keinen Tag soll es geben

1. Keinen Tag soll es geben, da du sagen musst: 
Niemand ist da, der mir die Hände reicht.
Keinen Tag soll es geben, da du sagen musst:
Niemand ist da, der mit mir Wege geht.
Und der Friede Gottes,
der höher ist als unsre Vernunft,
der halte unsrn Verstand wach
und unsre Hoffnung groß
und stärke unsre Liebe.

2. Keinen Tag soll es geben, da du sagen musst:
Niemand ist da, der mich mit Kraft erfüllt.
Keinen Tag soll es geben, da du sagen musst:
Niemand ist da, der mir die Hoffnung stärkt.
Und der Friede Gottes,
der höher ist als unsre Vernunft,
der halte unsrn Verstand wach
und unsre Hoffnung groß
und stärke unsre Liebe.

3. Keinen Tag soll es geben, da du sagen musst:
Niemand ist da, der mich mit Geist beseelt.
Keinen Tag soll es geben, da du sagen musst:
Niemand ist da, der mir das Leben schenkt.
Und der Friede Gottes,
der höher ist als unsre Vernunft,
der halte unsrn Verstand wach
und unsre Hoffnung groß
und stärke unsre Liebe.


Augen hellen Schein

…. „voll Freude alle Schöpfung preist“

…entdecken, wahrnehmen, staunen, freuen, ….
Mögen wir den Tag zuversichtlich angehen und gestalten.
Folgend der Hymnus aus der heutigen Laudes.
Herzliche Grüße, Aloys

Schon zieht herauf des Tages Licht,
wir flehn zu Gott voll Zuversicht:
Bewahre uns an diesem Tag
vor allem, was uns schaden mag.

Bezähme unsrer Zunge Macht,
dass sie nicht Hass und Streit entfacht;
lass unsrer Augen hellen Schein
durch Böses nicht verdunkelt sein.

Rein sei das Herz und unversehrt
und allem Guten zugekehrt.
Und gib uns jeden Tag das Brot
für unsre und der Brüder Not.

Senkt sich hernieder dann die Nacht
und ist das Tagewerk vollbracht,
sei dir all unser Tun geweiht
zum Lobe deiner Herrlichkeit.

Dich, Vater, Sohn und Heil’ger Geist,
voll Freude alle Schöpfung preist,
der jeden neuen Tag uns schenkt
und unser ganzes Leben lenkt. Amen.


Tagesevangelium

Tagesevangelium vom 18. November 2025

Evangelium Lukas 19, 1–10


In jener Zeit kam Jesus nach Jéricho und ging durch die Stadt.
Und siehe, da war ein Mann namens Zachäus;
er war der oberste Zollpächter und war reich.
Er suchte Jesus, um zu sehen, wer er sei,
doch er konnte es nicht wegen der Menschenmenge;
denn er war klein von Gestalt.
Darum lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum,
um Jesus zu sehen, der dort vorbeikommen musste.
Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf
und sagte zu ihm: Zachäus, komm schnell herunter!
Denn ich muss heute in deinem Haus bleiben.
Da stieg er schnell herunter und nahm Jesus freudig bei sich auf.
Und alle, die das sahen, empörten sich
und sagten: Er ist bei einem Sünder eingekehrt.
Zachäus aber wandte sich an den Herrn
und sagte: Siehe, Herr, die Hälfte meines Vermögens gebe ich den Armen,
und wenn ich von jemandem zu viel gefordert habe,
gebe ich ihm das Vierfache zurück.
Da sagte Jesus zu ihm: Heute ist diesem Haus Heil geschenkt worden,
weil auch dieser Mann ein Sohn Abrahams ist.
Denn der Menschensohn ist gekommen,
um zu suchen und zu retten, was verloren ist.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium:
Wenn das Evangelium sagt „Heute“, dann geschieht etwas Neues, von Gott her: Die Geschichte eines Menschen (oder der Menschheit) ist an ein Ziel gekommen: „Heute ist euch … der Retter geboren“ (Lk 2, 11); „heute hat sich das Schriftwort … erfüllt“ (Lk 4, 21) und: „Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden“ (Lk 19, 9); „heute noch wirst du mit mir im Paradies sein“ (Lk 23, 43). An den beiden letzten Stellen wird das Heute der Gnade einzelnen Menschen zugesprochen: dem Zöllner Zachäus und dem Verbrecher am Kreuz. Für beide bedeutet dieses Heute die große Wende: Jesus begegnet ihnen als Heiland der Sünder. Bei ihnen möchte er seine Wohnung nehmen. „Die Leute“ murren, sie stoßen sich daran, dass Jesus bei dem Zöllner zu Gast ist. Aber im Himmel ist Freude über den einen, der sich bekehrt. Freude auch im Herzen des Zöllners, weil er, zum ersten Mal vielleicht, Liebe erfährt. Er wird mehr geliebt, weil er mehr Liebe nötig hat. So ist die Liebe Gottes. Sie nimmt dem Bekehrten die Last eines verfehlten Lebens ab und gibt ihm die Freude der Umkehr und der Gemeinschaft.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)