Silvester 2025 Markuskapelle

… ein guter Tag geht für mich zu Ende.
Florian und ich haben heute wieder Videos in der schönen Markuskapelle vorbereitet – Silvester und Neujahr.
Ab 07.00 Uhr wird das neue Video am Silvestertag bei YouTube zu sehen sein.
Bisherige Videoclips: www.youtube.com/@christkonigtrier4916
Dankbar, Aloys


Fünf Impulse zum Nachdenken am Silvesterabend
- aber auch an allen anderen Tagen
Geh in dich - in dieser Stunde.
Werde still und schau nach, was aus dir geworden ist. Mach dir bewusst, wofür du dankbar sein kannst, welche Erfahrungen dich reifer und reicher gemacht haben. Überlege ob du mit deinem Leben zufrieden bist, ob es Dinge gibt, die dir Angst machen, die du noch nicht verarbeitest hast.
Geh in dich - nicht nur heute Abend: Bleibe ab und zu mit dir allein. Nimm dir Zeit für die Stille und für das Gebet. Dann spürst du, was dich letztlich trägt, was dir Kraft und Lebensmut gibt. Dann erkennst du den Weg, den Gott dich führen will.
Komm heraus - in dieser Stunde.
Bring den Dank, der dich am Ende des Jahres erfüllt, in einem frohen Lied zum Ausdruck. Stelle deine Enttäuschungen, deine unerfüllten Hoffnungen, deine Bitten und Klagen im Gebet vor Gott. Nimm in dein Beten und Singen hinein, was dich beschäftigt und bewegt.
Komm heraus - nicht nur heute Abend: Geh auf andere zu, erzähle ihnen von deinen Erfahrungen, von dem, was dir am Evangelium aufgegangen ist. Denn andere warten auf deine guten Worte, auf deine heilsame Zuwendung. Sie hoffen darauf, dass du deine Talente, deine guten Ideen nicht versteckst. Sie sind dankbar für deine Offenheit und Herzlichkeit.
Sieh nach vorne - in dieser Stunde.
Nimm das neue Jahr in den Blick mit seinen vielen Chancen und Möglichkeiten. Überlege dir, welche Aufgaben du angehen möchtest, welche Veränderungen anstehen, was du weiterführen und investieren willst.
Sieh nach vorne - nicht nur heute Abend: Klammere dich nicht an die Vergangenheit und trauere nicht den verpassten Gelegenheiten nach. Die Vision Jesu vom Reich Gottes hat viele mitgerissen und ermutigt, neue Wege zu gehen. Wer ein Ziel vor Augen hat, wer sich ausmalt, was aus ihm, aus seiner Welt werden könnte, der möchte diese Zukunft aktiv mitgestalten.
Halt an - in dieser Stunde.
Gönne dir diese „Auszeit am letzten Tag des Jahres. Komme zur Ruhe und laß dir neue Kraft schenken für die nächste Etappe. Unterbrich ganz bewusst das aufgeregte Treiben dieser Stunde, ziehe Bilanz und bestimme die Richtung, in die du weitergehen willst. .
Halt an - nicht nur heute Abend: lass dich nicht von Termin zu Termin hetzen. Mach Atempausen zu einem festen Bestandteil deiner Tage und Wochen. Lege eine Rast ein, wie die Jünger, als sie mit der Botschaft Jesu unterwegs waren. Nur wer von Zeit zu Zeit das Tempo drosselt, kann die Schönheit seiner Lebenslandschaft wahrnehmen.
Geh weiter - in dieser Stunde.
Bleib nicht stehen und gib dich nicht zufrieden mit dem, was bis heute aus deinem Leben, aus deinem Glauben geworden ist. Lass dich durch Gebete, Lieder und Texte immer wieder provozieren, und geh ermutigt und gestärkt in die kommende Zeit.
Geh weiter - nicht nur heute Abend: Lass dich durch Misserfolge nicht entmutigen, und wage - wie die Jünger im Evangelium - einen neuen Aufbruch. Christen haben nicht einen Standpunkt, den sie verteidigen müssen, sondern einen Weg, den sie gehen müssen.

Tagesevangelium

Tagesevangelium vom 29. Dezember 2025

Evangelium Lukas 2, 22–35


Als sich für die Eltern Jesu
die Tage der vom Gesetz des Mose
vorgeschriebenen Reinigung erfüllt hatten,
brachten sie das Kind nach Jerusalem hinauf,
um es dem Herrn darzustellen,
wie im Gesetz des Herrn geschrieben ist:
Jede männliche Erstgeburt
soll dem Herrn heilig genannt werden.
Auch wollten sie ihr Opfer darbringen,
wie es das Gesetz des Herrn vorschreibt:
ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.
Und siehe, in Jerusalem lebte ein Mann namens Símeon.
Dieser Mann war gerecht und fromm
und wartete auf den Trost Israels
und der Heilige Geist ruhte auf ihm.
Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden,
er werde den Tod nicht schauen,
ehe er den Christus des Herrn gesehen habe.
Er wurde vom Geist in den Tempel geführt;
und als die Eltern das Kind Jesus hereinbrachten,
um mit ihm zu tun, was nach dem Gesetz üblich war,
nahm Símeon das Kind in seine Arme
und pries Gott mit den Worten:
Nun lässt du, Herr,
deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.
Denn meine Augen haben das Heil gesehen,
das du vor allen Völkern bereitet hast,
ein Licht, das die Heiden erleuchtet,
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.
Sein Vater und seine Mutter
staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden.
Und Símeon segnete sie
und sagte zu Maria, der Mutter Jesu:
Siehe, dieser ist dazu bestimmt,
dass in Israel viele zu Fall kommen
und aufgerichtet werden,
und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird, –
und deine Seele wird ein Schwert durchdringen.
So sollen die Gedanken vieler Herzen offenbar werden.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Jesus wird von seinen Eltern in den Tempel gebracht, wie es das Gesetz des Ersten Bundes verlangt. Ebenso hält sich Maria an die Vorschriften, die für jede jüdische Mutter gelten. Aber nicht nur um die Vorschrift zu erfüllen, kommt Jesus in den Tempel; er ist der Herr des Tempels (Mal 3, 1). Der greise Simeon erkennt in dem Kind den Heilbringer für Israel und die Heiden, den Messias. Aber an das Loblied (V. 29–32) schließt sich eine düstere Weissagung, wie auch schon im Alten Testament vom Gottesknecht zugleich Leiden und Verherrlichung vorausgesagt waren. Mit der Ankunft Jesu setzt die Krise ein. An ihm entscheidet sich das Schicksal Israels und aller Völker. Maria aber erfährt, dass sie als Mutter des Messias seinen Leidensweg mitgehen wird. Sie bewahrt die Worte Simeons in ihrem Herzen, wie sie die Worte der Hirten bewahrt hat (Lk 2, 19). Auch sie braucht Zeit, um das Geschehene zu verstehen und die Tragweite des Gehörten zu ermessen.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)