von den Keksen

Die Geschichte von den Keksen
Eine junge Frau wartete auf einem großen Flughafen auf ihren Flug. Weil sie mehrere Stunden warten musste, entschied sie sich, ein gutes Buch zu kaufen. Zudem kaufte sie sich eine Packung Kekse. Sie setzte sich auf eine Bank im Ruheraum des Flughafens, um sich auszuruhen und das Buch zu lesen. Auf der einen Seite der Bank, auf der die Packung der Kekse lag, begann ein Mann in seiner Zeitschrift zu lesen. Als sie das erste Keks nahm, machte der Mann dasselbe. Sie war irritiert über dieses Verhalten, sagte aber nichts und dachte für sich: “Was für eine Frechheit, am liebsten würde ich ihn ohrfeigen!” Bei jedem Keks, das sie nahm, nahm der Mann auch eines. Das brachte sie in Rage, aber sie wollte keine Szene machen. Als nur noch ein Keks übrigblieb, dachte sie: “Und was macht er wohl jetzt, dieser schamlose Kerl?” Der Mann nahm das letzte Keks, brach es in zwei Stücke und reichte ihr die eine Hälfte. Ah, das war jetzt aber wirklich zu viel des Guten! Sie war außer sich! Blitzschnell nahm sie ihr Buch und ihr Gepäck und rauschte hinaus, hinüber zum Abflugsgate. Als sie sich im Flugzeug dann auf ihren Platz setzte, öffnete sie ihre Handtasche, um die Lesebrille herauszunehmen – und fand da, zur großen Überraschung ihre Packung Kekse, ganz und ungeöffnet! Da fühlte sie sich einfach MIES!! Sie realisierte, wie sie sich geirrt hatte. Sie hatte ganz vergessen, dass sie ihre Packung Kekse in der Handtasche versorgt hatte. Der Mann hatte seine Kekse mit ihr geteilt – ohne Groll oder Furcht. Unter Schock erinnerte sie sich daran, wie sie gedacht hatte, sie hätte ihre Kekse mit ihm geteilt und jetzt hatte sie nicht mehr die Gelegenheit, die Situation zu erklären oder sich zu entschuldigen …

„Schmunzeliges“

Wieso gehen die Ostfriesen in der Adventszeit immer durchs Fenster raus und rein? Weil Weihnachten vor der Tür steht!

Erst in der Nacht sieht man die Sterne.
(Chiara Lubrich)

Tagesevangelium vom 10. Mai 2026

Evangelium Johannes 14, 15–21

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.
Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben,
der für immer bei euch bleiben soll, den Geist der Wahrheit,
den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt.
Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird.
Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, ich komme zu euch.
Nur noch kurze Zeit und die Welt sieht mich nicht mehr;
ihr aber seht mich, weil ich lebe und auch ihr leben werdet.
An jenem Tag werdet ihr erkennen: Ich bin in meinem Vater,
ihr seid in mir und ich bin in euch. Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt;
wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden
und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Die Liebe, von der Jesus spricht, ist nicht bloßes Gefühl, sondern Tat. Sie ist aber mehr als nur Erfüllung von Pflichten durch uns; Jesus verheißt uns den Heiligen Geist, die Liebe Gottes in Person, die Freude Gottes, die Kraft Gottes. Dem glaubenden und liebenden Menschen verheißt Jesus noch mehr: „Wir“ – Jesus und der Vater – „werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen“ (14, 23). Göttliche Weite und Fülle wird uns geschenkt, wenn wir bereit sind, die Gabe Gottes anzunehmen.

Jesus lässt die Seinen nicht allein zurück, wir stehen nicht mit leeren Händen da. Wir haben sein Wort und seine Weisung. Wenn wir sie mitnehmen in unseren Alltag, haben wir den Geist der Wahrheit als Beistand und werden beschenkt mit der Liebe des Vaters.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)