Abendgebet

Abendgebet

Herr, auf dich vertraue ich,
in deine Hände lege ich mein Leben.


Fingerabdruck
Davor kann ich nicht zurück.
Das ist eindeutig.
Durch ihn bin ich einmalig.
Ich bin nicht irgendwer.
Ich bin ich. Ich bin geprägt, nicht nur in meinem Fingerabdruck,
auch in meinen Gesten, Bewegungen, meinem Gesicht, meinem Charakter – das heißt:
»Eingegrabenes«; geprägt durch das, was war ...
Freude, Liebe, Glück, Freundschaft, Schuld, Enttäuschung, Schmerz, Einsamkeit.
So, wie ich bin, kennt mich Gott:
Mit all meine Tränen und meinem Lachen, meiner Güte und meiner Trägheit,
meiner Zuversicht und meiner Angst.
So, wie ich bin, nimmt er mich an,
liebt er mich, gibt mir täglich neu die Chance,
aus meinem Leben etwas zu machen und neu anzufangen.
Grund genug, Ja zu sagen zu dieser Prägung Mensch.
Daraus erwächst Mut, das notwendige Ja
und das notwendige Nein zu sagen und nach dem Gewissen zu handeln,
Eindrücke und Abdrücke zu hinterlassen.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende
gewähre uns der allmächtige Herr. Amen.

Gute Nacht, Aloys



stand mit Schmerzen

1. Christi Mutter stand mit Schmerzen
bei dem Kreuz und weint von Herzen,
als ihr lieber Sohn da hing.
Durch die Seele voller Trauer,
schneidend unter Todesschauer
jetzt das Schwert des Leidens ging.

2. Welch ein Schmerz der Auserkorenen,
da sie sah den Eingebornen,
wie er mit dem Tode rang.
Angst und Jammer, Qual und Bangen,
alles Leid hielt sie umfangen,
das nur je ein Herz durchdrang.

3. Ach für seiner Brüder Schulden
sah sie Ihn die Marter dulden,
Geißeln, Dornen, Spott und Hohn,
sah ihn trostlos und verlassen,
an dem blutgen Kreuz erblassen,
ihren lieben einzgen Sohn.

4. Drücke deines Sohnes Wunden,
wie du selber sie empfunden,
heilge Mutter in mein Herz.
Dass ich weiß was ich verschuldet,
was dein Sohn für mich erduldet,
gib mir teil an deinem Schmerz.

5. Christus lass bei meinem Sterben
mich mit deiner Mutter erben
Sieg und Preis nach letztem Streit.
Wenn der Leib dann sinkt zur Erde,
gib mir, dass ich teilhaft werde
deiner selgen Herrlichkeit.

Jesus Thema Mitleid

Was sagt Jesus in der Bibel zum Thema „Mitleid“?

In der Bibel wird Mitleid oft auch als Barmherzigkeit oder Erbarmen bezeichnet. Gott wird wiederholt als barmherzig und gnädig beschrieben, geduldig und voller Liebe. Zum Beispiel Psalm 103,8: „Der HERR ist gnädig und barmherzig, geduldig und von großer Güte.“ Ebenso Joel 2,13: „Zerbrecht nicht euer Herz, sondern kehrt um zu dem HERRN, eurem Gott; denn er ist gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn, und groß an Güte.“ Im Neuen Testament zeigt Jesus oft Mitgefühl in seinen Handlungen. Er heilt Kranke, tröstet Traurige und speist die Hungrigen. Ein markantes Beispiel ist die Speisung der Fünftausend (Matthäus 14,14–21), wo Jesus Mitgefühl mit der Menge zeigt, die ihn zuhörte und für ihre Versorgung sorgt. Jesus fordert seine Jünger dazu auf, barmherzig zu handeln, nicht nur zu lehren. In Lukas 6,36 sagt er: „Werdet also barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“ In diesem Sinn ist Mitleid verbunden mit praktischer Hilfe. Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter in Lukas 10,25–37 illustriert Mitleid als aktives Tun der Hilfe gegenüber einem Bedürftigen – unabhängig von gesellschaftlicher oder religiöser Zugehörigkeit. Nächstenliebe ist Ausdruck von Mitleid. Jesus fasst das Gesetz in dem Gebot der Liebe zusammen (Lukas 10,27; Markus 12,30–31). Mitleid wird hier konkret durch das Lieben und Dienen am Nächsten. Jesus zeigt Milde und Bereitschaft zur Vergebung und ruft zu Umkehr und neue Lebensführung auf (z. B. Johannes 8,11; Lukas 7,36–50). In der Bibel bedeutet Mitleid im Jesusverständnis nicht nur Gefühl, sondern tätige Barmherzigkeit: Mitfühlen, trösten, heilen, versorgen und demütig handeln – besonders gegenüber Notleidenden und Ausgeschlossenen.

„Schmunzeliges“
Die Lehrerin erklärt: „Unsere Zahlen haben wir von den Arabern, den Kalender von den Römern, und das Glas von den Ägyptern. Kann mir jemand ein ähnliches Beispiel nennen?“ Meldet sich Erik: „Den Staubsauger haben wir von den Lehmanns über uns, den Rasenmäher von Müllers unter uns und die Getränke aus dem Keller der Neumanns, die neben uns wohnen!“