Zieh an die Macht

1. Zieh an die Macht, du Arm des Herrn,
wohlauf und hilf uns streiten.
Noch hilfst du deinem Volke gern,
wie du getan vorzeiten.
Wir sind im Kampfe Tag und Nacht,
o Herr, nimm gnädig uns in Acht
und steh uns an der Seiten.

2. Mit dir, du starker Heiland du,
muss uns der Sieg gelingen;
wohl gilt's zu streiten immerzu,
bis einst wir dir lobsingen.
Nur Mut, die Stund ist nimmer weit,
da wir nach allem Kampf und Streit
die Lebenskron erringen.

3. Drängt uns der Feind auch um und um,
wir lassen uns nicht grauen;
du wirst aus deinem Heiligtum
schon unsre Not erschauen.
Fort streiten wir in deiner Hut
und widerstehen bis aufs Blut
und wollen dir nur trauen.

4. Herr, du bist Gott! In deine Hand
o lass getrost uns fallen.
Wie du geholfen unserm Land,
so hilfst du fort noch allen,
die dir vertraun und deinem Bund
und freudig dir von Herzensgrund
ihr Loblied lassen schallen.

Tagesevangelium

Tagesevangelium vom 18. April 2026

Evangelium Johannes 6, 16–21


Als es Abend geworden war, gingen die Jünger Jesu zum See von Galiläa hinab,
bestiegen ein Boot und fuhren über den See, auf Kafárnaum zu.
Es war schon dunkel geworden und Jesus war noch nicht zu ihnen gekommen.
Da wurde der See durch einen heftigen Sturm aufgewühlt.
Als sie etwa fünfundzwanzig oder dreißig Stadien gefahren waren,
sahen sie, wie Jesus über den See kam und sich dem Boot näherte; und sie fürchteten sich.
Er aber rief ihnen zu: Ich bin es; fürchtet euch nicht!
Sie wollten ihn zu sich in das Boot nehmen, aber schon war das Boot am Ufer, das sie erreichen wollten.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Die Brotvermehrung geschah am hellen Tag, aber der Tag war nicht hell genug, um der Menge das geschehene Zeichen sichtbar und verstehbar zu machen. In der Nacht fuhren die Jünger dann über den See, sie allein. Sie gehören nicht zur Volksmenge, aber auch Jesus ist „noch nicht“ bei ihnen (V. 17). Sie müssen allein abfahren, dann aber wird die Nacht hell. Jesus erscheint ihnen und sagt: „Ich bin es.“ Im Ersten Bund hat Gott sich seinen Erwählten so vorgestellt: „Ich bin …“ Jetzt ist Jesus der Ort, an dem Gott gegenwärtig ist und erfahren werden kann.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)