Der Psalm 11 – für Kinder erklärt
Wenn ich Angst habe, kann ich Gott vertrauen. Er sieht mich, liebt das Gute und lässt mich nicht allein.
Stell dir vor, du hast Angst, weil um dich herum etwas Schlimmes passiert. Vielleicht streiten sich Menschen, jemand ist gemein oder alles fühlt sich unsicher an. Genau so ging es dem Mann, der Psalm 11 geschrieben hat. Manche sagen zu ihm: "Lauf weg! Versteck dich!" Aber er antwortet: "Ich vertraue auf Gott." Er glaubt, dass Gott alles sieht – die guten und die schlechten Dinge. Auch wenn es manchmal so aussieht, als hätten böse Menschen Erfolg, vergisst Gott niemanden. Er liebt das Gute und hilft den Menschen, die ehrlich und freundlich leben.
Wenn du Angst hast, musst du nicht alles allein schaffen. Gott ist bei dir und sieht, was passiert. Gott freut sich, wenn wir ehrlich, gerecht und liebevoll sind. Auch wenn das Gute manchmal schwächer aussieht als das Böse, hat Gott alles
Psalm 11
Gottes Blick auf den Menschen
[Für den Chormeister. Von David.] Beim Herrn finde ich Zuflucht. /
Wie könnt ihr mir sagen: «In die Berge flieh wie ein Vogel»?
2 Schon spannen die Frevler den Bogen, /
sie legen den Pfeil auf die Sehne, um aus dem Dunkel zu treffen /
die Menschen mit redlichem Herzen.
3 Gerät alles ins Wanken, /
was kann da der Gerechte noch tun?
4 Der Herr weilt in seinem heiligen Tempel, /
der Thron des Herrn ist im Himmel. Seine Augen schauen herab, /
seine Blicke prüfen die Menschen.
5 Der Herr prüft Gerechte und Frevler; /
wer Gewalttat liebt, den hasst er aus tiefster Seele.
6 Auf die Frevler lasse er Feuer und Schwefel regnen; /
sengender Wind sei ihr Anteil.
7 Denn der Herr ist gerecht, er liebt gerechte Taten; /
wer rechtschaffen ist, darf sein Angesicht schauen.
Die Psalmen singen von der Liebe Gottes,
denn jeder Tag ist ein Zeichen von Gottes Gnade.