel entgegenführt.
Ich wünsche dir nicht,
dass du unberührt bleiben mögest von Trauer,
unberührt vom Schicksal anderer Menschen,
das wünsche ich dir nicht.
So unbedacht soll man nicht wünschen.
Ich wünsche dir aber,
das dich immer wieder etwas berührt,
was ich dir nicht so recht beschreiben kann.
Es heißt „Gnade“.
Gnade ist ein altes Wort, aber wer sie erfährt,
für den ist sie wie Morgenlicht.
Man kann sie nicht wollen und nicht erzwingen,
aber wenn sie dich berührt, dann weißt du, es ist gut.
(Jörg Zink)

„Schmunzeliges“
Der Bauer schläft mehrere Nächte im Stall der trächtigen Kuh, aber diese will einfach nicht kalben. Langsam macht er sich Sorgen und ruft den Tierarzt. Dieser sagt: "Verlassen Sie lieber den Stall. Wenn die Kuh Sie so sieht, denkt sie, das kleine Rindvieh wäre schon da!"

29. Juni Petrus und Paulus

29. Juni - Hochfest der beiden Apostel hl. Petrus und hl. Paulus

Petrus und Paulus – Zwei Freunde von Jesus

Vor langer Zeit lebten zwei Männer, die vielen Menschen von Jesus erzählten. Sie hießen Petrus und Paulus. Obwohl sie sehr unterschiedlich waren, hatten sie etwas Wichtiges gemeinsam: Sie wollten, dass die Menschen von Gottes Liebe erfahren.

Petrus war Fischer. Eines Tages sagte Jesus zu ihm: „Komm mit mir!“ Petrus ließ seine Netze zurück und wurde einer der engsten Freunde von Jesus. Manchmal machte Petrus Fehler. Einmal hatte er sogar Angst und sagte, dass er Jesus nicht kenne. Das machte ihn sehr traurig. Doch Jesus vergab ihm und zeigte ihm, dass jeder eine neue Chance bekommen kann.

Paulus hieß früher Saul. Am Anfang mochte er die Menschen nicht, die an Jesus glaubten. Doch auf einer Reise geschah etwas Besonderes: Paulus begegnete Jesus auf wunderbare Weise. Danach änderte er sein Leben. Von da an reiste er durch viele Städte und erzählte allen von Jesus und seiner Botschaft der Liebe und Hoffnung.

Petrus und Paulus trafen viele Menschen, halfen ihnen und erzählten Geschichten von Jesus. Das war nicht immer leicht. Manchmal wurden sie ausgelacht oder sogar ins Gefängnis gebracht. Trotzdem gaben sie nicht auf.
Bis heute erinnern sich viele Menschen an Petrus und Paulus. Ihr Leben zeigt, dass man aus Fehlern lernen kann, dass jeder sich ändern kann und dass Mut und Liebe die Welt ein bisschen heller machen.

Jeder macht einmal Fehler – und kann neu anfangen.
Menschen können sich zum Guten verändern.
Es ist wichtig, freundlich, mutig und hilfsbereit zu sein.
Gottes Liebe gilt allen Menschen.

Nicht der Todestag der beiden Apostel wird am 29. Juni gefeiert, sondern die vermutliche Übertragung ihrer Reliquien in die Katakombe an der Via Appia, nahe bei der heutigen Kirche San Sebastiano. Das heutige Fest wird zum ersten Mal im römischen Staatskalender von 354 erwähnt. Simon, Bruder des Andreas, stammte aus Betsaida in Galiläa, war verheiratet, von Beruf Fischer. Jesus gab ihm den Namen Kephas = „Fels“ (woraus lat. Petrus wurde). Petrus wird in allen Apostelverzeichnissen als Erster genannt. Nach dem Weggang Jesu übernahm er die Führung der Gemeinde in Jerusalem. Er nahm auch den ersten Heiden in die Kirche auf (Apg 10, 11). Sein Aufenthalt in Rom und sein Märtyrertod unter Kaiser Nero (zw. 64 und 67) können als historisch gesichert gelten.
Als Todesjahr des Paulus wird 67 genannt. Früher gab es am 30. Juni noch einen besonderen Gedenktag des heiligen Paulus; er steht seit 1970 nicht mehr im römischen Kalender; stattdessen hat das Fest der Bekehrung des heiligen Paulus (25. Januar) einen höheren Rang erhalten.

Nur zwischen Glaube und Vertrauen ist Frieden.
(Friedrich Schiller)