Abendgebet
Gott,
am Ende dieses Tages komme ich zu dir
mit allem, was gewesen ist:
mit dem Schönen und dem Schweren,
mit dem Gelungenen und dem, was mich beschäftigt.
Du erinnerst mich daran:
Die Liebe stellt sich der Wirklichkeit.
Sie läuft nicht davon,
sie verschließt nicht die Augen,
sondern lässt sich auf das ein, was ist.
Darum schenke mir den Mut,
mein Leben anzunehmen, wie es heute vor mir liegt.
Was ich annehme, kann verwandelt werden.
Was ich ablehne oder verdränge,
kann ich nur schwer in deine Hände legen.
Lehre mich,
die Menschen und Situationen dieses Tages
mit den Augen der Liebe zu betrachten.
Lass mich bejahen, was ich nicht ändern kann,
und gib mir Kraft, zu verwandeln,
was durch deine Liebe verwandelt werden darf.
Wo ich verletzt wurde, schenke mir Heilung.
Wo ich schuldig geworden bin, schenke mir Vergebung.
Wo ich enttäuscht bin, schenke mir Frieden.
Und wo ich selbst nicht weiterweiß,
lass mich darauf vertrauen,
dass deine Liebe größer ist als meine Grenzen.
So lege ich diesen Tag in deine Hände.
Alles, was war, darf jetzt sein.
Alles, was morgen kommt,
lege ich vertrauensvoll in deine Hand.
Bleibe bei mir in dieser Nacht
und lass mich geborgen sein in deiner Liebe.
Amen.
Herr, auf dich vertraue ich,
in deine Hände lege ich mein Leben.
Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende
gewähre uns der allmächtige Herr. Amen.
Schlafe gut, Aloys