DU, Heiliger Geist der Weisheit, der Einsicht und des Rates,
DU Geist der Stärke, der Erkenntnis, der Frömmigkeit
und der Gottesfurcht -
DU Heiliger Geist wirkst immer dann,
wenn Ohren sich zum Hören öffnen,
wenn Blicke sich nicht abwenden,
wenn Schritte aufeinander zugehen,
wenn Menschen sich die Hand reichen,
wenn Augen einander liebevoll anblicken,
wenn gütige Worte gesprochen werden,
wenn Gedanken Brücken schlagen,
wenn Gebete sich formen.
DU, Heiliger Geist wirkst immer dann,
wenn Streit dem Frieden weicht,
wenn Teilen wichtiger wird als Besitzen,
wenn Gewalt sich der Zärtlichkeit beugt,
wenn Gier durch Dankbarkeit ersetzt wird,
wenn Egoismus zu Nächstenliebe wird,
wenn es nicht um Haben, sondern um Geben geht.
Und, wenn letztendlich die Liebe alles durchflutet,
dann waltest und wehst und wirkst Wunder -
DU, Heiliger Geist Gottes.
(Sylke-Maria Pohl)
"Freude verbindet uns.
Freude drängt uns, sie mit anderen zu teilen.
Geteilte Freude ist doppelte Freude.
Freude schafft Beziehung.
Sie schenkt uns Lebendigkeit.
Und sie stärkt unsere Gesundheit."
(Anselm Grün)
„Schmunzeliges“
Leo ist furchtbar schüchtern. Als er in einem Hotel einen Lift besteigt, fragt ihn der Liftboy: "Welches Stockwerk’?" Flüstert Leo: "Vierter Stock, falls es für Sie kein Umweg ist."
"Im Gebet dürfen wir den Raum der Stille in uns erahnen,
in dem auch das Leid der Welt zum Schweigen kommt.
Es ist der Raum, in dem wir mit dem Nachdenken und Grübeln
über das Leid aufhören dürfen, weil dort Gottes Wirklichkeit
so mächtig ist, dass alles andere verstummt."
(Anselm Grün)
Wesen der Freundschaft
Großzügigkeit ist das Wesen der Freundschaft.
(Oscar Wilde)
Die schrankenlose liebende Hingabe an Gott und die göttliche Gegengabe,
die volle und dauernde Vereinigung, das ist die höchste Erhebung des Herzens,
die uns erreichbar ist, die höchste Stufe des Gebetes.
(Edith Stein)
Gott achtet mehr auf das Herz des Betenden
als auf die Worte, die er spricht.
(Franz von Sales)
Schmunzeliges
Wer ist im Umfeld der Schweinegrippe mehr zu fürchten? Bär, Löwe und Schwein treffen sich. Der Bär sagt: „Wenn ich brülle, zittert der ganze Wald vor Angst.“ Der Löwe sagt: „Wenn ich brülle, zittert der ganze Dschungel vor Angst.“ Darauf das Schwein: „Ha, ich brauche nur zu husten und der ganze Planet macht sich in die Hose!“
Christus kommt,
um Entfernungen zu überbrücken,
die uns voneinander
trennen und entzweien.
(Papst Benedikt XVI.)
Der Tod ist nichts, ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen. Ich bin ich, ihr seid ihr. Das, was ich für euch war, bin ich immer noch. Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt. Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt. Gebraucht keine andere Redeweise, seid nicht feierlich oder traurig. Lacht weiterhin über das, worüber wir gemeinsam gelacht haben. Betet, lacht, denkt an mich, betet für mich, damit mein Name ausgesprochen wird, so wie es immer war, ohne irgendeine besondere Betonung, ohne die Spur eines Schattens. Das Leben bedeutet das, was es immer war. Der Faden ist nicht durchschnitten. Weshalb soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein, nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin? Ich bin nicht weit weg, nur auf der anderen Seite des Weges.
Henry Scott Holland (1847-1918)
Tagesevangelium
Tagesevangelium vom 06. September 2026
Evangelium Matthäus 18, 15–20
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn dein Bruder gegen dich sündigt,
dann geh und weise ihn unter vier Augen zurecht!
Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen.
Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei mit dir,
damit die ganze Sache durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werde.
Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde!
Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner.
Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet,
das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein.
Weiter sage ich euch: Was auch immer zwei von euch auf Erden einmütig erbitten,
werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten.
Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.
…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Die Sünde gibt es nur als die von konkreten Menschen begangene Sünde, und das heißt in der Kirche Gottes, in der Gemeinde am Ort: als die Sünde des Bruders, für den Christus gestorben ist. Die Gemeinde hat Verantwortung für ihn. Sie wird versuchen, ihm zu helfen und ihn auf den guten Weg zurückzuführen. Ihn aus der Gemeinschaft auszuschließen kann nur die letzte Notmaßnahme sein, um die Gemeinde vor Schaden zu bewahren und ihm selbst die Schwere seiner Verfehlung bewusstzumachen. Die Gemeinde darf nicht aufhören, für ihn zu beten.
Zwei oder drei genügen… Wenn wir in seinem Namen versammelt Eucharistie feiern, erfahren wir die lebendige Gegenwart des Auferstandenen. Voraussetzung ist die Bereitschaft, sich auf ihn und aufeinander einzulassen. Isoliert von den Schwestern und Brüdern ist Christsein nicht möglich.
Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.
(Roger Schulz)

