Thema Barmherzigkeit

Was sagt Jesus in der Bibel zum Thema „Barmherzigkeit“?
Jesus spricht sehr häufig über Barmherzigkeit. Für ihn ist sie kein nebensächlicher Charakterzug, sondern ein zentrales Merkmal des Lebens mit Gott. Seine Worte und sein Handeln zeigen, dass Barmherzigkeit sowohl im Umgang mit anderen Menschen als auch in der Beziehung zu Gott entscheidend ist.

„Selig sind die Barmherzigen“
„Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.“ (Matthäus 5,7)
In der Bergpredigt beschreibt Jesus Barmherzigkeit als eine Haltung, die Gott selbst belohnt. Wer anderen mit Mitgefühl und Vergebung begegnet, erfährt auch Gottes Barmherzigkeit.

Barmherzigkeit ist wichtiger als äußerliche Religiosität
Jesus zitiert zweimal den Propheten Hosea:
„Barmherzigkeit will ich und nicht Opfer.“ (Matthäus 9,13; 12,7)
Damit kritisiert er eine Religiosität, die zwar Regeln beachtet, aber Liebe und Mitgefühl vermissen lässt.

Der barmherzige Samariter
In der bekannten Geschichte (Lukas 10,25–37) hilft ein Samariter einem schwer verletzten Mann, während andere vorbeigehen. Jesus schließt mit den Worten: „Geh hin und handle du ebenso!“
Die Botschaft ist: Der Nächste ist nicht nur der, der uns nahesteht, sondern jeder Mensch in Not.

Vergebung gehört zur Barmherzigkeit
Jesus lehrt: „Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben.“ (Matthäus 6,14) Und auf die Frage, wie oft man vergeben soll, antwortet er:
„Nicht bis zu siebenmal, sondern bis zu siebzigmal siebenmal.“ (Matthäus 18,22)
Barmherzigkeit zeigt sich also auch darin, anderen immer wieder zu vergeben.

Nicht richten
Jesus sagt: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden.“ (Lukas 6,36–37)
Hier macht Jesus Gott selbst zum Vorbild: So wie Gott den Menschen mit Erbarmen begegnet, sollen auch seine Nachfolger handeln.

Barmherzigkeit gegenüber den Bedürftigen
Im Gleichnis vom Weltgericht sagt Jesus: „Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“
(Matthäus 25,40) Hungrige speisen, Kranke besuchen, Fremde aufnehmen und Gefangene besuchen sind für Jesus Ausdruck echter Gottesliebe.

Jesus macht deutlich:
Barmherzigkeit ist wichtiger als bloße Pflichterfüllung.
Sie zeigt sich in Mitgefühl, praktischer Hilfe, Vergebung und Geduld.
Gott ist barmherzig und erwartet, dass seine Nachfolger diese Barmherzigkeit widerspiegeln.
Wahre Liebe zu Gott wird im barmherzigen Umgang mit anderen Menschen sichtbar.
Ein passender Leitvers ist Lukas 6,36: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“

das Neue Testament in der Bibel

… das Neue Testament in der Bibel:

Das Neue Testament wurde nicht auf einmal geschrieben, sondern entstand über mehrere Jahrzehnte im 1. Jahrhundert n. Chr. Die meisten Historiker datieren die Schriften ungefähr so:
Die ältesten Texte sind die Briefe des Paulus von Tarsus, geschrieben etwa 50–65 n. Chr.
Das Markusevangelium entstand wahrscheinlich um 65–70 n. Chr.
Das Matthäusevangelium und das Lukasevangelium wurden meist auf 80–90 n. Chr. datiert.
Das Johannesevangelium entstand wahrscheinlich zwischen 90 und 100 n. Chr.
Die Offenbarung des Johannes wird häufig auf etwa 95 n. Chr. datiert.
Insgesamt wurde das Neue Testament also ungefähr zwischen 50 und 100 n. Chr. verfasst, also etwa 20 bis 70 Jahre nach dem Tod Jesu, der gewöhnlich auf etwa 30 n. Chr. datiert wird.
Die 27 Schriften des Neuen Testaments wurden erst im Laufe der folgenden Jahrhunderte als verbindlicher Kanon der christlichen Bibel anerkannt.

Lieber Gott,
danke für die Botschaft der Bibel.
Danke, dass wir darin von Jesus lernen.
Hilf uns, freundlich zu sein,
anderen zu helfen
und Liebe zu schenken.
Schenke uns ein gutes Herz,
damit wir auf dein Wort hören
und jeden Tag etwas Gutes tun.
Sei bei unserer Familie,
unseren Freunden
und allen Menschen auf der Welt.
Amen.