Tagesevangelium vom 05. Februar 2026
Evangelium Lukas 9, 23–26
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge:
Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst,
nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren;
wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten.
Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt,
dabei aber sich selbst verliert und Schaden nimmt?
Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt,
dessen wird sich der Menschensohn schämen,
wenn er in seiner Herrlichkeit kommt
und in der des Vaters und der heiligen Engel.
…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Auf das Messiasbekenntnis des Petrus (Lk 9,18–21) folgen die erste Leidensansage (9,22) und die Einladung zur Kreuzesnachfolge. Jesus weiß, was ihn, den Messias, in Jerusalem erwartet (vgl. Lk 2,34). Jesus wird den Weg gehen, der dem „Gottesknecht“, einer geheimnisvollen Gestalt beim Propheten Jesaja, vorherbestimmt ist. Jesus will seine Jünger darauf vorbereiten. Die Einladung zur Leidensnachfolge ist aber nicht nur an die Jünger gerichtet, sondern an „alle“ (9,23; vgl. Mk 8,34). Jesus „nachfolgen“ ist gleichbedeutend mit „sich verleugnen“ und „das Kreuz auf sich nehmen“. „Sich verleugnen“ hat nicht den etwas muffigen Geruch von „sich verdemütigen“. Es besagt: auf Ehre und Leben verzichten können, um bei Jesus zu bleiben. Nur wenn der Jünger mit Jesus bis zum Ende solidarisch bleibt und so „sein Leben verliert“, wird er sein Leben wirklich retten, und er wird in der Gemeinschaft und Freude bleiben, die Jesus allein geben kann.
Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.
(Roger Schulz)
Bitten
Wir sind immer eingeladen vertrauensvoll zu bitten.
„Bittet und es wird euch gegeben“, sagt Jesus (Mt 7,7)
Jesus Christus lebt in unserer Mitte und weiß um unser Menschsein. Zu ihm rufen wir:
1. Möge alle Menschen Achtung, Wertschätzung und Nächstenliebe erfahren und leben.
Jesus, du Heiland, wir bitten dich.
2. Ermutige alle, die sich um gewaltfreien Umgang miteinander bemühen.
Jesus, du Heiland, wir bitten dich.
3. Unterstütze die Bemühungen der Menschen, Hunger und Seuchen auf der Erde zu besiegen.
Jesus, du Heiland, wir bitten dich.
4. Beschütze uns segne unsere Familien und Freunde.
Jesus, du Heiland, wir bitten dich.
5. Durchdringe unser Leben mit dem Geist der Liebe, dass darin die Wahrheit deiner Botschaft aufleuchtet.
Jesus, du Heiland, wir bitten dich.
6. Schenke den Kranken Kraft und den Sterbenden Hoffnung.
Jesus, du Heiland, wir bitten dich.
7. Für alle Menschen, die vor lauter Irdischem keinen Platz für das Himmlische haben: um Besinnung auf das Wesentliche.
Jesus, du Heiland, wir bitten dich.
8. Gib Frieden, bewahre vor Katastrophen, ermögliche ein Leben im Einklang mit der Schöpfung.
Jesus, du Heiland, wir bitten dich.
9. Hilf den Christinnen und Christen, fröhlich zu sein, Gutes zu tun und die Spatzen pfeifen zu lassen.
Jesus, du Heiland, wir bitten dich.
10. Für alle Mächtigen und Verantwortlich in der Politik.
Jesus, du Heiland, wir bitten dich.
Mit allem, was uns bewegt, sind wir bei dir geborgen – immer und in Ewigkeit.
Amen.
Beten wir wie Jesus:
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit. Amen
Herr wir bitten komm und segne uns,
lege auf uns deinen Frieden.
Segnend halte Hände über uns.
Rühr uns an mit deiner Kraft.
Es segne und beschütze uns alle der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.
Dankbarkeit Gott gegenüber
Dankbarkeit braucht ein Gegenüber.
Und die Dankbarkeit Gott gegenüber
hält die Freude dauerhaft wach.
(Anselm Grün)
Wenn wir anfangen zu glauben,
dass es keine größere Freude gibt als mit anderen und für andere zu arbeiten –
anstatt nur für uns – dann wird unsere Gesellschaft ein wahrer Ort der Feier.
(Jean Vanier)
„Schmunzeliges“
„Gab es unter den Geburtstagsgeschenken auch einige Überraschungen?“ – „Und ob! Von Meiers erhielt ich ein Buch, das ich vor einem Jahr schon an Müllers ausgeliehen hatte!“
Jeder schöne Augenblick, den wir erleben,
ist wie eine Perle, die wir auf die Kette unseres Lebens fädeln.
Und jeder Moment, den wir genießen,
macht unsere Kette ein klein bisschen kostbarer.
(unbekannt)
Jesus sagte zu Petrus: „Weide meine Schafe“
und nicht: „Melke und schere sie.“
(Antonius von Padua)
„Mein Herr und mein Gott,
nimm alles von mir, was mich hindert zu dir.
Mein Herr und mein Gott,
gib alles mir, was mich fördert zu dir.
Mein Herr und mein Gott,
nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.“

