Frieden Kreuze

„Herr, gib uns deinen Frieden!“

Das handliche Kreuz
Eine Legende berichtet, wie Gott Erbarmen hatte mit einem Menschen, der sich über sein zu schweres Kreuz beklagte. Er führte ihn in einen Raum, wo alle Kreuze der Menschen aufgestellt waren, und sagte zu ihm: „Wähle!“. Der Mensch machte sich auf die Suche. Da sah er ein ganz dünnes Kreuz, das jedoch sehr lang war. Er sah ein ganz kleines, aber als er es aufheben wollte, war es schwer wie Blei. Da sah er eins, das gefiel ihm, und er legte es auf seine Schultern. Doch da merkte er, dass das Kreuz an der Stelle, wo es auf der Schulter auflag, eine scharfe Spitze hatte, die ihm wie ein Dorn ins Fleisch drang. So hatte jedes Kreuz etwas Unangenehmes. Als er fast alle Kreuze durchgesehen hatte, entdeckte er noch eins, das versteckt stand. Das war nicht zu schwer, nicht zu leicht, so richtig handlich, wie geschaffen für ihn. Dieses Kreuz wollte er in Zukunft tragen. Als er näher hinschaute, merkte er, dass es ein Kreuz war, das er bislang getragen hatte.
(nach Adalbert von Chamisso)

Es gibt nichts Wertvolleres als diesen Tag.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Gute Wünsche
Ich wünsche dir Mut, Neues zu entdecken und zu wagen.
Ich wünsche dir Kraft, Schweres durchzustehen, ohne zu verzweifeln.
Ich wünsche dir Gelassenheit, den Augenblick zu genießen.
Ich wünsche dir Zuversicht, das Gute nicht aus den Augen zu verlieren.
Ich wünsche dir Zufriedenheit, dankbar zu sein.
Ich wünsche dir Freude und den Blick für die kleinen Dinge.
Ich wünsche dir Hoffnung, jeden Tag im Vertrauen zu leben.
So segne dich Gott – heute und an jedem Tag.

Beten heißt, die Gegenwart Gottes erleben.
(Franz von Sales)

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name. 
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Es segne und beschütze uns alle der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen. 

Silvesterabend

....... wie in den vergangenen Jahren werde ich den Jahreswechsel in der schönen Markuskapelle verbringen. Das alte Jahr mit dem lieben Gott beschließen und das neue mit ihm beginnen – es kann nicht verkehrt sein. „Komm gerne dazu!“
Liebe Grüße, Aloys

Ich bin da, wenn du allein bist.
Ich bin da, wenn du dich betroffen fühlst.
Ich bin da, wenn sie dich ausstoßen.
Ich bin da, wenn du meinst, 
es geht nicht mehr.
Ich bin da, wenn du verzweifelt 
und traurig bist.
Ich bin da, wenn du Angst 
und Furcht hast.
Ich bin da, wenn alle dich nicht mögen.
Ich bin da, wenn zwischen deiner Freundschaft eine Mauer ist. 
Ich bin da, wenn du vor Sorge 
nicht schlafen kannst.
Ich bin da, wenn einer dir 
etwas zuleide tut.
Ich bin da, wenn du in großer Gefahr bist.
Ich bin da, wenn du krank bist 
und Hilfe brauchst.
Ich bin da, wenn du mit deinem Kummer nicht allein fertig wirst.
Ich bin da, wenn für dich 
die Welt zerbricht.
Ich bin da, wenn du ein wenig 
mehr Liebe brauchst.
Ich bin da, wenn du große Schmerzen hast.
Ich bin da, wenn keiner dir zuhört.
Ich bin da, wenn du dich vor Erschöpfung nicht mehr halten kannst.
Ich bin da, wenn du mich rufst.
Ich bin da, wenn du heimkehrst zu mir.
Ich bin da, wie die Sonne, 
die dir Wärme und Fröhlichkeit gibt.
Ich bin da, wie eine Flamme, 
die nie verlöscht.
Ich bin da, wie eine schöne Blume, 
die dein Herz erfreut.
Ich bin da, wie eine Wolke, 
die dich mit Liebe umhüllt.
Ich bin da, wie ein Licht, 
das deinen Weg erleuchtet.
Ich bin da, wie ein Auge, 
das mit Liebe auf dich schaut.
Ich bin da, wie eine Hand, 
die vorsorglich deine Hand ergreift.
Ich bin da, wie ein Herz, 
das immer für dich schlägt.
Ich bin da, wie ein Engel, 
der dich schützt und leitet.
Ich bin da, wie ein Freund, 
der dich niemals im Stich lässt.
Ich bin da, wie eine Schwester, 
die mit dir die Sorge teilt.
Ich bin da, wie ein Bruder, 
der zu dir steht in Freund und Leid.
Ich bin da, wie eine Mutter, 
die mit dir fühlt, dich ganz versteht.
Ich bin da, als dein Vater, 
der dir ewige Geborgenheit gibt.
Ich bin immer für dich da, 
dein unendlich liebender Gott.
„Ich da für dich“ (Ex 3,14)

immer wieder lesenswert

.... ich finde, dass die Geschichte immer wieder lesenswert ist.
Aloys


Eine andere Weihnachtsgeschichte
Ein kleiner Junge besuchte seinen Großvater und sah ihm zu, wie er die Krippenfiguren schnitzte. Der Junge schaute sie sich ganz intensiv an, und sie fingen an, für ihn zu leben. Da schaute er das Kind an - und das Kind schaute ihn an. Plötzlich bekam er einen Schrecken, und die Tränen traten ihm in die Augen. "Warum weinst du denn?" fragte das Jesuskind. "Weil ich dir nichts mitgebracht habe", sagte der Junge. "Ich will aber gerne etwas von dir haben", entgegnete das Jesuskind. Da wurde der Kleine rot vor Freude. "Ich will dir alles schenken, was ich habe", stammelte er. "Drei Sachen möchte ich von dir haben", sagte das Jesuskind. Da fiel ihm der Kleine ins Wort: "Meinen neuen Mantel, meine elektrische Eisenbahn, mein schönes Buch ..."? „Nein", entgegnete das Jesuskind, "das alles brauche ich nicht. Schenk mir deinen letzten Aufsatz."
Da erschrak der Kleine. "Jesus", stotterte er ganz verlegen und flüsterte: "Da hat doch der Lehrer 'ungenügend' darunter geschrieben". "Eben deshalb will ich ihn haben", antwortete das Jesuskind. "Aber, warum denn?" fragte der Junge. "Du sollst mir immer das bringen, wo 'ungenügend' darunter steht. Versprichst du mir das"? "Sehr gern", antwortete der Junge. "Aber ich will noch ein zweites Geschenk von dir", sagte das Jesuskind, "deinen Milchbecher". "Aber den habe ich doch heute zerbrochen", entgegnete der Junge. "Du sollst mir immer das bringen, was du im Leben zerbrochen hast. Ich will es wieder heil machen. Gibst du mir das auch?" "Das ist schwer", sagte der Junge. "Hilfst du mir dabei?" "Aber nun mein dritter Wunsch", sagte das Jesuskind. "Du sollst mir nun noch die Antwort bringen, die du der Mutter gegeben hast, als sie fragte, wie denn der Milchbecher kaputtgegangen ist". Da legte der Kleine die Stirn auf die Kante und weinte so bitterlich: "Ich, ich, ich ...", brachte er unter Schluchzen mühsam heraus... "ich habe den Becher umgestoßen; in Wahrheit habe ich ihn absichtlich auf die Erde geworfen." "Ja, du sollst mir all deine Lügen, deinen Trotz, dein Böses, was du getan hast, bringen", sagte das Jesuskind. "Und wenn du zu mir kommst, will ich dir helfen; ich will dich annehmen in deiner Schwäche; ich will dir immer neu vergeben; ich will dich an deiner Hand nehmen und dir den Weg zeigen. Willst du dir das schenken lassen?" Und der Junge schaute, hörte und staunte.
(Verfasser unbekannt)