Daniel Löwe Kinderbibel

In der Löwengrube
(Daniel 1,6)

Viele, viele Jahre lang vergaß Gottes Volk seinen Herrn. So erlaubte Gott dem König von Babylon, Nebukadnezar, Juda einzunehmen. Der König nahm viele Menschen gefangen, darunter auch eine Gruppe von Jungen aus Jerusalem, zu der Daniel gehörte. Dann befahl der König seinem Oberkämmerer, Männer aus angesehenen israelitischen Familien auszusuchen, die zu Diener des königlichen Hofes ausgebildet werden sollten. Unter diesen ausgewählten Männern waren Daniel und seine Freunde. Während ihrer Ausbildung studierten sie wichtige Schriften und lernten die babylonische Sprache. Im Laufe der Zeit wurde Daniel sehr klug. Dann nahmen die Perser Babylon ein, und ihr Führer Darius wurde König. Darius ernannte Daniel zu seinem Berater und Daniel diente ihm treu. Aber die anderen Berater des Königs beneideten Daniel um die Aufmerksamkeit, die er erhielt, und verschworen sich gegen ihn. Als sie bemerkten, dass er jeden Tag zu Gott betete, sagten sie.“ Wenn wir Daniel in Schwierigkeiten bringen wollen, muss es mit seiner Religion zu tun haben.“ Die Berater überredeten den König, ein neues Gesetz zu verabschieden, nach dem dreißig Tage lang niemand etwas von Gott oder einem Menschen erbitten durfte, nur vom König selbst. Jeder, der gegen das Gesetz verstieß, sollte den Löwen vorgeworfen werden.


Tagesevangelium

….. Tagesevangelium vom 19. Juni 2025

Evangelium Lukas 9, 11b–17


In jener Zeit redete Jesus zum Volk vom Reich Gottes
und machte gesund, die der Heilung bedurften.
Als der Tag zur Neige ging, kamen die Zwölf
und sagten zu ihm: Schick die Leute weg,
damit sie in die umliegenden Dörfer und Gehöfte gehen,
dort Unterkunft finden und etwas zu essen bekommen;
denn wir sind hier an einem abgelegenen Ort.
Er antwortete ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen!
Sie sagten: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische;
wir müssten erst weggehen und für dieses ganze Volk etwas zu essen kaufen.
Es waren nämlich etwa fünftausend Männer.
Er aber sagte zu seinen Jüngern:
Lasst sie sich in Gruppen zu ungefähr fünfzig lagern!
Die Jünger taten so und veranlassten, dass sich alle lagerten.
Jesus aber nahm die fünf Brote und die zwei Fische,
blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis und brach sie;
dann gab er sie den Jüngern, damit sie diese an die Leute austeilten.
Und alle aßen und wurden satt.
Als man die übrig gebliebenen Brotstücke einsammelte, waren es zwölf Körbe voll.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium:

Jesus hat die Fünftausend gespeist, weil sie Hunger hatten, so wie einst in der Wüste Gott das Volk Israel mit Manna gespeist hat. Jesus wird auch das Gottesvolk des Neuen Bundes nicht ohne das notwendige Brot lassen. Die Art, wie der Evangelist von der Brotvermehrung erzählt, zeigt, dass er sie im Zusammenhang mit der Eucharistie gesehen hat. Deutlich sind die Hinweise auf das Letzte Abendmahl Jesu und auf die Eucharistiefeier der Urgemeinde, wie Lukas sie gekannt hat.

Jesus, ich danke dir, dass du mir ein sichtbares Zeichen deiner Gegenwart gegeben hast. Ich darf vor deine Gegenwart im heiligen Brot treten und darf dich anbeten. Und wenn ich dich selber in diesem Brot empfange, dann lass mich selber zum „Brot“ für andere Menschen werden.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)