Demut und Vertrauen

Der Psalm 131

Der Psalm 131 ist ein kurzer, bescheidener und vertrauensvoller Psalm. Er drückt Demut aus, betont das Vertrauen auf Gott statt auf eigene Größe und schildert Gelassenheit wie ein zurückhaltendes Kind bei der Mutter. Kernaussagen: Ruhe, Zuversicht in Gottes Fürsorge, und das Abgeben von Ehrsucht oder Streben nach Hoheit.

1 Der Frieden in Gott
[Ein Wallfahrtslied.] Herr, mein Herz ist nicht stolz, /
nicht hochmütig blicken meine Augen. Ich gehe nicht um mit Dingen, /
die mir zu wunderbar und zu hoch sind.
2 Ich ließ meine Seele ruhig werden und still; /
wie ein kleines Kind bei der Mutter ist meine Seele still in mir.
3 Israel, harre auf den Herrn /
von nun an bis in Ewigkeit!

Die Psalmen singen von der Liebe Gottes,
denn jeder Tag ist ein Zeichen von Gottes Gnade.

Im Maien hebt

1. Im Maien hebt die Schöpfung an zu blühen und zu singen;
die Erde hat sich aufgetan, uns neue Frucht zu bringen.
Den Gnadenfrühling voller Pracht
hast du, Maria, uns gebracht: Dir soll das Lob erklingen.

2. Du bist das blütenreiche Land, die segensvolle Erde,
an der Gott Wohlgefallen fand, du allzeit Unversehrte.
Du trugst - o wunderbares Los –
den Gottessohn in deinem Schoß, dass uns Erlösung werde.

3. Du allerschönster Rosenstrauch, der je auf Erden blühte,
befruchtet durch des Geistes Hauch, betaut von Gottes Güte:
Den Heiland, der aus dir entsprang,
du nahmst ihn auf mit Lobgesang und liebendem Gemüte.

4. Als Weizenkorn gab sich dein Sohn in Erdenleid und Sterben,
um uns, als seines Todes Lohn, das Leben zu erwerben.
Sein Leib uns nährt, sein Blut uns tränkt –
der Sohn, den du der Welt geschenkt, macht uns zu Himmelserben.