die Geschichte vom Suppenstein

… ein schöne Geschichte
P.S. Trier ist sehr schön!


Der Suppenstein
Es war in einem kleinen Dorf, in dem es nichts mehr zu feiern gab, weil fast alle Lebensmittel aufgebraucht waren. Der Krieg hatte die Menschen dort arm und misstrauisch gemacht. Jeder hielt seine mageren Vorräte vor den anderen versteckt. Der Dorfplatz, auf dem früher fröhliche Feste gefeiert wurden, blieb leer. Doch da kam eines Tages ein Wanderer ins Dorf, der einen wunderlichen, schweren Rucksack auf dem Rücken trug. Die Leute fragten ihn: „Was hast du denn in deinem Rucksack? Es muss wohl etwas Kostbares sein. Sonst würdest du es ja nicht mir dir herumschleppen.“ „Oh ja“, gab der Fremde zur Antwort, „es ist tatsächlich etwas ganz Kostbares. Es ist ein Suppenstein.“ „Ein Suppenstein“, riefen die Leute erstaunt aus, „was ist denn das? Davon haben wir noch nie gehört.“ Und sie wollten wissen, wozu ein Suppenstein gut ist. Er sah nämlich bei genauem Hinsehen nur aus wie ein großer, aber sonst gewöhnlicher Flusskiesel. „Füllt mir einen großen Kessel mit Wasser und macht mir auf dem Marktplatz ein Feuer darunter“, befahl der Fremde „und dann werdet ihr sehen, dass ich mit diesem Suppenstein eine köstliche Suppe zubereiten werde.“ Das wollte zwar niemand so recht glauben, aber sie taten doch, wie es der Fremde befohlen hatte. Als nun das Wasser in dem großen Topf mit dem Stein schon eine Weile gekocht hatte, ließ sich der Fremde eine Schöpfkelle reichen und kostete davon. „Aah!“ rief er aus, „das schmeckt schon ganz ordentlich. Ich meine, es fehlen lediglich einige Karotten. Hat hier noch jemand einige Karotten?“ Zuerst sah es so aus, als würde sich niemand melden. Dann aber rief eine Frau: „Ich habe noch Karotten! Ich hole sie sofort!“ Und so schnitt der Fremde die Karotten in den Topf. Nach einer Weile kostete er erneut von der Suppe und meinte: „Einige Kartoffeln würden den Geschmack sicherlich noch verbessern!“ Er schaute sich fragend um und wieder lief jemand in sein Haus, um das kleine Säckchen Kartoffeln zu holen, das sich dort noch fand. Und immer wieder kostete der Fremde von der Suppe und war doch nie ganz zufrieden. Es fehlte ihm noch Salz, dann Petersilie und Schnittlauch, dann Sellerie und ein Zwiebelchen und noch manch anderes. Immer bereitwilliger liefen die Leute nach Hause, um das herbeizuholen, was noch fehlte. Endlich aber war der Fremde zufrieden: „Die Suppe ist fertig!“ Alle aßen mit großem Appetit und Behagen davon und konnten sich nicht genug darüber wundern, wie man mit einem Stein eine so schmackhafte und herrliche Suppe kochen kann. Es war ein richtiges Fest geworden, weil der Fremde das Wunder vollbracht hatte, dass die Menschen das, was sie noch hatten, zu einem gemeinsamen Essen hergegeben hatten.


Psalm 66 Lobpreis

Der Psalm 66
Der Psalm 66 ist ein Dankpsalm. Er bittet um Gottes Eingebung, erinnert an Gottes Rettung der Israeliten aus der Not und preist Gottes Macht über die Erde. Die Gläubigen sollen Gott loben, ihm Opfer bringen und Gottes wundersame Taten schildern. Er betont Dankbarkeit für Gottes Hilfe, die zur Freude und zum Glauben führt.


1 Aufruf zum Lobpreis
[Für den Chormeister. Ein Lied. Ein Psalm.] Jauchzt vor Gott, alle Länder der Erde! /
2 Spielt zum Ruhm seines Namens! /
Verherrlicht ihn mit Lobpreis!
3 Sagt zu Gott: «Wie Ehrfurcht gebietend sind deine Taten; /
vor deiner gewaltigen Macht müssen die Feinde sich beugen.»
4 Alle Welt bete dich an und singe dein Lob, /
sie lobsinge deinem Namen! [Sela]
5 Kommt und seht die Taten Gottes! /
Staunenswert ist sein Tun an den Menschen:
6 Er verwandelte das Meer in trockenes Land, /
sie schritten zu Fuß durch den Strom; /
dort waren wir über ihn voll Freude.
7 In seiner Kraft ist er Herrscher auf ewig; /
seine Augen prüfen die Völker. /
Die Trotzigen können sich gegen ihn nicht erheben. [Sela]
8 Preist unsern Gott, ihr Völker; /
lasst laut sein Lob erschallen!
9 Er erhielt uns am Leben /
und ließ unseren Fuß nicht wanken.
10 Du hast, o Gott, uns geprüft /
und uns geläutert, wie man Silber läutert.
11 Du brachtest uns in schwere Bedrängnis /
und legtest uns eine drückende Last auf die Schulter.
12 Du ließest Menschen über unsere Köpfe schreiten. /
Wir gingen durch Feuer und Wasser. /
Doch du hast uns in die Freiheit hinausgeführt.
13 Ich komme mit Opfern in dein Haus; /
ich erfülle dir meine Gelübde,
14 die ich einst dir versprach, /
die dir mein Mund in der Not gelobte.
15 Fette Tiere bringe ich dir als Brandopfer dar, /
zusammen mit dem Rauch von Widdern; /
ich richte dir Rinder und Böcke zu. [Sela]
16 Ihr alle, die ihr Gott fürchtet, kommt und hört; /
ich will euch erzählen, was er mir Gutes getan hat.
17 Zu ihm hatte ich mit lauter Stimme gerufen /
und schon konnte mein Mund ihn preisen.
18 Hätte ich Böses im Sinn gehabt, /
dann hätte der Herr mich nicht erhört.
19 Gott aber hat mich erhört, /
hat auf mein drängendes Beten geachtet.
20 Gepriesen sei Gott; denn er hat mein Gebet nicht verworfen /
und mir seine Huld nicht entzogen.

Die Psalmen möchten alle ermutigen
zum Lesen, zum Nachdenken und zum Rezitieren.

Die Psalmen singen von der Liebe Gottes,
denn jeder Tag ist ein Zeichen von Gottes Gnade.


nur mit etwas Güte

Der bessere Weg
Ein kleiner Junge, der zu Besuch bei seinem Opa war, fand eine kleine Landschildkröte und begann gleich sie zu untersuchen. In diesem Moment zog sich die Schildkröte in ihren Panzer zurück und der Junge versuchte vergeblich sie mit einem Stöckchen herauszuholen. Der Großvater hatte ihm zugeschaut und hinderte ihn daran, das Tier weiter zu quälen. „So nicht.“, sagte er, „komm‘ ich zeig‘ dir wie man das macht.“ Er nahm die Schildkröte mit ins Haus und setzte sie auf den warmen Kachelofen. Nach wenigen Minuten wurde das Tier warm, steckte seinen Kopf und seine Füße heraus und kroch auf den Jungen zu. „Menschen sind manchmal wie Schildkröten“, sagte der Mann. „Versuche niemals jemanden zu zwingen. Wärme ihn nur mit etwas Güte auf und er wird seinen Panzer verlassen können.“
(Autor unbekannt)