glücklich sind

Die Seligpreisungen

Eines Tages setzte sich Jesus auf einen Hügel. Viele Menschen kamen, um ihm zuzuhören. Sie wollten wissen, wie man so lebt, wie Gott es gut findet. Jesus überraschte sie. Er sagte nicht: „Glücklich sind die Stärksten, Reichsten oder Berühmtesten.“ Stattdessen sprach er von Menschen, die anderen helfen, freundlich sind und auf Gott vertrauen.
Jesus sagte zum Beispiel:
Glücklich sind die Freundlichen, denn sie machen die Welt schöner.
Glücklich sind die, die traurig sind, denn Gott tröstet sie.
Glücklich sind die Friedensstifter, denn sie helfen Menschen, sich wieder zu vertragen.
Glücklich sind die Barmherzigen, denn sie kümmern sich um andere.
Glücklich sind die, die gerecht handeln, denn sie setzen sich für das Gute ein.
Glücklich sind die, die ein reines Herz haben, denn sie lieben das Gute und Ehrliche.
Mit „glücklich“ meinte Jesus nicht, dass immer alles leicht ist. Er meinte: Gott ist den Menschen ganz nah, die lieben, teilen, trösten und Frieden bringen.
So zeigen die Seligpreisungen: Jeder kann jeden Tag ein kleines Stück von Gottes Liebe weitergeben – mit guten Worten, offenen Händen und einem freundlichen Herzen.

„Schmunzeliges“
Eine Reporterin fragt den 100-Jährigen: „Was muss man machen, um hundert Jahre alt zu werden?“ – „Vor allem aufpassen“, antwortet der Jubilar, „dass man nicht vorher stirbt!“


Hoffnung und Freude

Jesus,
danke, dass du immer bei mir bist.
Schenke mir Hoffnung, wenn ich traurig bin,
und erfülle mein Herz mit Freude.
Hilf mir, freundlich zu anderen zu sein
und jeden neuen Tag mit einem Lächeln zu beginnen.
Amen.

… immer wieder gerne singe ich das folgende Lied:

Meine Hoffnung und meine Freude,
meine Stärke, mein Licht
Christus meine Zuversicht,
auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht,
auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht.

Tagesevangelium

Tagesevangelium vom 25. Juli 2026

Evangelium Matthäus 20, 20–28

In jener Zeit kam die Frau des Zebedäus mit ihren Söhnen zu Jesus, fiel vor ihm nieder und bat ihn um etwas.
Er fragte sie: Was willst du? Sie antwortete: Versprich, dass meine beiden Söhne
in deinem Reich rechts und links neben dir sitzen dürfen!
Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, was ihr erbittet.
Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? Sie sagten zu ihm: Wir können es.
Da antwortete er ihnen: Meinen Kelch werdet ihr trinken;
doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken
habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die es mein Vater bestimmt hat.
Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich über die beiden Brüder.
Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker unterdrücken
und die Großen ihre Vollmacht gegen sie gebrauchen.
Bei euch soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will,
der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll euer Sklave sein.
Wie der Menschensohn nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen,
sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Auf die Ankündigung Jesu, er werde nach Jerusalem hinaufgehen, dort ausgeliefert und umgebracht werden (Mt 20,17–19: 3. Leidensankündigung), reagieren die Jünger auf eine unerwartete Weise (Mt 20,20–28). Lukas bemerkt auch, dass sie vom Gesagten nichts verstanden hatten (18,34). Sie denken an die Verheißung Jesu, dass seine Jünger auf zwölf Thronen sitzen werden, um die zwölf Stämme Israels zu richten (Mt 19,28), und so bitten die Zebedäus-Söhne darum, bei diesem Gericht die ersten Beisitzer zu sein. Die Antwort Jesu ist zugleich Abweisung und Einladung. Das Sitzen auf Thronen ist nicht aktuell; zuerst sollen die Jünger mit Jesus den Leidensweg gehen; sie sollen dienen, nicht herrschen. Jesus selbst versteht seinen Weg als Dienst des „Knechtes“, der für die Vielen, d. h. für alle, sein Leben hingibt.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)