eine besondere Geste

....... ein besonderer Dialog.
Gewohnheiten – Handlungsweisen

Kabir und der Skorpion

Es gibt eine Begebenheit im Leben des Heiligen Kabir, der auf seinem Weg einen Skorpion sah der ins Wasser gefallen war und sich so in einer schlimmen Lage befand. Kabir versuchte den Skorpion zu ergreifen, um ihn aus dem Wasser zu nehmen und aufs Trockene zu setzen. Aber als er versuchte, das Tier zu berühren, stach es ihn, und das tat so weh, dass er seine Hand ein wenig zurückziehen musste. Nach einer Weile streckte er seine Hand wieder aus, aber der Skorpion gab ihm wieder einen heftigen Stich. So musste der heilige Kabir seine verletzte Hand ein zweites Mal zurückziehen. Nichts desto weniger versuchte er wiederholt seine Hand auszustrecken um den Skorpion zu erfassen. Da beugte sich sein Begleiter zu ihm herüber und fragte: "Was machst Du da? Weißt Du denn nicht, dass er dich wieder stechen wird?" Kabir antwortete: "Doch, ich weiß es." Warum streckst Du dann Deine Hand aus? "Willst du dich denn immer wieder stechen lassen?" Kabir antwortete: "Ich strecke nicht meine Hand aus, um mir Stiche zu holen, sondern um ihm zu helfen!" Da meinte der andere: "Du versuchst ihm zu helfen; doch er hat die Gewohnheit zu stechen. "Darauf antwortete Kabir. "Wenn er nichts gegen seine Gewohnheit machen kann, warum sollte ich dann meine Gewohnheit ändern? Meine Art zu handeln ist, anderen zu helfen. Ich ändere meine Handlungsweise nicht, und er ändert die seine nicht."

Uns wünsche ich einen guten Tag, Aloys


Psalm 85

Der Psalm 85
Mich sprechen besonders folgende Worte an:
„Seine Herrlichkeit wohne in unserm Land!“
Herzliche Grüße, Aloys


1 Bitte um das verheißene Heil
[Für den Chormeister. Ein Psalm der Korachiter.]
2 Einst hast du, Herr, dein Land begnadet /
und Jakobs Unglück gewendet,
3 hast deinem Volk die Schuld vergeben, /
all seine Sünden zugedeckt, [Sela]
4 hast zurückgezogen deinen ganzen Grimm /
und deinen glühenden Zorn gedämpft.
5 Gott, unser Retter, richte uns wieder auf, /
lass von deinem Unmut gegen uns ab!
6 Willst du uns ewig zürnen, /
soll dein Zorn dauern von Geschlecht zu Geschlecht?
7 Willst du uns nicht wieder beleben, /
sodass dein Volk sich an dir freuen kann?
8 Erweise uns, Herr, deine Huld /
und gewähre uns dein Heil!
9 Ich will hören, was Gott redet: /
Frieden verkündet der Herr seinem Volk und seinen Frommen, /
den Menschen mit redlichem Herzen. [Sela]
10 Sein Heil ist denen nahe, die ihn fürchten. /
Seine Herrlichkeit wohne in unserm Land.
11 Es begegnen einander Huld und Treue; /
Gerechtigkeit und Friede küssen sich.
12 Treue sprosst aus der Erde hervor; /
Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder.
13 Auch spendet der Herr dann Segen /
und unser Land gibt seinen Ertrag.
14 Gerechtigkeit geht vor ihm her /
und Heil folgt der Spur seiner Schritte.

Bei Psalmen geht es darum,
uns mit allen Emotionen in unserer Seele zu verbinden.
Ich finde, dass mich die Psalmen
in verschiedenen Lebensphasen und Situationen erreichen.
Vor allem zeigt es mir, wie ich Chancen
für eine Trendwende erkennen kann,
wenn die Dinge schlecht laufen.

Die Psalmen singen von der Liebe Gottes,
denn jeder Tag ist ein Zeichen von Gottes Gnade.