du bist sehr wichtig

Die kleine Schraube
Es gab einmal in einem riesigen Schiff eine ganz kleine Schraube, die mit vielen, ebenso kleinen Schrauben zwei große Stahlplatten miteinander verband. Diese kleine Schraube fing an, bei der Fahrt mitten im Ozean etwas locker zu werden, und drohte herauszufallen. Da sagten die nächsten Schrauben zu ihr: „Wenn du herausfällst, dann gehen wir auch.“ Und die Nägel unten am Schiffskörper sagten: „Uns wird es auch zu eng, wir lockern uns auch ein wenig.“ Als die großen eisernen Rippen das hörten, riefen sie: „Um Gottes Willen bleibt!“ Denn wenn ihr nicht mehr haltet, dann ist es um uns geschehen!“ Und das Gerücht vom Vorhaben der kleinen Schraube verbreitete sich blitzschnell durch den ganzen riesigen Körper des Schiffes. Es ächzte und erbebte in allen Fugen. Da beschlossen sämtliche Rippen und Platten und Schrauben, und auch die kleinsten Nägel, eine gemeinsame Botschaft an die kleine Schraube zu senden, sie möge doch bleiben; denn sonst würde das ganze Schiff bersten und keine von ihnen die Heimat erreichen. Das schmeichelte dem Stolz der kleinen Schraube, dass ihr solche ungeheure Bedeutung beigemessen wurde, und sie ließ sagen, sie wolle bleiben.

„Schmunzeliges“
"Wie fandet ihr denn die Berge?" "Wir fuhren die Straße immer geradeaus und da waren sie dann plötzlich!"


leidenschaftlich neugierig

Ich habe keine besondere Begabung, 
sondern bin nur leidenschaftlich neugierig.

(Albert Einstein)

Dem Hungrigen gehört das Brot, das du zurückhältst,
dem Nackten das Kleidungsstück, das du im Schrank verwahrst,
dem Barfüßigen der Schuh, der bei dir verfault,
dem Bedürftigen das Silber, das du vergraben hast.
Aber du bist mürrisch und unzugänglich,
du gehst jeder Begegnung mit einem Armen aus dem Weg,
damit du nicht genötigt wirst, auch nur ein Weniges abzugeben.
Du kennst nur die eine Rede:
Ich habe nichts und kann nichts geben, denn ich bin arm.
Ja, arm bist du wirklich: arm an Liebe,
arm an Gottesglauben, arm an ewiger Hoffnung.
(Basilius von Cäsarea, 4. Jh.)

Wie dem Geist nichts zu groß ist,
so ist die Güte nichts zu klein.
(Jean Paul)

Das Ziel, auf das von jetzt bis in alle Zukunft der Blick gerichtet sein muss, ist,
dass völkerentzweiende Fragen nicht mehr durch Kriege entschieden werden können.
Die Entscheidung muss friedlich gefunden werden.
In keiner Weise dürfen wir uns dazu bewegen lassen,
die Stimme der Menschlichkeit in uns zum Schweigen zu bringen.
(Albert Schweitzer)

„Schmunzeliges“
Die Mutter hat Rebekka schon zum fünften Mal wieder zum Schlafen ins Bett geschickt. Mit mühsamer Beherrschung sagt sie: „Komm mir nicht wieder mit liebe Mami!“ Ein halbe Stunde später meldet sich Rebekka aus dem Schlafzimmer: „Frau Meier, kann ich noch etwas zu trinken haben?“

Werde, was du noch nicht bist,
bleibe, was du jetzt schon bist.

(Franz Grillparzer)