….. Evangelium vom 29. April 2025
Evangelium Johannes 3, 1–8
Es war da einer von den Pharisäern namens Nikodémus, ein führender Mann unter den Juden.
Der suchte Jesus bei Nacht auf und sagte zu ihm: Rabbi, wir wissen,
du bist ein Lehrer, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust,
wenn nicht Gott mit ihm ist. Jesus antwortete ihm: Amen, amen, ich sage dir:
Wenn jemand nicht von oben geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.
Nikodémus entgegnete ihm: Wie kann ein Mensch, der schon alt ist, geboren werden?
Kann er etwa in den Schoß seiner Mutter zurückkehren
und noch einmal geboren werden? Jesus antwortete: Amen, amen, ich sage dir:
Wenn jemand nicht aus dem Wasser und dem Geist geboren wird,
kann er nicht in das Reich Gottes kommen.
Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; was aber aus dem Geist geboren ist, das ist Geist.
Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von oben geboren werden.
Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen,
weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht.
So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist.
Jesus hat in Kana und in Jerusalem Zeichen und Wunder getan und damit große Aufmerksamkeit erregt. Der Pharisäer Nikodemus will mehr von Jesus wissen und er besucht ihn in der Nacht zu einem Gespräch. Die Frage, mit der Nikodemus zu Jesus kommt, hätte wohl ähnlich gelautet wie die des Gesetzeslehrers in Lk 10, 25: Was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Nikodemus kommt aber gar nicht dazu, die Frage auszusprechen; Jesus überrascht ihn mit einer Antwort, die ihn geradezu umwirft. Statt „das ewige Leben gewinnen“ sagt Jesus „das Reich Gottes schauen“, und dazu, sagt er, ist keiner fähig, wenn er nicht von oben geboren wird. Wie soll Nikodemus das verstehen? Wie kann ein alter Mann von neuem geboren werden? Hat er das, als Sohn Abrahams und rechtschaffener Gesetzeslehrer überhaupt nötig? Jesus nimmt nichts zurück. Es ist wirklich so: Wenn ein Mensch die Herrschaft Gottes erfahren, das Reich Gottes schauen, Gott erkennen und das ewige Leben haben will (alle diese Ausdrücke meinen dieselbe, im Grunde nicht aussprechbare Wirklichkeit), dann muss er ein neuer Mensch werden, er muss neu geschaffen, neu geboren werden. Zuallererst muss also der Mensch etwas mit sich geschehen lassen, er muss sich etwas schenken lassen. Das Wasser der Taufe und der Geist Gottes bewirken den neuen Anfang.
Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.
(Roger Schulz)
Papst Franziskus wertvolle Gedanken
... vor einer Woche ereilte uns die Nachricht vom Tod des Papstes Franziskus.
Am vergangenen Samstag wurde er ganz würdig verabschiedet und beigesetzt.
Folgende Gedanken las ich von ihm – sehr tiefgründige und wertvolle – so meine ich.
Papst Franziskus schrieb diese Gedanken wenige Zeit vor seinem Tod:
„Dieses Leben wird schnell vergehen – also verschwende es nicht mit Streit…Umarme deine Liebsten… Du wartest auf zu vieles: Weihnachten, Freitag, nächstes Jahr, wenn du Geld hast, wenn die Liebe kommt, wenn alles perfekt ist… Hör zu: Perfektion gibt es nicht. Ein Mensch kann sie nicht erreichen, denn wir sind schlichtweg nicht dafür gemacht, hier erfüllt zu leben. Wir bekommen nur die Gelegenheit zu lernen. Also nutze die Prüfungen des Lebens – und zwar jetzt. Respektiere dich selbst, respektiere andere. Gehe deinen eigenen Weg und lass den Weg los, den andere für dich gewählt haben. Kommentiere nicht, urteile nicht, mische dich nicht ein. Liebe mehr, vergib mehr, umarme mehr, lebe intensiver! Und den Rest – überlass dem Schöpfer.“
— Papst Franziskus
Es freut mich, dass bei seinem Grab eine weiße Rose niedergelegt ist.
Die Rose ist für mich ein Symbol der Liebe. Wir sind ein Gedanke der Liebe Gottes. In Gottes Liebe dürfen wir allezeit leben. Die weiße Farbe ist himmlisch; wir sind österliche Menschen, wir gehören zum lieben Gott für alle Zeit - überm Tod hinaus.
aus der Kinderbibel
..... aus der Kinderbibel
Als der Diener frei war, vergaß er jedoch sein Versprechen und so blieb Josef im Gefängnis. Zwei Jahre später wurde auch der Pharao von merkwürdigen Träumen geplagt. In einem Traum stand er am Nil, als sieben fette Kühe aus dem Wasser kamen und begannen, Gras zu fressen. Ihnen folgten sieben dünne, knochige Kühe, welche die fetten Kühe fraßen. Die weisesten Männer in Ägypten konnten dem Pharao diesen Traum nicht erklären. Da erinnerte sich der Diener an Josef und berichtete dem Pharao von ihm. Daraufhin wurde Josef in den Palast gebracht. „Sieben Jahre lang wird die Ernte gut sein“, erklärte Josef. „Darauf werden sieben Jahre mit schlechter Ernte folgen. In den guten Jahren musst du Vorräte für die schlechten Jahre anlegen.“ Der Pharao sah, dass Josef ein Mann Gottes war. Er war so beeindruckt, dass er Josef zu seinem höchsten Minister machte. Er gab ihm einen goldenen Ring, eine Kette und edle Kleider als Zeichen seines Amtes. Wiederum geschah, was Josef vorausgesagt hatte. Nach dem Pharao war er der mächtigste Mann in Ägypten, und wer ein guter Verwalter war, gab es genug zu essen, als die Ernte schlecht war.
Wer nicht jeden Tag die Bibel und die Zeitung liest,
weiß weder über die Welt Bescheid
noch über das, was die Welt braucht.
(Johannes Rau)

